Die RIAS BERLIN KOMMISSION gibt die Gewinner der diesjährigen RIAS Media Awards bekannt. Die jährliche Preisverleihung anlässlich des 26-jährigen Jubiläums des deutsch-amerikanisch

Die RIAS BERLIN KOMMISSION gibt die Gewinner der diesjährigen RIAS Media Awards bekannt. Die jährliche Preisverleihung anlässlich des 26-jährigen Jubiläums des deutsch-amerikanischen Austauschprogramms und der besten Leistungen des transatlantischen Rundfunkjournalismus findet am Donnerstag, den 17. Mai 2018, um 19 Uhr im RIAS Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz in Berlin statt. Alle RIAS-Stipendiaten und bisherigen Gewinner sind herzlich eingeladen, an der Zeremonie im historischen Gebäude teilzunehmen.

Die Jury aus neun renommierten Journalisten aus den USA und Deutschland traf sich in Berlin, um die Gewinner in den Kategorien Fernsehen, Radio und Digitale Medien zu küren. Die Jurymitglieder diskutierten angeregt und waren von der hohen Qualität der diesjährigen Wettbewerbsbeiträge beeindruckt. Mit dem ersten Jahr der neuen US-Regierung und den Bundestagswahlen war es ein interessantes Jahr für den Journalismus in den USA und Deutschland.
Die Jury bestand aus: Melissa Eddy (The New York Times), Anja Heyde (ZDF), Helge Fuhst (Phoenix), Michael Gargiulo (WNBC in New York), Susan Stone (NPR), Melinda Crane (Deutsche Welle), Claus Detjen (deutscher Zeitungsverleger), Richard Meng (ZDF-Fernsehrat) und Christian Wilp (NTV, RTL).

Außerdem wird es eine Podiumsdiskussion geben, in der die veränderte Position und Rolle von Auslandskorrespondenten in den Vereinigten Staaten im letzten Jahr untersucht wird, und am 18. Mai findet in Berlin ein Treffen der RIAS-Stipendiaten und Alumni statt.
Die diesjährigen Preisträger sind:
- Bester Fernsehfilm (lang)
https://www.youtube.com/watch?v=lxGT9-dECNk&app=desktop
Jan Philipp Burgard: Alaska im Klimawandel. Wo Eis und Hoffnung schmelzen, 5.11.2017, PHOENIX, 43 Minuten
In seinem Dokumentarfilm „Alaska und der Klimawandel“ illustriert Jan Philipp Burgard seine packende Geschichte mit eindrucksvollen Bildern der schmelzenden Gletscher und der langsam verschwindenden Insel Shishmaref. Der Film untersucht die Auswirkungen der neuen Umweltpolitik in den USA nach dem Regierungswechsel von Obama zu Trump. Burgard nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zu indigenen Alaskanern, die um ihre Heimat kämpfen, und bezieht die Protagonisten beider Seiten ein – Umweltaktivisten ebenso wie Wirtschaftsinteressenten und Republikaner, die die Deregulierungspolitik der Trump-Regierung unterstützen. Gleichzeitig bezieht er aber auch klar Position für die Natur und den faszinierenden Lebensraum Alaska.
Bestes Fernsehen (Kurzfilm)
- 2 Filme von Lara Wiedeking
Lara Wiedeking:
1) Letzte Hoffnung Crowdfundung
11. Dez., 3Sat
https://www.3sat.de/page/?source=/nano/gesellschaft/195859/index.html
2) Öffentliche Bloßstellung
24. Aug., ZDF (heute+)
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/videos/public-shaming-hep-100.html
Mit einem innovativen Ansatz behandeln Lara Wiedekings zwei Beiträge komplexe Aspekte des Lebens im Internetzeitalter und beleuchten gleichzeitig die wesentlichen gesellschaftlichen und politischen Unterschiede zwischen Deutschland und den USA. „Letzte Hoffnung Crowdfunding“ untersucht die zunehmende Nutzung von Crowdfunding zur Behebung von Defiziten im amerikanischen Gesundheitssystem. „Public Shaming“ untersucht das Online-Outing rechtsgerichteter Anhänger nach der gewalttätigen Kundgebung weißer Nationalisten in Charlottesville, Virginia. Wiedekings frische Stimme und ihr energischer Stil tragen zu dem starken Journalismus bei, der in zwei relativ kurzen Fernsehbeiträgen zum Ausdruck kommt.
Radio-Gewinner
- Beste Radiogeschichte
Arndt Peltner „Stacheldraht und Gated Communities.“ Radio-Feature, 28 Min.
Arndt Peltners „Stacheldraht und Gated Communities“ wurde von der Jury des RIAS-Medienpreises zum herausragenden Hörfunk-Feature des Jahres gekürt. Es erklärt, wie durch Stacheldraht die Freiheit Stück für Stück schwindet – zumindest für manche. Schließlich spaltet Stacheldraht nicht nur das Land, sondern auch die Gesellschaft. Er trennt Menschen voneinander. Die Auswirkungen der imaginären Grenzziehung prägen Land und Bewusstsein. Arndt Peltner hat ein wichtiges Stück Kulturgeschichte ins Rampenlicht gerückt.
Kerstin Zilm
„Vanlife – Hinter dem Hashtag“; „Kalifornische Speerspitze des Widerstands gegen Trump/Climate Policy: California Leads the Resistance against Trump“; „Rot, Weiß und Blau am Spielfeldrand – Sport und Patriotismus in den USA“; „Donald Trump und die Sioux – Proteste gegen Öl-Pipeline/Donald Trump and the Sioux – Protests against Oil-Pipeline“
„Van Life – Hinter dem Hashtag“, „Kalifornien führt den Widerstand gegen Trump an“, „Rot, Weiß und Blau am Spielfeldrand, Sport und Patriotismus in den USA“, „Donald Trump und die Sioux – Proteste gegen Ölpipeline“
Die Jury würdigte Kerstin Zilm für eine Reihe herausragender Radiobeiträge. Sie erklärt, wie Campingbusse für manche zum Lebensstil, für andere zum Traum geworden sind. Sie gibt der Widerstandsbewegung in Kalifornien gegen Trumps Klimapolitik eine Stimme. Sie berichtet über Sportler, die beim Spielen der Nationalhymne nicht mehr aufstehen, aber dennoch patriotische Amerikaner sind. Und sie begleitet Sioux, die gegen eine neue Ölpipeline demonstrieren. Alle vier Beiträge zeigen meisterhaft, wie die Politik des US-Präsidenten die amerikanische Gesellschaft verändert. Kerstin Zilm kommt ihren Protagonisten nah und gibt den Hörern die Möglichkeit, mehr über die Spaltung der USA zu erfahren.
- Digitaler Gewinner
https://www.nytimes.com/video/world/europe/100000005090433/libyan-migrant- bautzengermany.html
Ainara Tiefenthäler & Shane O'Neill: „Land des Guten | Asyl in Deutschland suchen und Hass finden“ 21. Sept., 14:09 Min.
Der diesjährige Digitalmedienpreis geht an Ainara Tiefenthäler und Shane O'Neill für ihren Film „Land of Good | Seeking Asylum in Germany, and Finding Hatred“, der auf der Website der New York Times im Rahmen der Reihe „Times Documentaries“ ausgestrahlt wurde. Der Film begleitet einen jungen Mann, der vor der Gewalt in Libyen flieht und im ostdeutschen Bautzen zum Brennpunkt des Konflikts wird. Die Autoren erzählen eine fesselnde Geschichte, die mit Feingefühl und Menschlichkeit die komplexen Herausforderungen rund um Einwanderung, Extremismus und soziale Polarisierung beleuchtet.



