{"id":17892,"date":"2025-04-24T20:00:43","date_gmt":"2025-04-24T18:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/riasberlin.org\/?p=17892"},"modified":"2025-08-22T17:52:05","modified_gmt":"2025-08-22T15:52:05","slug":"deutsche-journalismusstudenten-reflektieren-ihr-dreiwochiges-ria-erp-stipendium-in-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riasberlin.org\/de\/german-journalism-students-reflect-on-their-3-week-rias-erp-fellowship-in-the-usa\/","title":{"rendered":"Deutsche Studierende der Journalistik reflektieren ihr dreiw\u00f6chiges RIAS ERP-Programm in den USA"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"17892\" class=\"elementor elementor-17892\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-element elementor-element-41afbc39 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"41afbc39\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[]}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e4d9cf0 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"e4d9cf0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Hier sind die Eindr\u00fccke von zw\u00f6lf deutschen Studierenden der Journalistik im Rahmen eines dreiw\u00f6chigen Programms der RIAS Berlin Kommission in den USA. Die zw\u00f6lf Studenten verbrachten eine Woche gemeinsam in Washington, D.C., und daraufhin zwei Wochen in Gruppen von zwei bis drei Personen an f\u00fcnf verschiedenen Universit\u00e4ten. Ziel des Programms ist es, junge deutsche Journalismusstudierende mit angehenden Journalist*innen  in den USA in Kontakt zu bringen und voneinander \u00fcber die journalistische Ausbildung im jeweils anderen Land zu erfahren. \n\nDas Projekt wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWE) gef\u00f6rdert.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cb1a950 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"cb1a950\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"258\" height=\"342\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Scholz.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17897\" alt=\"Scholz\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Scholz.jpg 258w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Scholz-75x100.jpg 75w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Scholz-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Rosalie Elli Scholz, Hochschule Magdeburg-Stendal<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Mein Blick auf die USA hat sich ver\u00e4ndert. Es waren drei intensive Wochen, die noch lange nachklingen werden. Unsere Reise begann in Washington DC: Diese erste Woche war gepr\u00e4gt von Gespr\u00e4chen mit klugen Menschen aus Politik und Medien \u00fcber die aktuellen Herausforderungen des Journalismus in den Vereinigten Staaten. Es waren Gespr\u00e4che, die mich oft sprachlos und nachdenklich zur\u00fccklie\u00dfen. \u201eLand of the Free?\u201c  - es war einmal, scheint es. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie in einem Land, in dem Demokratie einst so gro\u00dfgeschrieben wurde, fundamentale Werte wie Presse- und Meinungsfreiheit an Wert verlieren. Was Hoffnung gibt, ist das Bewusstsein der Journalisten, sich von autorit\u00e4ren Kr\u00e4ften nicht einsch\u00fcchtern zu lassen \u2013auch das klang in den Gespr\u00e4chen mit. Die erste Woche hat mich daf\u00fcr sensibilisiert, mir meiner Verantwortung und Aufgabe als k\u00fcnftige Journalistin als kritische neutrale Beobachterin bewusst zu sein. Besonders gefreut habe ich mich auch \u00fcber die Gelegenheit, den Stamm der Mattaponi in Virginia zu besuchen und \u00fcber das Leben und die Herausforderungen der Native Americans zu lernen. \nNach einer Woche Hauptstadt ging es dann weiter ins Landesinnere nach Oklahoma \u2013 ein Kontrastprogramm.  Zwei Wochen haben wir hier vor allem am renommierten Gaylord College f\u00fcr Journalismus und Massenkommunikation an der University of Oklahoma verbracht. Hier wurden wir sehr herzlich von den Professoren und Studenten aufgenommen und haben Einblicke in das Campusleben erhalten. In OKC scheint es haben wir das \u201erichtige\u201c Amerika kennengelernt: ein von einem Farmbesuch, \u00fcber ein NBA-Spiel bis hin zum zucker- und fetthaltigen Essen war alles dabei, um sich richtig amerikanisch f\u00fchlen. Besonders dankbar bin ich f\u00fcr die Erfahrung, den Reporter Dacoda Wahpekeche einen Tag im State Capitol zu begleiten. \nVielen Dank RIAS, dass ich Teil dieser besonderen Reise sein durfte!<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4e18323 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"4e18323\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bef930e elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"bef930e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img decoding=\"async\" width=\"248\" height=\"324\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Dominick.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17908\" alt=\"Dominick\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Dominick.jpg 248w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Dominick-77x100.jpg 77w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Dominick-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Elena Dominick, Hochschule Hannover<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Seit ich 11 Jahre alt war, wollte ich Journalistin werden. Damals dachte ich, mit Worten kann man etwas bewegen. Mein naiver Idealismus ist inzwischen ins Wanken gekommen: das Vertrauen in die Medien sinkt, Populisten spalten unsere Gesellschaften und Fakten sind pl\u00f6tzlich Verhandlungsmasse. Kurz vor unserer Reise nach Washington \u00fcberschlagen sich die Ereignisse und Meldungen aus Washington: Entlassungen, missachtete Gerichtsurteile und Abschiebungen. \u201eFlood the zone with shit\u201c \u2013 der Plan scheint aufzugehen! Zugegeben, mir ist schon vor dem ersten Termin etwas schwindelig. Doch dann begegnen wir Menschen, die Hoffnung machen. Eine Woche lang nehmen sich Journalist:innen, Think Tanks und politische Akteure beeindruckend viel Zeit, unsere Fragen zu beantworten. Wir reden \u00fcber journalistische Verantwortung, wie Medien, Vertrauen zur\u00fcckgewinnen k\u00f6nnten, folgen gebannt Analysen \u00fcber Trumps zweiten Wahlsieg und warum es um die Opposition erstaunlich ruhig ist. \u201eDie drohende Verfassungskrise\u201c h\u00e4ngt wie ein Damoklesschwert \u00fcber fast jedem Gespr\u00e4ch. Die Stimmung ist unsicher und alarmiert \u2013 und trotzdem inspirierend. Uns sitzen Menschen gegen\u00fcber, die mit beeindruckender Klarheit f\u00fcr eine informierte \u00d6ffentlichkeit eintreten und deutlich machen: Es war nie wichtiger mit Fakten, Ausgewogenheit und Sorgfalt gegen Hetze und Spaltung anzutreten. Die darauffolgenden zwei Wochen in Tucson haben unser Host und seine Kolleg:innen mindestens genauso unvergesslich und lehrreich gemacht: vom Ausflug an die mexikanische Grenze, dem Besuch eines Firedepartments, dem Treffen der Gouverneurin von Arizona bis hin zu Linedancing, Ice Hockey und Ausfl\u00fcgen in die W\u00fcste. Wir durften durch das vielf\u00e4ltige Programm und die unz\u00e4hligen Begegnungen so viel \u00fcber dieses spannende und vielf\u00e4ltige Land lernen. Ich durfte Vorurteile loswerden und wieder einmal feststellen: Es lohnt sich, einander zuzuh\u00f6ren. Denn auch von Menschen, deren Weltanschauung weit von meiner entfernt ist, durfte ich einiges lernen. Mit jeder Frage, die sich beantwortet hat, kamen mindestens drei Neue auf und ich hoffe sehr es war nicht meine letzte Reise in die USA. Danke RIAS f\u00fcr diese einzigartige Erfahrung!<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fd1e8f7 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"fd1e8f7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b0e3632 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"b0e3632\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"302\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thum.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-17907\" alt=\"Thum\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thum.jpg 250w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thum-83x100.jpg 83w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thum-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Melvin Thum, Hochschule Magdeburg-Stendal<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Ein Krimi zur besten Sendezeit \u2013 so kann man wohl am anschaulichsten beschreiben, wie sich drei Wochen in Amerika zusammen mit RIAS angef\u00fchlt haben. Die Trump-Administration entzieht etlichen Journalisten die Akkreditierung f\u00fcr das Wei\u00dfe Haus, zieht nebenbei den\nAlien Enemies Act von 1798 heran, um Abschiebung zu rechtfertigen, unterzeichnet Gesetze per Dekret in Serie, und bei alledem kommt die Medienlandschaft kaum mit der Geschwindigkeit Trumps mit \u2013 und wir sitzen mittendrin. In unseren vielen Gespr\u00e4chen mit Journalisten h\u00f6rt man immer wieder Unsicherheit heraus. \u201eK\u00f6nnen wir noch in Zukunft aus dem Wei\u00dfen Haus berichten? Wie gewinnen wir das Vertrauen unseres Publikums wieder? Wie steht es um die Pressefreiheit? \u201c Nebenbei streicht die Trump-Administration massiv Gelder f\u00fcr Voice of America, stampft den Radiosender praktisch ein. Kaum angekommen, kehre ich Washington D.C. schon wieder den R\u00fccken und erlebe einen Szenenwechsel, der kontr\u00e4rer kaum sein k\u00f6nnte: von dichter Innenstadt in die Great Plains, Interstate-Highways, soweit das Auge reicht, Route 66 \u2013 Oklahoma. Ein tiefroter Bundesstaat,\nder vor allem von der Landwirtschaft und der \u00d6l- und Gasproduktion lebt. An der University of Oklahoma durfte ich den amerikanischen Campus-Alltag miterleben und nebenbei einen\nBlick in die beeindruckende Produktion der hauseigenen Nachrichtensendung \u201eOU Nightly\u201c werfen. Der Austausch mit amerikanischen Studierenden und Professor:innen war unglaublich eindrucksvoll. Im Oklahoma State Capitol erhielt ich die M\u00f6glichkeit, mit mehreren Abgeordneten intensive Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, und bin auch drau\u00dfen auf dem Land mit vielen zuvorkommenden Menschen in Kontakt gekommen. Wenn Washington und Oklahoma nur eine einzige Gemeinsamkeit haben, dann wiederholte die sich immer wieder mit demselben Wort: Unsicherheit. Wir leben in st\u00fcrmischen Zeiten, gepflastert mit Kriegen und Krisen. Viele Menschen f\u00fchlen sich ohnm\u00e4chtig, ungewiss sowie\nuneins, wie sich ihr Land weiterentwickeln soll. Es war unglaublich eindrucksvoll, in einer solchen Zeit die Staaten besuchen zu k\u00f6nnen. Selten haben sich drei Wochen so kurz angef\u00fchlt.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f94092e elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"f94092e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-acae7bb elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"acae7bb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"244\" height=\"314\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Beckmann.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17906\" alt=\"Beckmann\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Beckmann.jpg 244w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Beckmann-78x100.jpg 78w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Beckmann-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Max Beckmann, Hochschule f\u00fcr Medien Berlin<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">F\u00fcr mich war es die erste Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika in meinem Leben. Nun blicke ich auf drei spannende Wochen zur\u00fcck, in denen ich nicht nur viele inspirierende und wertvolle Begegnungen erlebt habe, sondern mir auch einen Eindruck der USA machen konnte. Die erste Woche in Washington war dabei definitiv ein Highlight: viele Menschen, gro\u00dfe Autos und breite Stra\u00dfen. \u00dcber die Woche gab es viel zu besprechen. Von einem Besuch bei NPR \u00fcber ein Treffen mit James Hohmann von der Washington-Post bis hin zu einem Besuch im Kapitol. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Gespr\u00e4ch mit Diego Sanchez, dem Direktor f\u00fcr Politik und Strategie der Pr\u00e4sidenten-Allianz. Eindrucksvoll hat dieser die Herausforderungen f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund in den Staaten beschrieben. JJ Green von WTOP ermutigt dar\u00fcber hinaus trotz des gesellschaftlichen und politischen Drucks, der derzeit auf Journalist:innen liegt, stark zu bleiben und sich weiterhin f\u00fcr Unabh\u00e4ngigkeit und Fakten einzusetzen. \nBefl\u00fcgelt mit dem Flair der Hauptstadt ging es dann nach Bloomington in Indiana. Dort habe ich zwei Wochen an der Indiana University verbracht. In der f\u00fcr amerikanische Verh\u00e4ltnisse kleinen Stadt konnte ich mit Menschen abseits der Politik und des Hauptstadtjournalismus sprechen. Viele praktische Einblicke haben sich durch die Radio- und TV-Station WFIU\/WTIU ergeben, in der ich zwei Wochen zusammen mit Kean Kalinowski Radio-Sendungen und TV-Aufzeichnungen beiwohnen konnte. Mich hat \u00fcberrascht, wie gut die Universit\u00e4t technisch ausgestattet war, wie viele unterschiedliche Menschen dort zusammenkommen und wie stark das Uni-Leben in den Alltag integriert wird. \nInsgesamt habe ich nun ein besseres Verst\u00e4ndnis der USA, mir ein Bild der politischen Lage vor Ort machen k\u00f6nnen und gro\u00dfartige Menschen kennengelernt, mit denen ich \u00fcber die Grenzen hinweg im Austausch bin. Besonders bedanken m\u00f6chte mich bei Christina, Pam und Chris f\u00fcr die Organisation der Reise. Au\u00dferdem geht ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an Sara f\u00fcr das Organisieren der zwei Wochen in Bloomington. Zuletzt m\u00f6chte ich aber insbesondere zwei Studentinnen aus Bloomington erw\u00e4hnen, ohne die ich nicht so komfortabel mit dem Auto von Termin zu Termin gekommen w\u00e4re sowie eine gro\u00dfartige Einbindung in das American Life vor Ort erhalten h\u00e4tte. Vielen Dank Isabella und Elyse!<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4273a85 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"4273a85\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-193f74f elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"193f74f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"238\" height=\"330\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hene.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17905\" alt=\"Hene\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hene.jpg 238w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hene-72x100.jpg 72w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hene-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Marianna Hene, Hochschule Magdeburg-Stendal<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Als wir Mitte M\u00e4rz in Washington ankommen, ist die USA ein wilder Ort.  Donald Trum ist seit ein paar Monaten wieder Pr\u00e4sident. Wenige Tage zuvor ist ein Treffen zwischen ihm und dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selensky im Wei\u00dfen Haus eskaliert. Gleichzeitig beginnt ein neuer Handelskonflikt mit China. Auch innenpolitisch herrscht Unruhe: Bestimmten Journalisten wird der Zugang zum wei\u00dfen Haus verwehrt und es herrschen landesweite Proteste.\nEine hochspannende Zeit um als Journalistin vor Ort zu sein. In der ersten Woche in Washington besuchen wir verschiedene Newsrooms und sprechen mit den unterschiedlichsten Menschen. Redaktionen, Korrespondenten, Abgeordneten. Die Gespr\u00e4che sind offen, vielschichtig \u2013 aber oft auch bedr\u00fcckend. Die Pressefreiheit steht unter Druck, das politische Klima ist angespannt, die Gesellschaft gespalten. Ich f\u00fchle mich in einer kleinen Blase wieder. Eine Gruppe von Menschen, die auf Missst\u00e4nde aufmerksam machen will, die wirklich etwas bewegen m\u00f6chte \u2013 und nicht genug Geh\u00f6r bekommt. Mir wird in diesen Tagen klar: Journalismus braucht mehr Miteinander. Auch und gerade transatlantisch. Denn auf beiden Seiten geht es um dasselbe \u2013 aufkl\u00e4ren, sichtbar machen, erz\u00e4hlen, was ist.\nNach einer intensiven Woche in Washington geht es weiter \u2013 f\u00fcr mich an die University of Oklahome. W\u00e4hrend die Hauptstadt noch vertraut, fast europ\u00e4isch wirkt, ist Oklahoma das Klischee-Amerika: Cowboys, Waffen, Fast-Food-Ketten. Alles ist mindestens doppelt so gro\u00df wie in Deutschland. Ob M\u00fcslipackungen, Autos oder die Entfernungen.\nWir lernen viel \u00fcber das Uni-Leben vor Ort. Die Uni produziert montags bis freitags \u201eOU Nightly\u201c, eine Nachrichtensendung, komplett gemacht von Studierenden. Wir blicken hinter die Kulissen der Redaktion, besuchen eine Highschool, sprechen \u00fcber Bildungspolitik in einem Bundesstaat, der in nationalen Rankings meist auf den letzten Pl\u00e4tzen landet. Auch das war ein ehrlicher und eindr\u00fccklicher Moment. \nNach zwei Wochen f\u00e4llt der Abschied schwerer als gedacht. Ich nehme viele Eindr\u00fccke mit \u2013 und noch mehr offene Fragen. Klar ist nur: Ich will wiederkommen. Danke, RIAS, f\u00fcr diese Einblicke.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d3d2e29 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"d3d2e29\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ec940b0 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"ec940b0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"238\" height=\"316\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kalinowski.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17904\" alt=\"Kalinowski\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kalinowski.jpg 238w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kalinowski-75x100.jpg 75w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kalinowski-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Kean Kalinowski, Freie Universit\u00e4t Berlin<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Das RIAS-Programm f\u00fchlte sich an, als w\u00fcrde man f\u00fcr drei Wochen in eine andere Realit\u00e4t eintauchen. Was diesen Austausch so besonders machte, war seine Tiefe und Vielseitigkeit. In Washington D.C. bekamen wir Einblicke zu Journalisten und oft auch in Redaktionen wie CNN, NPR, NBC, WTOP Radio und der Washington Post. Wir trafen Journalisten im Presseteam des Wei\u00dfen Hauses und sprachen mit Vertretern von Think Tanks wie dem Cook Political Report oder New America. Selbst der Besuch bei einem indigenen Stamm und in der Deutschen Botschaft zeigte, wie breit das Programm aufgestellt war. \nMindestens genauso pr\u00e4gend war das Miteinander unter uns RIAS-Teilnehmern. Wir fanden schnell zueinander, gingen zusammen essen, besuchten Museen und Comedyshows, diskutierten nach den Terminen oft tiefgr\u00fcndig weiter. Die Zeit war gepr\u00e4gt von viel Herzlichkeit und Offenheit. Das dabei entstandene Gemeinschaftsgef\u00fchl, reicht \u00fcber das Programm hinaus. \nAn der Indiana University in Bloomington bekamen wir dann zwei Wochen lang praktische \u201eHands-on\u201c-Erfahrung. Wir begleiteten das Campus Radio zu Interviews mit einem Friedensnobelpreistr\u00e4ger und einem Abgeordneten, wurden live im Radio interviewt und produzierten eigene Beitr\u00e4ge. In Kursen lernten wir, mit Telepromptern zu arbeiten, besch\u00e4ftigten uns mit Medienrecht, Ethik, Marketing, investigativem Journalismus und konnten so in den Unialltag eintauchen. \nAbgerundet wurde das Ganze durch Baseballspiele, Gespr\u00e4che mit amerikanischen Studierenden und spontane kleine Abenteuer vor Ort. RIAS hat mir nicht nur einen intensiven Einblick in den US-Journalismus gegeben, sondern auch gezeigt, wie inspirierend kollegialer Austausch sein kann.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5a873f9 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"5a873f9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0fba259 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"0fba259\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"246\" height=\"326\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Minks.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17900\" alt=\"Nerze\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Minks.jpg 246w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Minks-75x100.jpg 75w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Minks-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Jette Minks, Hochschule Magdeburg-Stendal<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">What a ride! Drei Wochen USA, sechs Bundesstaaten, zahlreiche Begegnungen und das alles zu einer Zeit, die aufregender und unvorhersehbarer nicht sein k\u00f6nnte. Die Nachrichten, die man sonst nur p\u00fcnktlich um 20 Uhr auf dem Sofa verfolgt und die so weit entfernt scheinen, geschehen jetzt nur wenige Meter entfernt in Echtzeit. Unsere erste Woche in Washington hat gezeigt, wie gespalten und wie angespannt das Land auf sich selbst schaut, wie Journalisten um ihre Zukunft bangen und wie sich die USA momentan in einer Schnelligkeit ver\u00e4ndern, die kaum zu fassen ist. Gespr\u00e4che mit Journalisten von unter anderem WTOP, CNN, NPR und NBC haben meine Sicht auf die Bedeutung des Journalismus f\u00fcr eine stabile Demokratie ver\u00e4ndert. Um die Freiheit, die wir in Deutschland oftmals f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halten, wird dort mittlerweile gebangt. Doch f\u00fcr die Zukunft des Journalismus in den USA gibt es auch einen Lichtblick. Diesen habe ich an einem Ort gefunden, an dem man es wahrscheinlich erstmal nicht erwartet \u2013 n\u00e4mlich in Nebraska. An der University of Nebraska in Lincoln durfte ich zwei Wochen Journalismus-Studierende bei ihrer Arbeit begleiten, habe gesehen mit welchem Eifer und Optimismus Nachrichten gemacht werden und wie auch sie sich der kritischen Lage bewusst sind. Als jemand, der aus dem l\u00e4ndlichen Raum in Sachsen-Anhalt kommt, f\u00fchlte sich Nebraska mit seinen endlos scheinenden Feldern fast an wie zu Hause. Dieses Gef\u00fchl wurde durch die unglaublich offenen und freundlichen Menschen mit ihrem \u201eNebraska Nice\u201c nur verst\u00e4rkt. Ich kann gar nicht mehr z\u00e4hlen, mit wie vielen Leuten ich gesprochen habe, wie viele verschiedene Lebenswege ich kennengelernt und wie viele unterschiedliche Blickwinkel erfahren habe. Drei Wochen USA, sechs Bundesstaaten und zahlreiche Begegnungen, die mein Blick auf dieses Land, das immer so weit entfernt erschien, ver\u00e4ndert und gepr\u00e4gt haben.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a7c9edd elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"a7c9edd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-07108a7 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"07108a7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"248\" height=\"352\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schmitt.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17899\" alt=\"Schmitt\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schmitt.jpg 248w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schmitt-70x100.jpg 70w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schmitt-8x12.jpg 8w\" sizes=\"(max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Jan S\u00f6ren Schmitt, Hochschule Magdeburg-Stendal<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Eine chaotische Zeit in einem sehr interessanten Land! Jeden Tag eine neue Nachricht aus dem Wei\u00dfen Haus. Die journalistische Arbeit ist deutlich anstrengender, als es unter Pr\u00e4sident Joe Biden der Fall war. Nur wenige Tage nachdem wir alle Fragen der Passkontrolleure am Flughafen beantwortet haben, machte die Nachricht die Runde, dass eine deutsche Studentin an der Einreise gehindert worden sei und in Abschiebegewahrsam kam. Bei mir machte sich etwas Beklommenheit, aber auch Erleichterung breit, dass ich es trotz strikter Einreisebestimmungen durch die Kontrolle geschafft habe. Erstmals musste ich mir mit deutschem Reisepass Gedanken machen. Dennoch: Washington D.C. ist eine Erfahrung, die jeder politisch Interessierte gemacht haben sollte. Wir hatten pr\u00e4gende Gespr\u00e4che mit Menschen aus Politik und Journalismus. Auch haben wir Menschen gesprochen, die als staatliche Angestellte k\u00fcrzlich ihren Job verloren hatten. Eine Woche voller Eindr\u00fccke schien nicht zu reichen in der Stadt, in der Weltpolitik neu geordnet wird. \nVom milden Norden ging es weiter nach Tucson ins warme Arizona mit seinem unvergleichlichen Campusleben. Achtung: Bereits im M\u00e4rz k\u00f6nnen es bis zu 97\u00b0 Fahrenheit (ca. 36\u00b0C) werden. Durch Nationalparks ges\u00e4umt von Kakteen und brillantes mexikanisches Essen verspr\u00fcht die Stadt s\u00fcdamerikanisches Flair. Zumsch\u00f6nen Aufenthalt haben auch die Kollegen und Kolleginnen von AZPM beigetragen, die uns die Region, die Lokalpolitik und die Medienarbeit in der Region gezeigt haben. Besten Dank an unseren Host Buzz sowie an Sophia, Hannah, Zac und das ganze Team! Abseits des Senders und des Campus hat Tucson mit einer vielf\u00e4ltigen Barszene \u00fcberzeugt. Und in Bars finden die Gespr\u00e4che statt, auf die es wirklich ankommt. Denn hier ist jeder Mensch gleich und erz\u00e4hlt dir von Tr\u00e4umen, Freud\u2018 und Leid. Hier habe ich gelernt, was viele Menschen, die sich in der medialen Debatte nicht repr\u00e4sentiert f\u00fchlen, eigentlich besch\u00e4ftigt. Von Protestierenden gegen die \u201eBroligarchie\u201c bis hin zu Trump-Sympathisanten habe ich alle getroffen. Gastfreundlich empfangen wurde ich von jedem.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-57ed92a elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"57ed92a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-57e0610 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"57e0610\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"242\" height=\"328\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kirchner.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17902\" alt=\"Kirchner\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kirchner.jpg 242w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kirchner-74x100.jpg 74w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kirchner-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">David Kirchner, JGU Mainz\/Sorbonne Nouvelle Paris<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Es ist schon etwas sehr Amerikanisches, eine dreiw\u00f6chige Reise auf den einen Moment runterbrechen zu m\u00fcssen, der einfach ALLES erkl\u00e4rt beziehungsweise enth\u00e4lt. Eine fast unl\u00f6sbare Aufgabe f\u00fcr einen Europ\u00e4er, aber das war meinen angenehm neugierigen US-amerikanischen Gespr\u00e4chspartner*innen egal, die mich immer wieder aufs Neue fragten, was denn jetzt der eine, der beste Augenblick meines ersten Aufenthalts in den USA gewesen sei. Und um diese also nicht zu entt\u00e4uschen, legte ich mir eine Strategie zurecht, die darin bestand, jedes Mal eine andere Antwort zu geben. Darum jetzt hier eine Liste meiner f\u00fcnf besten Momente: Mein einziges l\u00e4ngeres Gespr\u00e4ch mit einem Trump-Fan, einem Uber-Fahrer auf dem Weg von Athens, Georgia nach Atlanta, der mir erst erkl\u00e4rte, dass er in dem Moment auswandern w\u00fcrde, in dem nochmal ein Demokrat Pr\u00e4sident wird, und danach, ganz frei von Ironie, meinte: \u201eDemokraten k\u00f6nne er nicht w\u00e4hlen, die seien ja alle Narzissten.\u201c ; Mein kulinarisches S\u00fcdstaaten-Highlight: Ein fantastisches BBQ mit Jana und RIAS Fellow Faith bei Fat Matt\u2019s Rib Shack in Atlanta. ; Das erhellende und offene Gespr\u00e4ch mit James Hohman, dem Journalisten der Washington Post, der damals das auf Gehei\u00df von Jeff Bezos nicht-ver\u00f6ffentlichte \u201eEndorsement\u201c f\u00fcr Kamala Harris aufgeschrieben hatte, und sich (trotzdem) ganz bewusst daf\u00fcr ausspricht, weiter bei der WP zu bleiben. ; Der Besuch der NPR-Redaktionsr\u00e4ume in DC, inklusive der Musikredaktion, wo der weltber\u00fchmte \u201eTiny Desk\u201c steht. ; Der leicht galgenhumorige, aber dennoch zuversichtliche Spirit, der in der Redaktion des lokalen Radiosenders WABE in Atlanta herrscht, und f\u00fcr mich stellvertretend f\u00fcr das niemals aufsteckende Gem\u00fct aller US-amerikanischen Journalist*innen steht, die ich in den USA getroffen habe; Keep up the very good and important work! \nAbschlie\u00dfend m\u00f6chte ich mich nochmal ausdr\u00fccklich bei der RIAS Berlin Kommission f\u00fcr dieses hervorragend organisierte, erfahrungsreiche und einzigartige Programm bedanken.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1fcf5cf elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"1fcf5cf\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4aaa48f elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"4aaa48f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"242\" height=\"302\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Duenkler.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17901\" alt=\"D\u00fcnkler\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Duenkler.jpg 242w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Duenkler-80x100.jpg 80w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Duenkler-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Clara D\u00fcnkler, Universit\u00e4t Leipzig<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">\u201eNebraska Friendly\u201c \u2013 das ist nicht nur eine Redensart, sondern auch unsere Erfahrung. Mit offenen Armen wurden wir an der University of Nebraska in Lincoln empfangen. Wie wir denn ausgerechnet im mittleren Westen der USA gelandet seien? Diese Frage war immer die erste, die uns \u201eGermans\u201c, gestellt wurde. Nebraska ist gew\u00f6hnlich nicht das Urlaubsziel Nummer eins, aber deswegen waren wir ja auch nicht da. Wir wollten in den drei Wochen RIAS-Programm verschiedene Seiten der USA kennenlernen. Und gibt es ein besseres Kontrastprogramm, als erst Washington D.C. zu besuchen und dann Nebraska, wo es dreimal so viele K\u00fche wie Menschen gibt? Ich glaube nicht. So viel sei gesagt: von wegen \u201eFlyoverstate\u201c! \nWir bekamen viele Einblicke: ein Besuch bei der Uni eigenen Nachrichtensendung, eine Fahrt aufs Land zu Lokaljournalist:innen und eine Gesetzesverhandlung im Statecapitol. Auch der Sport durfte nicht zu kurz kommen, denn der steht bei vielen in Nebraska an erster Stelle (Go Big Red!). Zwar war gerade keine Football-Saison, aber ein Baseballspiel gab es doch zu sehen \u2013 mangels genauerer Regelkenntnisse beschlossen wir, dass das eigentlich Brennball ist. \nIn Nebraska f\u00fchlt sich alles weit weg an. Fast fiel es leicht zu vergessen, was gerade im Wei\u00dfen Haus passiert. Nur einmal begegneten wir einer Gruppe von zehn Demonstrant:innen, die sich gegen die Trump-Regierung positionierten. \nEin Kontrast zu unserer ersten Woche in Washington D.C. Die Journalist:innen, mit denen wir sprachen (unter anderem npr, CNN, Washington Post), berichteten von der Nachrichtenflut an t\u00e4glich neuen pr\u00e4sidialen Dekreten und der Herausforderung f\u00fcr sie als \u201elegacy media\u201c. Die gr\u00f6\u00dfte Sorge bei vielen: Pr\u00e4sident Trump k\u00f6nnte Entscheidungen der Gerichte ignorieren. Eine aufw\u00fchlende Zeit, die die USA gerade durchmacht. Dank RIAS konnten wir das hautnah miterleben.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-67720c6 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"67720c6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6c8a8e2 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"6c8a8e2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"238\" height=\"294\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Engler.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17898\" alt=\"Engler\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Engler.jpg 238w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Engler-81x100.jpg 81w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Engler-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Katrin Engler, Freie Universit\u00e4t Berlin<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">\u201ePlease tell your German friends, we are not all like this!\u201c \u2013 Diesen Satz habe ich auf meiner Reise durch die USA \u00f6fter geh\u00f6rt, als ich z\u00e4hlen kann. Die Menschen, denen ich begegnet bin, waren offen, interessiert und \u2013 ehrlich gesagt \u2013 total begeistert davon, mit jemandem aus Deutschland zu sprechen. Fast ein bisschen zu begeistert.\nWas mich nachhaltig beeindruckt hat: die Art, wie amerikanische Journalistinnen \u00fcber ihre Kolleginnen sprechen. Da wird gelobt, unterst\u00fctzt, empfohlen \u2013 ohne Neid, ohne Zynismus. Wenn wir das bei uns nur halb so oft t\u00e4ten, w\u00e4re der Medienalltag wahrscheinlich ein ganzes St\u00fcck freundlicher.\nLokaljournalismus in Arizona ist nochmal eine andere Nummer. \u201eLokal\u201c bedeutet dort: drei Stunden Autofahrt durch endlose Kakteenlandschaft. Und ja, die war genauso eindrucksvoll, wie sie klingt. Besonders h\u00e4ngen geblieben ist mir der Besuch an der mexikanischen Grenze. Die massiven Befestigungen dort haben mich schockiert \u2013 sie erinnern in Struktur und Wirkung stark an die Berliner Mauer, inklusive Todesstreifen. Nur scheint man sich hier deutlich weniger daf\u00fcr zu sch\u00e4men.\nDiese Reise war intensiv. Voller Widerspr\u00fcche, aber auch voller inspirierender Gespr\u00e4che. Und sie hat mir nochmal gezeigt, wie wertvoll echter Austausch ist \u2013 beruflich wie menschlich.\nGanz besonders dankbar bin ich f\u00fcr die unglaublich herzliche Aufnahme durch unseren Gastgeber Buzz Conover und das gesamte Team der News-Station. Ihre Offenheit und W\u00e4rme haben diese Erfahrung unvergesslich gemacht.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fdb6e70 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"fdb6e70\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a098d54 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"a098d54\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"248\" height=\"326\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Herrmann.png\" class=\"attachment-full size-full wp-image-17903\" alt=\"Herrmann\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Herrmann.png 248w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Herrmann-76x100.png 76w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Herrmann-9x12.png 9w\" sizes=\"(max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Jana Herrmann, Hochschule Magdeburg-Stendal<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">\u201eGod bless the USA\u201c \u2013 steht in riesigen Lettern auf einem Highway-Plakat irgendwo au\u00dferhalb von Washington, D.C. Darunter: Jesus, der sch\u00fctzend seine H\u00e4nde \u00fcber Donald Trump h\u00e4lt. Willkommen in Amerika! Drei Wochen lang reiste ich mit Kommilitonen der Journalismus-Studierenden quer durch die USA \u2013 mitten in den politischen Umbruch. Das alles live mitzuerleben, f\u00fchlte sich ein bisschen an wie Serienmarathons, bei denen jede Folge absurder, aber auch spannender wird. Folge eins: Washington, D.C. Eine Woche lang eilten wir von einem Termin zum n\u00e4chsten \u2013 von Think-Tank-Gespr\u00e4chen \u00fcber Wahlprognosen bis hin zu Fragerunden mit Journalisten gro\u00dfer Nachrichtenagenturen, bei denen es um Polarisierung, Objektivit\u00e4t und die Zukunft des Journalismus ging. Die Debatten waren hitzig, die R\u00e4ume eiskalt \u2013 Klimaanlagen sind hier fast eine heilige Institution. Die Stimmung in der Hauptstadt war angespannt, aber entschlossen. Niemand will sein Land kampflos aufgeben. Mein pers\u00f6nliches Highlight: ein Besuch beim Stamm der Mattaponi, dessen bundesstaatliche Anerkennung am seidenen Faden h\u00e4ngt. Folge zwei: Kaum angekommen, packe ich schon wieder meinen Koffer \u2013 diesmal f\u00fcr den erzkonservativen Bundesstaat Georgia im S\u00fcden. Ich treffe herzliche, gastfreundliche Menschen, die mit riesigen Trucks zur Uni fahren (Gr\u00f6\u00dfe: mindestens 1,30 Meter), laufe \u00fcber einen Campus wie aus einem Highschool-Film und sp\u00fcre am eigenen Leib, dass der Zugang zu Bildung in den USA oft eine Frage des Geldes ist. Das Staffelfinale: Eine Woche in Atlanta, Georgias Hauptstadt, der Geburtsst\u00e4tte der Trap-Musik \u2013 und von Martin Luther King. Zwischen einer Megakirche in einem alten M\u00f6bellager, klassischem S\u00fcdstaaten-Barbecue und den historischen St\u00e4tten der B\u00fcrgerrechtsbewegung wird einmal mehr deutlich, wie eng hier Extreme nebeneinander existieren. Nun bin ich wieder zu Hause \u2013 doch mein Kopf schwebt noch immer irgendwo zwischen DC und Georgia und sucht nach den richtigen Worten. Danke, RIAS, f\u00fcr drei intensive, verr\u00fcckte und unglaublich spannende Wochen, die ich nie vergessen werde.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zw\u00f6lf deutsche Journalismusstudenten teilen ihre Erkenntnisse aus einem dreiw\u00f6chigen RIAS ERP-Stipendium in den USA. 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