2020

RIAS RADIO, FERNSEH- UND DIGITALE-MEDIEN-PREISE 2020

04. Dezember 2020

NEUES PREISGELD, NEUER FOKUS FÜR DIE RIAS-MEDIENPREIS-VERLEIHUNG 2021

Die Medienpreise der RIAS Berlin Kommission werden 2021 mit neuen Preisgeldern, Kategorien und neuem Fokus eingeführt. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von bis zu 10.000 EUR für außergewöhnliche Radio-, Fernseh- und Digitale-Medien-Geschichten vergeben, einschließlich eines neuen Hauptpreises in Höhe von 5.000 EUR für den herausragendsten Einzelbeitrag, der im Jahr 2020 in den Vereinigten Staaten oder in Deutschland ausgestrahlt worden ist.

Der RIAS-Medienpreis soll dazu beitragen, die Vielfalt des transatlantischen Dialogs zu stärken und das Interesse an den deutsch-amerikanischen Beziehungen zu vertiefen. Deutschland und die USA gehen in vielerlei Hinsicht nach innen und außen neue Wege. Engagierter, unabhängiger Journalismus kann viel zum gegenseitigen Verständnis von und zwischen den Ländern sowie zu einem offenen gesellschaftlichen Diskurs über Werte und Ziele beitragen. Die eingereichten Beiträge sollten über die tägliche und routinemäßige Berichterstattung hinausgehen, Informationen aufbereiten, die gesellschaftliche Realität in bemerkenswerter Weise beschreiben und so den Dialog über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den transatlantischen Beziehungen fördern.

Idealerweise sollten die Beiträge: thematisch und/oder in ihrer Ausführung hervorstechen; sich kreativ mit neuen Fragen auseinandersetzen; die Vielfalt der gesellschaftlichen Realität kritisch beleuchten und deutlich machen; interessante Anregungen für die transatlantische Debatte enthalten; zum Nachdenken über Probleme und Lösungen anregen; Klischees über Deutsche und/oder Amerikaner hinterfragen; Trends im Alltag beschreiben, die von allgemeinem Interesse sind; in besonderer Weise zur gegenseitigen Neugier und zum Verständnis beitragen; geeignet sein, demokratische und gesellschaftliche Werte zu stärken.

Die Beiträge müssen bis spätestens 31. Januar 2021 per E-Mail bei der RIAS Berlin-Kommission eingegangen sein. Alle eingereichten Arbeiten müssen die Hauptanstrengung der einreichenden Person(en) sein. Die RIAS Berlin Kommission behält sich das Recht vor, zusätzliche Kategorien wie z.B. einen „Preis der Jury“ für Auszeichnungen zu schaffen oder eine Auszeichnung in einer Kategorie abzulehnen, in der nur wenige oder qualitativ schlechte Beiträge eingehen.

Awards für Radio, Fernsehen und digitale Medien

EINSENDESCHLUSS FÜR BEITRÄGE: 31. JANUAR 2021

Die Einträge müssen enthalten:

– Vollständiger Name, Titel, Geschäftsadresse; Telefon, E-Mail; Postdatum(e) der Geschichte; Länge, Wortanzahl, Titel und Kurzbeschreibung der Geschichte; eine kurze Beschreibung Ihrer Rolle bei der Produktion der Geschichte; Klare Angabe der Kategorie für Ihren Beitrag: Kategorien sind: 1). Fernsehen 2) Radio 3) Digital (einschließlich Podcasts und online) 4) „RIAS-Fellow-Preis“ (bester TV-, Radio- oder digitaler Beitrag eines aktuellen RIAS-Teilnehmers oder eines RIAS-Fellow-Alumni). Es sind maximal zwei Beiträge pro Person zulässig. Ein Beitrag gilt als ein einziger Beitrag, wenn sich mehrere kürzere Stücke in Form oder Inhalt auf eine bestimmte Kategorie beziehen.

Alle Beiträge müssen elektronisch per E-Mail mit einer gültigen URL eingereicht werden, die bis März 2021 aktiv ist und auf die die RIAS-Jury ohne geschützte Informationen (Passwort) zugreifen kann.

ALLE BEITRÄGE SIND ZU SENDEN AN:

E-Mail: info@riasberlin.org

Die RIAS Berlin-Kommission ist eine binationale Organisation zur Förderung der deutsch-amerikanischen Verständigung auf dem Gebiet des Rundfunks.

Klicken Sie hier für die Ausschreibung des RIAS Medienpreises 2020:
RIAS_Call_2021_Flyer English 04 12 2020


6. April 2020

RIAS-Medienpreisträger berichten über ihre preisgekrönten Beiträge

Im Rahmen einer Serie über die Preisträger der Medienpreise 2020 der RIAS
Berlin Kommission ist hier ein Interview mit Monica Quintero von KPEJ KMID
TV in Odessa/Midlands, Texas und David Wagner von KLST/KSAN in San Angelo,
Texas, die während ihres zweiwöchigen Stipendiums der RIAS Berlin Kommission
im September 2019 an ihrer Geschichte „Beyond Borders – A Trip Abroad“
arbeiteten. Ihre Berichterstattung wurde im November auf diesen Sendern in
Texas ausgestrahlt.

Frage: Wie kamen Sie auf die Idee, Ihre Geschichten zu schreiben?

Monica Quintero: Bevor wir nach Europa gingen, lasen wir viele der Bücher,
die die Kommission empfahl und erfuhren, dass die Länder dort mit vielen der
gleichen hitzigen Themen zu tun haben, mit denen wir hier in Amerika zu tun
haben. So kam uns die Idee für die Geschichten, und auf dem Weg dorthin
entwickelten sie sich zu sehr viel mehr, als wir überhaupt erwartet hatten.
Wir bekamen Zugang zu einigen führenden Persönlichkeiten, und das hat uns
geholfen, viele der Themen noch besser zu verstehen.

Monica Quintero (5. von recuts) und David Wagner (2. von rechts) während ihren RIAS Fellowship in Berlin in September 2019
Monica Quintero (5. von rechts) und David Wagner (2. von rechts) während ihren RIAS Fellowship in Berlin in September 2019

Frage: Wann und wo genau waren die Ausstrahlungen? Waren sie Teil einer
nächtlichen Serie an Ihren beiden Stationen? Oder wurden sie sogar noch
weiter verbreitet?

Monica Quintero: Sendezeiten: 24. November – KMID, 26. November – KPEJ
(Midland/Odessa, Texas Markt), 22. und 29. Dezember – KLST (San Angelo,
Texas Markt). An diesen Tagen haben wir die 30-minütige Dokumentation
ausgestrahlt. Vor diesen Terminen haben wir jedoch kürzere Versionen der
Geschichte ausgestrahlt, um für die Dokumentation zu werben. Wir hatten
auch Promos, die auf unseren Sendern ausgestrahlt wurden, und entwickelten
einen detaillierten digitalen Plan, um jedem den Zugang zum Dokumentarfilm
und zu den einzelnen Geschichten zu ermöglichen.

Frage: Was ist die größere Geschichte, die Sie zu erzählen hofften?

Monica Quintero: Es war eine einfache Idee. Unsere Hoffnung ist es, das
Wissen unserer Zuschauer zu erweitern und ihren Geist für das zu öffnen, was
auf der ganzen Welt geschieht, und ihnen beide Seiten der Geschichte zu
vermitteln!

Frage: Wie viel Zeit haben Sie für Ihre Geschichte gehabt? Im Gespräch mit
den Protagonisten und anderen?

Monica Quintero: Ich wünschte, wir könnten das zusammenfassen! Wir
verbrachten unzählige Stunden mit diesem Projekt. Wochenlang haben wir in
der Freizeit an diesen Geschichten gearbeitet. Wir haben dieses Projekt
eine Zeit lang gelebt und geatmet. Manchmal fragten wir uns, ob wir das
Ganze tatsächlich zusammenfügen können. Am Ende war es spannend zu sehen.

Frage: Wie haben Sie es geschafft, die ganze Arbeit in Ihr RIAS-Stipendium
zu passen? Haben Sie überhaupt geschlafen?

Monica Quintero: LOL! Sagen wir einfach, wir haben nicht viel geschlafen.
Ein paar Nächte haben wir die ganze Nacht entlang der Berliner Mauer und an
anderen Orten dort gedreht. Wir wurden beide krank. Der arme David nieste
und hustete in der letzten Nacht der Dreharbeiten. Er war ein
„Arbeitssoldat“ und behielt die Fassung, während wir filmten. Ich wurde auch
sehr krank und fragte mich, ob wir unser Ziel erreichen würden. Irgendwie
passte alles zusammen, und wenn man sich das fertige Produkt ansah, war es
das alles wert!

Frage: War es schwierig, die Protagonisten in Ihrer Geschichte zu finden?
Oder sind sie Ihnen in den Schoß gefallen?

Monica Quintero: Einige fielen uns in den Schoß, andere mussten wir uns
erarbeiten. Ich hatte das Gefühl, dass der Schlüssel zu unserem Erfolg
darin lag, ständig bereit zu sein. Wir trugen überall zwei Kameras und zwei
Stative mit uns herum und waren immer bereit. Außerdem sind wir beide
leidenschaftliche Journalisten und wollten auch von ganz normalen Menschen
hören. Es ging nur darum, hartnäckig zu sein und die Menschen nach ihren
Gedanken zu fragen… egal, wo wir waren.

Frage: Glauben Sie, dass die Dinge in Deutschland ein Prototyp für die
Vereinigten Staaten sein könnten? Oder sind die beiden Länder einfach zu
unterschiedlich in zu vielen Dingen?

Monica Quintero: Diese Frage wollte ich den Zuschauern überlassen.

Die Frage: Glauben Sie, dass die Amerikaner offen dafür sind, aus den Erfahrungen anderer Länder zu lernen?

Monica Quintero: Ich denke, die Amerikaner sind offen. Es war uns jedoch
wichtig, ihnen unvoreingenommene Informationen zu vermitteln. Wir hören so
oft in den Medien, dass Journalisten ihre politischen Ansichten einfließen
lassen.

Frage: Ihre Geschichte über Waffenkontrolle ist außerordentlich neutral –
jeder, der sich diese Geschichte ansieht, würde nie wissen, wie Sie
persönlich über Waffenkontrolle in Deutschland oder Texas denken. Wie
schwierig war das?

Monica Quintero: JA, JA, JA! Wahre Journalisten präsentieren beide Seiten
der Geschichte, und der Zuschauer sollte nie in der Lage sein, ihre
politischen Ansichten oder Positionen zu Themen zu erraten. Tatsächlich
sind David und ich sehr traditionell, Journalisten der alten Schule. Wir
sind zwar Freunde und Kollegen, aber wir haben unsere politischen Ansichten
nie miteinander diskutiert. Überraschend… oder? Es ist leicht für uns,
denn das hat man uns beigebracht, damit wir gute Journalisten werden.


20. März 2020

RIAS-Medienpreis-Veranstaltung wegen Coronavirus abgesagt

Die RIAS Berlin Kommission bedauert sehr, mitteilen zu müssen, dass ihre Medienpreisverleihung aufgrund der Coronavirus-Krise im Jahr 2020 nicht stattfinden wird.

Die jährliche Veranstaltung zur Würdigung von herausragendem Rundfunkjournalismus zu transatlantischen Themen war für den 7. Mai in Berlin geplant, wo die fünf Gewinner des Medienpreiswettbewerbs aus den USA und Deutschland geehrt werden sollten. Auch das für den 8. Mai in Berlin geplante große RIAS-Alumni-Treffen ist auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die RIAS Berlin-Kommission wird die Gewinner des Jahres 2020 bei der nächsten Medienpreisverleihung im Jahr 2021 ehren. Der jährliche Medienpreis der RIAS Berlin Kommission zeichnet Produktionen für herausragende Leistungen in der Berichterstattung über deutsch-amerikanische Themen aus. Die Preise werden für Radio-, TV- und Internetbeiträge vergeben, die in besonderem Maße zur Verständigung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika beigetragen haben.

In den kommenden Wochen wird es auf der Website www.riasberlin.org ausführlichere Berichte über die einzelnen Gewinnerbeiträge geben. In der Zwischenzeit finden Sie hier die Begründungen der unabhängigen Jury von Journalisten aus den Vereinigten Staaten und Berlin, die sich am 7. März im historischen RIAS-Gebäude in Berlin-Schöneberg traf, um die fünf Gewinner aus den fast 100 Einsendungen auszuwählen.

RIAS TV Award:
Bill Whitaker: “60 Minutes – The Rock”

„The Rock“ beginnt mit einem Verweis auf einen früheren, bereits mit dem TV-Award der RIAS Berlin Kommission ausgezeichneten 60-Minutes-Bericht; der jetzige Bericht vergleicht das deutsche und das amerikanische Gefängnissystem und stellt die Frage: Könnte der deutsche Fokus auf Rehabilitation auch in einem amerikanischen Gefängnis funktionieren?
In seinem Stück stellt uns Bill Whitaker einen Gefangenen vor, der sich in einen College-Basketball-Star verwandelt hat, Wärter, die es wagen, Schwäche gegenüber den Insassen zu zeigen, und Gefängnisinsassen, die Erlösung darin finden, andere junge Insassen zu beraten, damit diese die Möglichkeit einer zweiten Chance ergreifen.
Durch diese Stimmen und Erfahrungen aus dem Inneren werden die Zuschauer in eines der härtesten US-Gefängnisses eingeführt, wo ein Programm installiert wurde inspiriert von dem, was die US-Beamten in Deutschland gesehen haben und was sie anregte, die Rolle der Inhaftierung in der modernen Gesellschaft zu überdenken.
Während die Jury lange und hart über die Vergabe eines Preises an einen schon im Jahr 2017 preisgekrönten Journalisten beriet, stach „The Rock“ nicht nur als Beispiel für höchste Qualität der Berichterstattung heraus, sondern auch als Zeugnis für die Mission des RIAS: die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen der deutschen und amerikanischen Gesellschaft durch einen freien Informations- und Ideenaustausch.

RIAS Radio Award:
Wiebke Keuneke: “Jenseits des American Dream – deutsche Sozialarbeiter unterwegs in den USA“
Reinhören
Wiebke Keuneke hat eine eindrucksvolle Radioreportage über die USA-Reise von zwölf Berliner Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern aufgezeichnet. Sie hat deren Besuch in Chicago und Detroit begleitet und beobachtet, zu welchen kritischen, oft skeptischen und manchmal auch schockierten Eindrücken die Begegnung mit der Realität amerikanischer Sozialarbeit führte. Die Unterschiede zwischen Europa und den USA werden im journalistischen Protokoll dieser Begegnung klar herausgearbeitet und eingeordnet, aber dabei wird immer auch deutlich, wie universell die dahinter liegenden Fragestellungen sind: Es geht um Ausgegrenztsein und Chancenlosigkeit am Rand der Gesellschaft, die in Gewalt und Kriminalität umschlagen – und um das Ankämpfen dagegen.
Die Reportage lebt von der Neugierde auf eine andere Welt. Zugleich von der Hochachtung gegenüber den Menschen, die dort versuchen, etwas zu verändern. Es ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie produktiv es im transatlantischen Verhältnis sein kann, wechselseitig ein Interesse für die Probleme des Alltags zu entwickeln, dabei offen und lernbereit zu bleiben statt sich voneinander abzuwenden. Neugierde aufeinander bringt alle weiter. Wiebke Keuneke ist die neugierige journalistische Begleitung eines spannenden Lernprozesses gelungen.”

RIAS Digital Video Award:
David Diwiak, Han Park: “Veggie vs. Labor?”
Die Videoreportage „Fleischersatz: Veggie vs. Labor?“ faszinierte die Jury von Anfang an durch ihre Energie und Haltung. David Diwiak und Han Park sind vom jugendorientierten NDR-Online-Format STRG_F und erkunden den wachsenden Markt und die Attraktivität von Fleischersatz, sowohl aus natürlichen als auch aus künstlich hergestellten Produkten. Während sie sich durch die Palette der Angebote futtern, schafft es das Team, das Geschäftsmodel und die Ethik um das Kulturfleisch sowie die unterschiedlichen Ansichten in Deutschland und den USA in Bezug auf gentechnisch veränderte Lebensmittel zu beleuchten. Was als humorvoller Geschmackstest beginnt, entwickelt sich schnell zu einer gut durchdachten Erkundung sowohl der aktuellen Fleischalternativen als auch der durch technologische Innovationen bald entstehenden Alternativprodukte. Interviews, Animationen, ein tiefes Eintauchen in die Start-up-Szene der kalifornischen Fleischimitate und andere Recherchen werden mit ausgezeichneter Wirkung eingesetzt, was die Jury neugierig macht auf mehr von diesem cleveren Duo junger Journalisten.


RIAS Fellow Award TV:
Monica Quintero, David Wagner: “Beyond Borders – A Trip Abroad”

Eine durchdachte und intelligente Fernsehdokumentation, die das Wissen der Zuschauer über den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer erfolgreich erweitert. David Wagner und Monica Quintero bringen die Geschichte in die Gegenwart, indem sie ihren Zuschauern in West-Texas einen vergleichenden Blick zwischen dem berüchtigten Symbol des Kalten Krieges und der heutigen mexikanisch-amerikanischen Barriere oder Grenzmauer bieten. Der Dokumentarfilm geht geschickt auf die historischen Umstände hinter den beiden Barrieren ein und liefert gleichzeitig überzeugende Momentaufnahmen von aktuellen Themen, wie Einwanderung und Waffenkontrolle, in jedem Land. Die Zuschauer werden dazu verleitet, selbst zu entscheiden, ob sich die Geschichte wiederholt oder nicht. Wagner und Quintero verwenden eine wirkungsvolle Mischung aus Interviewthemen und Augenzeugenberichten. Das Publikum wird bei der Beschreibung der gemischten Emotionen, mit denen die damaligen West- und Ostdeutschen den Mauerfall begrüßten, weiter innegehalten: von ungezügelter Freude über Verwirrung bis hin zu Trauer. „Über die Grenzen hinaus: Eine Reise ins Ausland“ übertrifft die Erwartungen an seinen Titel, indem es im Kontext der heutigen Schlagzeilen eine zentrale Epoche der deutschen Geschichte nach West-Texas bringt.

 

RIAS Fellow Award Radio:
Christopher Conover: “The Buzz: German Perspectives on Immigration” Reinhören
In einer Zeit, in der das Thema Migration für große Unsicherheit auf beiden Seiten des Atlantiks sorgt, zeigt RIAS Fellow Christopher Conover vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Arizona, wie Deutschland dieser Herausforderung begegnet und welche Lehren Amerika daraus ziehen kann.

In einer Serie langer Interviews mit Gestaltern und Betroffenen der aktuellen Politik wie beispielsweise mit dem Architekten des EU-Türkei Flüchtlingsabkommens, mit einem Syrer, der auf dem Weg nach Deutschland im Mittelmeer fast ertrunken wäre, und mit einem Journalisten, der über die Krise berichtete – bietet Conover ein differenziertes Bild von den Komplexitäten, Herausforderungen und Widersprüchen der deutschen und europäischen Migrationspolitik.

Conovers eindruckvoller Beitrag, verfasst in sachlichem und nüchternem Ton, verkörpert das Gründungsprinzip der RIAS Berlin-Kommission: die Förderung der Verständigung zwischen Deutschland und den U.S.A.


11. März 2020

Preisträger für den Medienpreis der RIAS Berlin Kommission ausgewählt

Die Preisträger der Medienpreise 2020 der RIAS Berlin-Kommission wurden von einer Jury aus 8 internationalen Radio- und TV- Journalisten ausgewählt, die die besten Beiträge des transatlantischen Rundfunkjournalismus würdigen. Die Preisträger und ihre Beiträge über transatlantische Themen, werden am 7. Mai im Rahmen einer Gala in Berlin geehrt. Drei der Gewinnerbeiträge kamen aus den Vereinigten Staaten und zwei aus Deutschland.
Die unabhängige Jury prüfte im RIAS-Gebäude in Berlin alle eingereichten Beiträge und diskutierte ausführlich.
Die Jury bestand aus: Helge Fuhst (stellvertretender Chefredakteur der ARD Tagesschau), Matthew Karnitschnig (Chefkorrespondent der POLITICO), Christian Wilp (Chefkorrespondent von N-TV), Dr. Richard Meng (ehemals Frankfurter Rundschau Korrespondent), Susan Woosley (KCRW Berlin), Melissa Eddy (Korrespondentin der New York Times), Susan Stone (freiberufliche Journalistin, Podcast-Produzentin/ ehemals NPR), Michael Gargiulo (WNBC News Anchor).
Am 8. Mai findet in Berlin auch eine RIAS-Alumni-Feier statt.

Dies sind die ausgewählten Gewinner:

RIAS TV Award:
Bill Whitaker: “60 Minutes – The Rock”

RIAS Radio Award:
Wiebke Keuneke “Jenseits des American Dream – deutsche Sozialarbeiter unterwegs in den USA“
Reinhören

RIAS Bewegtbild Digital Award:
David Diwiak, Han Pak: “Veggie vs. Labor?”

RIAS Fellow Award (Radio):
Christopher Conover: “The Buzz: German Perspectives on Immigration”
Reinhören

RIAS Fellow Award (TV):
Monica Quintero, David Wagner: “Beyond Borders – A Trip Abroad”

 

 

Jurymitglieder (L-R): Matthew Karnitschnig, Christian Wilp, Dr. Richard Meng, Susan Woosley, Dr. Helge Fuhst, Melissa Eddy, Susan Stone, Michael Gargiulo