{"id":20872,"date":"2026-04-09T12:06:34","date_gmt":"2026-04-09T10:06:34","guid":{"rendered":"https:\/\/riasberlin.org\/?p=20872"},"modified":"2026-04-09T14:57:34","modified_gmt":"2026-04-09T12:57:34","slug":"erfahrungsberichte-von-zwolf-deutschen-journalisten-uber-ihren-zweiwochigen-rias-stipendiatenaufenthalt-in-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riasberlin.org\/de\/testimonials-of-twelve-german-journalists-about-their-two-week-rias-fellowship-in-the-usa\/","title":{"rendered":"Erfahrungsberichte von 12 deutschen Journalisten \u00fcber ihren zweiw\u00f6chigen RIAS-Stipendienaufenthalt in den USA"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"20872\" class=\"elementor elementor-20872\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-element elementor-element-41afbc39 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"41afbc39\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[]}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cb1a950 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"cb1a950\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"397\" height=\"485\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-20883\" alt=\"Felix-Website\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite.jpg 397w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite-82x100.jpg 82w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 397px) 100vw, 397px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Leander L\u00f6we, ARD, Hamburg<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Das RIAS-Journalistenprogramm war schon jetzt das Beste, was mir im Jahr 2026 passieren konnte. Von eindrucksvollen Diskussionen \u00fcber die aktuelle US-Politik rund um den Iran-Krieg und die Vorbereitung der Midterm-Elections, bis hin zum direkten Vergleich journalistischer Arbeitsweisen (etwa bei der New York Times, Telemundo oder NPR) nehme ich nun sehr viel Neues mit in meinen Redaktionsalltag bei der ARD. Viele der Termine haben mir geholfen, die Situation im Wei\u00dfen Haus und der Presse vor Ort besser zu verstehen \u2013 eine Erfahrung, die f\u00fcr Journalisten am Schreibtisch in Deutschland extrem wichtig ist. Besonders meine Station Days bei abc15 in Arizona haben meinen Horizont erweitert. Obwohl ich in meiner Karriere schon einiges erlebt habe, w\u00fcrde ich sagen, dass diese drei Tage zu den einpr\u00e4gsamsten meines bisherigen Berufslebens geh\u00f6ren. Phoenix und den historischen \u201eWilden Westen\u201c aus heutiger Perspektive (im 21. Jahrhundert) zu erleben; zu verstehen, weshalb ein urspr\u00fcnglich stark republikanisch gepr\u00e4gter Swing State pl\u00f6tzlich demokratisch w\u00e4hlt; die Hitze der W\u00fcste im Kontrast zum fr\u00f6stelnden New York zu f\u00fchlen \u2013 all das hat den Aufenthalt f\u00fcr mich unvergesslich gemacht. Abgerundet wurde das Programm durch einen postkolonialen Blick auf die USA \u2013 sowohl mit Native Americans im Mattaponi-Reservat in Virgina als auch mit African Americans im Lest Not Forget Slavery Museum in Philadelphia. Dieser Austausch zeigte sehr eindr\u00fccklich die bis heute vorhandenen H\u00fcrden marginalisierter Bev\u00f6lkerungsgruppen auf. Die RIAS-Reise war rundum super organisiert, wir waren eine toll zusammengew\u00fcrfelte Gruppe und konnten viele Fragen (inklusive Follow-ups) stellen und so unsere eigenen Schwerpunkte vertiefen. Zu einer Bewerbung kann ich nur ermutigen.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4e18323 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"4e18323\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bef930e elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"bef930e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img decoding=\"async\" width=\"397\" height=\"507\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AVB-1.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20881\" alt=\"AVB\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AVB-1.jpg 397w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AVB-1-78x100.jpg 78w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AVB-1-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 397px) 100vw, 397px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Angela van Brakel, Seven One, M\u00fcnchen<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">\u201eEs ist, als w\u00e4re Bj\u00f6rn H\u00f6cke unser Bundeskanzler.\u201c \u201eOh nein, die USA sind nicht l\u00e4nger ein Land, sondern zwei.\u201c \u201eWir sind von dieser Regierung und dem Fortschritt des Projekts 2025 begeistert. Alles l\u00e4uft nach Plan.\u201c\nDas sind S\u00e4tze, die nachhallen. S\u00e4tze, die beunruhigen. S\u00e4tze, die noch lange im Ged\u00e4chtnis bleiben, nachdem sie ausgesprochen wurden. Das liegt nicht nur am Inhalt, sondern auch am Kontext, in dem sie gefallen sind. Wir waren in R\u00e4umen, die nur selten zug\u00e4nglich sind: Vertrauliche Gespr\u00e4che mit Thinktanks, Anw\u00e4lten und Politikern sowie mit Journalisten, die seit Jahrzehnten \u00fcber das Wei\u00dfe Haus berichten. Und all diese Begegnungen fanden in einem Land statt, das sich im Krieg befindet und kurz vor den \u201eMidterms\u201c - den Zwischenwahlen - steht.  Die Fragen kamen Schlag auf Schlag, genau wie die Nachfragen. Die Zeit verging wie im Flug. Die Diskussionen wurden immer intensiver. Es waren dabei keine einstudierten Narrative, die wir h\u00f6rten, sondern unverf\u00e4lschte Einblicke in eine Nation, die mit sich selbst ringt.\nEin weiterer Moment war f\u00fcr mich pers\u00f6nlich ganz besonders: ein Gespr\u00e4ch mit einer Produzentin von \u201eThe Daily\u201c, einem der erfolgreichsten Podcasts der Welt. Als jemand, der erst vor Kurzem selbst einen Podcast gestartet hat, f\u00fchlte sich diese M\u00f6glichkeit beinahe surreal an. Praktische Ratschl\u00e4ge, Einblicke hinter die Kulissen und kleine, aber entscheidende Tipps - es war die Art von Austausch, die selten ist und gerade deshalb in Erinnerung bleibt. \nW\u00e4hrend der Reise besch\u00e4ftigte mich eine Frage ganz besonders: Was passiert mit dem Journalismus in einer Zeit, in der viele Zuschauerinnen und Zuschauer eher nach Best\u00e4tigung als nach Information suchen? Die anschlie\u00dfenden Gespr\u00e4che, sei es im bei Fernseh- oder Radiosendern oder beim Abendessen mit amerikanischen Kollegen, waren durchweg erhellend. Sie zeigten nicht nur Unterschiede in den Arbeitsweisen, sondern auch bemerkenswerte Gemeinsamkeiten bei den Herausforderungen auf, mit denen wir in Deutschland konfrontiert sind. \nZwei Wochen. Vier St\u00e4dte. Unz\u00e4hlige Erfahrungen und Eindr\u00fccke. Es waren Tage, die so erlebnisreich waren, dass ich jeden Abend meine Gedanken niederschrieb, damit sie nicht verblassen. Was bleibt, ist Dankbarkeit: f\u00fcr das Journalistenprogramm der RIAS Berlin Kommission, f\u00fcr die Chance, den Zugang, das Gelernte, die Menschen, die diese Zeit unvergesslich gemacht haben und die \u00dcberzeugung, dass all das uns zu besseren Journalisten machen wird. \nEin riesiges Dankesch\u00f6n daf\u00fcr an Christoph, Pam und Christina.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fd1e8f7 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"fd1e8f7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b0e3632 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"b0e3632\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img decoding=\"async\" width=\"2283\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rias_Vanessa_1-scaled.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20890\" alt=\"Rias Vanessa 1\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rias_Vanessa_1-scaled.jpg 2283w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rias_Vanessa_1-89x100.jpg 89w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rias_Vanessa_1-768x861.jpg 768w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rias_Vanessa_1-1370x1536.jpg 1370w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rias_Vanessa_1-1826x2048.jpg 1826w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rias_Vanessa_1-11x12.jpg 11w\" sizes=\"(max-width: 2283px) 100vw, 2283px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Vanessa Materla, RBB, Berlin<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Ein Mittwoch in Washington, DC: Der Tag startet mit Bagels und Kaffee bei Telemundo \u2013 wir sprechen dar\u00fcber, wie sie den Druck aushalten, den die Korrespondenten des Wei\u00dfen Hauses aktuell durch Politik und Gesellschaft erfahren. N\u00e4chster Stop: Studio von ARD und Deutsche Welle. Vor welchen Herausforderungen stehen die deutschen Kolleg:innen bei ihrer Berichterstattung? Beim American-German-Institute sprechen wir im Anschluss dar\u00fcber, die die deutsche Regierung aktuell in den USA wahrgenommen wird \u2013 um danach beim Cook Report erste Einsch\u00e4tzungen f\u00fcr die Midterms abzufragen. Bei Spectrum News stellt sich ein republikanischer Senator unseren Fragen. Letzter Programmpunkt: Bei einer Rooftop Bar einen Tisch mit Blick auf das Wei\u00dfe Haus ergattern. Dieser Tag zeigt \u2013 stark verk\u00fcrzt \u2013 spannendes und abwechslungsreiches Programm uns in den zwei Wochen USA-Aufenthalt geboten wurde. Wir hatten interessante (Hintergrund-)Gespr\u00e4che und Diskussionen mit diversen Think Tanks, Meinungsforschern, Journalisten, Anw\u00e4lten, Politikern, Kollegen. Aber auch: mit Mitgliedern des Mattaponi-Tribes, mit einem \u00dcberlebenden und Helfer von 9\/11, mit Angeh\u00f6rigen eines j\u00fcdischen Berichterstatters der N\u00fcrnberger Prozesse \u2013 und nat\u00fcrlich: mit vielen tollen RIAS-Alumni \u2013 in Washington, New York und Philadelphia. F\u00fcr unsere Station Days wurden wir weiter quer durchs Land geschickt. Ich hatte die Chance, die Investigativ-Reporterin Yami Virgin bei ihren Recherchen f\u00fcr FOX SA in San Antonio, Texas, zu begleiten. In nur zwei Wochen \u2013 die so ereignis- und lehrreich waren wie mehrere Monate \u2013 habe ich einmalige Einblicke in die journalistische Arbeit und Politiklandschaft der USA bekommen. Mein Highlight: Die Gruppe, mit der ich diese zwei Wochen verbringen durfte. Mein Herz ist voll von dieser eindr\u00fccklichen Zeit, den spannenden Erfahrungen und den gro\u00dfartigen Menschen, die ich dank RIAS treffen durfte.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f94092e elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"f94092e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-acae7bb elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"acae7bb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1382\" height=\"1382\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/JaafarWashington.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20887\" alt=\"JaafarWashington\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/JaafarWashington.jpg 1382w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/JaafarWashington-100x100.jpg 100w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/JaafarWashington-768x768.jpg 768w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/JaafarWashington-12x12.jpg 12w\" sizes=\"(max-width: 1382px) 100vw, 1382px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Jaafar Abdul Karim, Deutsche Welle, Berlin<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Es gibt Reisen, an die man sich wegen der Orte erinnert, die man gesehen hat. Und es gibt Reisen, an die man sich erinnert, weil sie einen ver\u00e4ndert haben. F\u00fcr mich war das RIAS Transatlantic Fellowship eindeutig Letzteres.\nBevor ich meine Reise im Rahmen des RIAS Transatlantic Fellowship antrat, geh\u00f6rten Namen wie The New York Times, CPJ, Pew Research, The Heritage Foundation, das Center for American Progress, NPR, Voice of America, NOTUS, Telemundo, Ballard Spahr, das Deutsch-Amerikanische Institut oder auch Treffen mit US-Senatoren zu einem vertrauten \u00f6ffentlichen Vokabular. Es waren Institutionen, die Debatten pr\u00e4gen, Narrative formen und beeinflussen, wie Amerika mit und \u00fcber sich selbst sowie mit der Welt spricht. Doch in diesen zwei Wochen wurden sie etwas ganz anderes. Sie wurden zu Gesichtern, zu Gespr\u00e4chen, zu Momenten, die mich noch lange begleiteten, nachdem wir den Raum l\u00e4ngst verlassen hatten.\nWas das Fellowship so einmalig machte, waren nicht allein die Besuche, sondern die Vielfalt an Perspektiven, die es er\u00f6ffnete. Jedes Treffen \u00f6ffnete eine weitere T\u00fcr, und hinter jeder schien eine neue Stimme Amerikas zu warten \u2014 Stimmen, die einander oft widersprachen, sich herausforderten oder dieselbe Realit\u00e4t aus vollkommen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachteten. Der Rhythmus dieser Begegnungen war intensiv: aufmerksam zuh\u00f6ren, Fragen stellen, reflektieren, vergleichen, neu denken \u2014 und dann wieder von vorn.Die Gespr\u00e4che endeten nicht, als wir die Geb\u00e4ude oder Meetingr\u00e4ume verlie\u00dfen. Sie setzten sich fort \u2014 in unseren Diskussionen, in unseren Meinungsverschiedenheiten, in unserem Lachen, in dem gemeinsamen Versuch, das Erlebte einzuordnen und zu verstehen. Und dieses \u201egemeinsam\u201c war entscheidend.\nZwei Wochen lang war ich von einer Gruppe umgeben, die jede Etappe der Reise tiefer, w\u00e4rmer, humorvoller und bedeutungsvoller machte. Was wir teilten, beschr\u00e4nkte sich nicht auf Mahlzeiten, Sightseeing oder die schlichte Freude, Zeit miteinander zu verbringen. Es war auch die Freude am gemeinsamen Denken. Am gemeinsamen Debattieren. Am gemeinsamen Aushalten schwieriger Fragen. Die Gruppendynamik, die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, die Offenheit, der Humor \u2014 all das machte das Fellowship zu einer Erfahrung, die Herz und Verstand gleicherma\u00dfen ber\u00fchrte.\nF\u00fcr mich pers\u00f6nlich war der intensive Einblick in die amerikanische Politik ein Wendepunkt. Es gibt einen tiefgreifenden Unterschied zwischen dem Lesen \u00fcber ein Land und der unmittelbaren Begegnung mit ihm aus dem Inneren seiner eigenen Institutionen heraus.\nGenau das machte das RIAS Transatlantic Fellowship so besonders. Es erinnerte mich daran, dass die bedeutungsvollsten Reisen nicht jene sind, die einem einfach etwas Neues zeigen, sondern jene, nach denen man das Vertraute mit anderen Augen sieht.\nAll dies w\u00e4re nicht m\u00f6glich gewesen ohne die Unterst\u00fctzung, die F\u00fchrung und die Begleitung von Chris und Pam. Ihr Engagement schuf den Raum, in dem wir diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Erfahrung in ihrer ganzen Tiefe aussch\u00f6pfen konnten. Tausend Dank daf\u00fcr, dass ihr uns diese M\u00f6glichkeit gegeben habt.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4273a85 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"4273a85\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-193f74f elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"193f74f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1707\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Beckmann1.jpg-scaled.jpeg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20882\" alt=\"Beckmann1.jpg\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Beckmann1.jpg-scaled.jpeg 1707w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Beckmann1.jpg-67x100.jpeg 67w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Beckmann1.jpg-768x1152.jpeg 768w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Beckmann1.jpg-1024x1536.jpeg 1024w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Beckmann1.jpg-1366x2048.jpeg 1366w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Beckmann1.jpg-8x12.jpeg 8w\" sizes=\"(max-width: 1707px) 100vw, 1707px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Anna-Lou Beckmann, ARD\/NDR, Hamburg<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Es ist selten, auf einer einzigen Reise mehr als 162.000 Schritte zur\u00fcckzulegen \u2014 exakt 162.733, wie meine Handy-App zeigt \u2014 und dabei das Gef\u00fchl zu haben, dass jeder dieser Schritte Sinn und Bedeutung hatte.\nUnsere Woche in Washington, D.C., verging im Flug, ganz im Rhythmus des politischen Sturms, der die US-Hauptstadt in den vergangenen 14 Monaten erfasst hat. Das Wei\u00dfe Haus sahen wir nur aus der Ferne, doch die Folgen der dort betriebenen Politik sp\u00fcrten wir aus n\u00e4chster N\u00e4he \u2014 durch Gespr\u00e4che mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Thinktanks, mehrerer Medienorganisationen, einem Senator, einem Anwalt und einer politischen Aktivistin.\nMein Besuch in North Carolina und beim Radiosender WUNC FM war einer der H\u00f6hepunkte. Ich habe viel \u00fcber ihre Arbeit gelernt \u2014 und sogar einen Tornado-Alarm gut \u00fcberstanden. \ud83d\ude0a\nDrei Menschen, die ich in den USA getroffen habe, werde ich nicht vergessen: Lois Custalow Carter (Morning Glory), Gordon Huie und Gwen Ragsdale. In meiner gesamten Laufbahn bin ich vielen Menschen begegnet, aber noch nie drei innerhalb so kurzer Zeit, die den Mythos des Sisyphus so eindrucksvoll verk\u00f6rpern.\nLois Custalow Carter k\u00e4mpft gemeinsam mit dem Mattaponi-Stamm seit Jahrzehnten um die Anerkennung durch den Bundesstaat und betreibt zugleich ein kleines Museum auf dem letzten St\u00fcck Stammesland in Virginia. Aus diesem Stamm stammt auch die ber\u00fchmte Pocahontas \u2014 doch das eigentlich Bemerkenswerte an ihrer Geschichte ist nicht die ber\u00fchmte Vorfahrin, sondern die W\u00fcrde, mit der diese Menschen nach Jahrhunderten der Zerst\u00f6rung und Erniedrigung weiterhin friedlich f\u00fcr ihre Rechte eintreten.\nGordon Huie und Gwen Ragsdale tragen ihre eigenen Sisyphus-Steine. Gordon kann aufgrund einer Krankheit, die er nach seiner Teilnahme an den Rettungseins\u00e4tzen w\u00e4hrend der Anschl\u00e4ge vom 11. September in New York entwickelte, kaum noch zwei Stufen steigen. Und doch begr\u00fc\u00dft er, stets l\u00e4chelnd, die Besucher des Memorials und ist bereit, die Trag\u00f6die zu erz\u00e4hlen, die die Welt \u2014 und sein eigenes Leben \u2014 ver\u00e4ndert hat. \u201eIch wei\u00df nicht, wie viel Zeit mir bleibt\u201c, sagte er uns, \u201eaber so lange ich kann, werde ich diese Geschichte erz\u00e4hlen.\u201c Er verlor an jenem Tag sowohl seine Schwester als auch seine Gesundheit.\nGwen ist ebenfalls eine besondere Geschichte. In ihrem improvisierten \u201eLest We Forget Slavery\u201c-Museum, das sich im Keller eines alten Hauses im Germantown-Viertel von Philadelphia befindet, erz\u00e4hlt sie die Geschichte der Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Diese Geschichte wurde unz\u00e4hlige Male erz\u00e4hlt \u2014 doch aus ihrem Mund erh\u00e4lt sie ein neues Gewicht und eine neue Bedeutung. \u201eSp\u00fcr das Gewicht dieser Fessel\u201c, sagte Gwen, w\u00e4hrend sie sich durch den Raum bewegte. \u201eDas war es, was man versklavten Menschen um den Hals legte.\u201c Ihre Mission in einem Land, in dem Afroamerikaner theoretisch alle Rechte besitzen, ist einfach: \u201eSicherzustellen, dass es weder vergessen noch wiederholt wird.\u201c Sie erinnert an die F\u00e4lle Trayvon Martin, George Floyd und viele andere der j\u00fcngeren amerikanischen Geschichte.\nIch kann die Geschichte dieser Reise nicht beenden, ohne die wunderbare Gruppe von Journalistinnen und Journalisten zu erw\u00e4hnen, mit denen ich sie erlebt habe. Wir kamen als Fremde in die USA \u2014 und gingen als Freunde.\nUnd nat\u00fcrlich, last but not least: Pam und Chris, die uns mit gro\u00dfer Sorgfalt und unendlicher Geduld auf dieser Reise begleitet haben. Daf\u00fcr gilt euch mein herzlichster Dank.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d3d2e29 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"d3d2e29\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ec940b0 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"ec940b0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"385\" height=\"491\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Boris.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20891\" alt=\"Boris\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Boris.jpg 385w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Boris-78x100.jpg 78w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Boris-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Boris Georgievski, Deutsche Welle, Bonn<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Es kommt selten vor, dass man auf einer einzigen Reise mehr als 162.000 Schritte zur\u00fccklegt \u2013 genau 162.733, wie mein Handy anzeigt \u2013 und dabei das Gef\u00fchl hat, jeder einzelne Schritt sei sinnvoll gewesen. Unsere Woche in Washington, D.C., verging wie im Flug, ganz im Einklang mit den politischen Turbulenzen, die die US-Hauptstadt in den letzten 14 Monaten gepr\u00e4gt haben. Wir sahen das Wei\u00dfe Haus zwar nur aus der Ferne, sp\u00fcrten seine Wirkung aber hautnah durch Treffen mit Thinktanks, Medienvertretern, einem Senator, einem Anwalt und einem politischen Aktivisten. Mein Besuch in North Carolina und beim Radiosender WUNC FM war ein Highlight \u2013 ich habe viel \u00fcber deren Arbeit gelernt und sogar eine Tornadowarnung \u00fcberstanden. \ud83d\ude0a Drei Menschen, die ich in den USA getroffen habe, haben mich nachhaltig beeindruckt: Lois Custalow Carter (Morning Glory), Gordon Huie und Gwen Ragsdale. Ich habe in meiner Karriere viele Menschen kennengelernt, aber noch nie drei in so kurzer Zeit, die den Mythos von Sisyphus so deutlich verk\u00f6rpern. Lois und der Mattaponi-Stamm setzen sich seit Jahrzehnten f\u00fcr nationale Anerkennung ein und betreiben ein kleines Museum auf dem verbliebenen Land ihres Stammes in Virginia. Pocahontas stammte von diesem Stamm \u2013 doch was ihre Geschichte ausmacht, ist nicht ihre Abstammung, sondern ihre W\u00fcrde nach Jahrhunderten der Zerst\u00f6rung und Dem\u00fctigung. Gordon und Gwen tragen ihre eigenen Sisyphus-Steine. Gordon, schwer erkrankt von seinen Rettungseins\u00e4tzen am 11. September, kann kaum zwei Stufen steigen, doch er empf\u00e4ngt die Besucher der Gedenkst\u00e4tte herzlich, fest entschlossen, die Geschichte weiterzuerz\u00e4hlen, die die Welt ver\u00e4nderte \u2013 und ihm seine Schwester und seine Gesundheit kostete. Gwen erz\u00e4hlt in ihrem improvisierten Museum \u201cLest We Forget Slavery\u201d (Damit wir die Sklaverei nicht vergessen) in einem Keller in Germantown die Geschichte der Sklaverei mit einer Wucht, die schriftliche Darstellungen selten vermitteln. \u201cSp\u00fcrt die Last dieser Fessel\u201d, sagte sie. Ihre Mission in einem Land, in dem Afroamerikaner theoretisch alle Rechte haben, ist einfach: sicherzustellen, dass die Vergangenheit weder vergessen noch wiederholt wird \u2013 und erinnert uns an Trayvon Martin, George Floyd und viele andere. Ich m\u00f6chte zum Schluss unbedingt die wunderbare Gruppe von Journalisten erw\u00e4hnen, mit denen ich diese Reise unternommen habe. Wir kamen als Fremde an und gingen als Freunde. Und nat\u00fcrlich Pam und Chris \u2013 vielen Dank f\u00fcr eure f\u00fcrsorgliche und geduldige Begleitung.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5a873f9 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"5a873f9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0fba259 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"0fba259\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mia-Florida-scaled.jpeg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20885\" alt=\"Mia Florida\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mia-Florida-scaled.jpeg 1920w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mia-Florida-75x100.jpeg 75w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mia-Florida-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mia-Florida-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mia-Florida-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mia-Florida-9x12.jpeg 9w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Mia von Hirsch, HR\/WDR, Frankfurt am Main<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Die ganze Reise war einfach gro\u00dfartig. Zwei Wochen voll mit Eindr\u00fccken, Learnings und jeder Menge Spa\u00df. Unsere RIAS-Reise hat uns tiefe Einblicke in das aktuelle politische Klima der USA erm\u00f6glicht. Dar\u00fcber hinaus haben wir ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Alltag und die sozio\u00f6konomischen Sorgen der Amerikanerinnen und Amerikaner gewonnen. Unsere Gruppe aus zw\u00f6lf Journalistinnen und Journalisten hatte die Gelegenheit bei Terminen mit Thinktanks, Nachrichtenorganisationen und NGOs alle m\u00f6glichen Fragen zu stellen. Kaum ein Thema blieb offen: Wie der Streit um Gr\u00f6nland, die Entwicklung des Journalismus und der Pressefreiheit, die Kriege im Iran und in der Ukraine sowie die anstehenden Midterm-Wahlen in den USA.\nEiner der eindrucksvollsten Momente war unser Besuch in der Mattaponi Indian Reservation, wo wir Lois Morning Glory Custalow Carter trafen und mehr \u00fcber das Leben der Native Americans und ihre Herausforderungen erfahren durften. In New York haben wir den \u201etriple 9\/11 survivor\u201c Gordon Huie getroffen, der uns eine eindrucksvolle F\u00fchrung \u00fcber das Memorial-Gel\u00e4nde gab und seine pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit uns geteilt hat. W\u00e4hrend meiner Station Days bei WFSU wurde ich von Tristan Wood, Rob Diaz de Villegas und Lynn Hatter herzlich in Tallahassee empfangen. Ich konnte viel \u00fcber die Berichterstattung zu Klimathemen in einem republikanisch gepr\u00e4gten Bundesstaat, \u00fcber historisch schwarze Colleges sowie \u00fcber die politische Landschaft Floridas lernen \u2013 und habe sogar Seek\u00fche und Alligatoren gesehen.\nIch bin mit vielen neuen Eindr\u00fccken, Kontakten und Ideen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Geschichten zur\u00fcckgekehrt und freue mich darauf, den transatlantischen Dialog fortzusetzen. Vielen Dank an Pam Ortega, Christoph Jumpelt, Christina Reif und das gesamte RIAS-Team, die diese Erfahrung m\u00f6glich gemacht haben \u2013 ich kann jeder Journalistin und jedem Journalisten nur empfehlen, sich f\u00fcr dieses einzigartige Programm zu bewerben.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a7c9edd elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"a7c9edd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-07108a7 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"07108a7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"415\" height=\"504\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite-1.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20892\" alt=\"Felix-Website\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite-1.jpg 415w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite-1-82x100.jpg 82w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Felixwebsite-1-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Felix Schlagwein, MDR, Leipzig<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Am fr\u00fchen Morgen holt mich meine Host Faith Jessie am Flughafen in Atlanta ab. Wenig sp\u00e4ter sitzen wir in einem Gottesdienst der Ebenezer Baptist Church \u2013 jener Kirche, in der Martin Luther King Jr. bereits als junger Mann gepredigt hat. Ein ganzes Orchester plus Big Band begleiten einen riesigen Gospel-Chor, der Pastor \u2013 seit einigen Jahren US-Senator in DC \u2013 h\u00e4lt die Predigt. Der Raum ist voller Musik, Gemeinschaft und Gebet. Der Gottesdienst in Atlanta ist der erste Programmpunkt meiner Station Days. Anschlie\u00dfend durfte ich bei CNN und 11Alive hinter die Kulissen gucken und sehr viel dar\u00fcber lernen, wie die Kolleginnen und Kollegen in den USA arbeiten. Und das unter immer gr\u00f6\u00dferem Druck. W\u00e4hrend der Reise haben wir mit Journalisten, Medienanw\u00e4lten und Think Tanks \u00fcber Trumps Angriffe auf die Pressefreiheit gesprochen. Ein weiteres Thema, das die Gespr\u00e4che dieser Reise gepr\u00e4gt hat: Der amerikanisch-israelische Angriff auf Iran und dessen Auswirkungen in den USA, vor allem auch mit Blick auf die Midterm-Wahlen im November. Analysten, Wissenschaftler und Journalisten haben uns unglaublich wertvolle Einsch\u00e4tzungen und Einblicke \u00fcber den Zustand der Vereinigten Staaten gegeben. Wir haben von \u00fcberzeugten Trumpisten geh\u00f6rt, wie sie auf die USA und die Welt blicken. Und von Anh\u00e4ngern der Demokraten, welche Strategien sie gegen Trump ausarbeiten. Jeden Tag folgte auf ein Highlight das n\u00e4chste, sowohl im regul\u00e4ren Programm mit der Gruppe, als auch in den Station Days. Es sind Erfahrungen, die ich und auch die anderen Mitglieder der \u00fcber diese Zeit sehr eng zusammengewachsenen RIAS-Gruppe nie vergessen werden. Es waren intensive und spannende zwei Wochen, in denen wir so viel in so kurzer Zeit \u00fcber die USA lernen durften, wie es wohl nur im Rahmen dieses Programms m\u00f6glich ist. Ein gro\u00dfer Dank gilt deshalb der RIAS-Kommission, besonders Chris und Pam, die diese Reise so besonders gemacht haben. Wir sehen uns wieder!<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-57ed92a elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"57ed92a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-57e0610 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"57e0610\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"640\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto-Anna-Wulffert.jpeg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20884\" alt=\"Foto Anna Wulfert\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto-Anna-Wulffert.jpeg 448w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto-Anna-Wulffert-70x100.jpeg 70w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto-Anna-Wulffert-8x12.jpeg 8w\" sizes=\"(max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Anna Wulffert, MDR, Leipzig<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Ein Morgen im Hotelzimmer in Charlotte, North Carolina. ABC News meldet, dass US-Pr\u00e4sident Trump vorschl\u00e4gt, Kuba einzunehmen. Danach fahre ich zu WSOC-TV, dem regionalen Fernsehsender, bei dem ich meine Station Days verbringe. Sind sie hier in Aufruhr? Wie gehen sie mit der Meldung um? Die Antwort ist: gar nicht. Journalistinnen und Journalisten in den USA sind mit einem Pr\u00e4sidenten konfrontiert, dessen Aussagen sie nicht trauen k\u00f6nnen und deren Nachrichtenwert sie darum sorgf\u00e4ltig abw\u00e4gen m\u00fcssen. \u201eEverything he say\u2019s is either factually incorrect or a straight lie\u201d, fasst ein Reporter bei einem Termin in Washington D.C. die Lage zusammen. Als deutsche Journalistin kann ich es manchmal nicht richtig fassen: Wir befinden uns in einer der am l\u00e4ngsten bestehenden Demokratien der Welt \u2013 und reden mitunter dar\u00fcber, was man anziehen muss, damit Donald Trump im Press Briefing Room deine Frage beantwortet. Gleichzeitig geht das Leben in den USA \u00fcberraschend normal weiter. Und nimmt mich als Besucherin ehrlicherweise total mit: Ich sitze bei einem NBA-Spiel in Charlotte in der achten Reihe (danke, Channel 9!), besuche den First Amendment Award im geschichtstr\u00e4chtigen Watergate Hotel in Washington, fahre mit dem Amtrak f\u00fcr einen Tagesausflug nach Philadelphia, und darf mir den Alltag eines indigenen Reservats im Osten Virginias ansehen. Dazu kommen unz\u00e4hlige interessante und manchmal auch emotionale Termine \u2013 etwa mit Gordon Huie, der seine Schwester bei den Terroranschl\u00e4gen vom 11. September verloren hat und dessen F\u00fchrung am Ground Zero mir immer in Erinnerung bleiben wird. Alles in allem waren die beiden Wochen wahnsinnig intensiv, aufschlussreich und spannend. Tausend Dank an Chris und Pam f\u00fcr das fantastische Programm und die herzliche Betreuung \u2013 und ebenso an die gro\u00dfartige Gruppe aus klugen und witzigen Journalist:innen, mit der ich diese Zeit erleben durfte.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1fcf5cf elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"1fcf5cf\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4aaa48f elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"4aaa48f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"391\" height=\"522\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Julianwebsite.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20893\" alt=\"Julianwebsite\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Julianwebsite.jpg 391w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Julianwebsite-75x100.jpg 75w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Julianwebsite-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Julian Gr\u00e4fe, SWR\/ARD, Stuttgart<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Mit vielen Fragen reiste ich in die USA.W\u00e4hrend des Programms hatte ich Gelegenheit, mich intensiv mit Themen wie journalistischer Unabh\u00e4ngigkeit in der amerikanischen Medienlandschaft, Produktionsbedingungen in den USA, dem Einfluss von Thinktanks, dem zunehmend polarisierten Meinungsspektrum und vielen anderen Aspekten auseinanderzusetzen. \nBesonders faszinierend fand ich die Auseinandersetzung mit dem Thema \u201eRedefreiheit\u201c, insbesondere mit der Frage, warum amerikanische Politiker die Meinungsfreiheit in Europa als bedroht darstellen. In den USA wird der Rede oft viel Spielraum einger\u00e4umt: Sie kann meinungsstark, provokativ, sogar beleidigend oder manchmal diffamierend sein, was allgemein als Ausdruck pers\u00f6nlicher Freiheit verstanden wird. Gleichzeitig konnte ich w\u00e4hrend der Reise an meiner eigenen Recherche weiterarbeiten. Ich traf mich mit Personen und Unternehmen, die von US-Z\u00f6llen betroffen sind. Die Interviews, die auf diesen Gespr\u00e4chen basierten, wurden im ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus ver\u00f6ffentlicht. Besonders wertvoll war f\u00fcr mich der Austausch mit meinen amerikanischen und deutschen Kollegen. Unsere deutsche RIAS-Gruppe f\u00fchlte sich schnell wie eine eng verbundene Gemeinschaft an, fast wie eine Familie, die sich seit Jahren kennt und auch in Zukunft in Verbindung bleiben wird. \nIch kehre mit vielen Antworten und neuen Erkenntnissen, aber auch mit neuen Fragen zur\u00fcck, die meine Arbeit als Journalist weiterhin pr\u00e4gen werden.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-67720c6 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"67720c6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6c8a8e2 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"6c8a8e2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"424\" height=\"495\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Munsterwebsite.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20894\" alt=\"M\u00fcnster-Website\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Munsterwebsite.jpg 424w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Munsterwebsite-86x100.jpg 86w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Munsterwebsite-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Karen M\u00fcnster, ARD\/NDR, Hamburg<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Zwei Wochen USA mit dem RIAS-Programm \u2013 das bedeutet: Den Kopf voller Eindr\u00fccke, das Herz voller Geschichten und ein Netzwerk, das den Atlantik umspannt. Im politischen Powerhouse Washington, D.C., tauchten wir direkt in den Maschinenraum der US-Politik ab. Hinter den T\u00fcren einflussreicher Thinktanks wie der Heritage Foundation und dem Center for American Progress debattierten wir intensiv dar\u00fcber, wie sich die politischen Lager f\u00fcr die Midterms und das Jahr 2028 in Stellung bringen. Gleichzeitig lieferten uns Journalistinnen und Journalisten verschiedenster Medien ungesch\u00f6nte Einblicke, wie sie den ultimativen Stresstest von Trumps zweiter Amtszeit bew\u00e4ltigen.\nDann kamen meine Station Days in Chicago \u2013 ein rasanter, ungefilterter Crashkurs in der Realit\u00e4t des amerikanischen Lokaljournalismus. Bei den Primary Elections in Illinois erlebte ich die politische Maschinerie aus erster Reihe und berichtete unversehens selbst \u201elive on air\u201c. Chicago war voller Krontaste: Einerseits erlebte ich hautnah, was f\u00fcr ein unverzichtbarer Anker diese Sender f\u00fcr ihre Communities sind; andererseits sp\u00fcrte ich den surrealen Rhythmus des US-Fernsehens, in dem knallharte Breaking News nahtlos in fr\u00f6hliche Burger-Werbung \u00fcbergehen.\nDer emotionalste Moment der Reise erwartete uns in New York. Gordon Huie, ein 9\/11-\u00dcberlebender und Ersthelfer, teilte seine Geschichte mit uns.\nIch kehre zur\u00fcck nach Hause mit unsch\u00e4tzbaren Einblicken in die US-Medienlandschaft und neuen Freunden. Ein riesiges Dankesch\u00f6n an die RIAS Berlin Kommission und an unsere wunderbare Gruppe \u2013 wir haben viel gelernt und noch mehr gelacht. Diese Erfahrung wird meine Arbeit noch lange pr\u00e4gen.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-dad24a2 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"dad24a2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"415\" height=\"495\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rotherwebsite.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-20895\" alt=\"R\u00f6therwebsite\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rotherwebsite.jpg 415w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rotherwebsite-84x100.jpg 84w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Rotherwebsite-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Christian R\u00f6ther, Deutschlandfunk, K\u00f6ln<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">In Washington hat \u201eer\u201c meterhohe Portr\u00e4ts von sich selbst an den Fassaden mehrerer Regierungsgeb\u00e4ude anbringen lassen. Gegen\u00fcber von unserem Hotel in Chicago prangt sein Name in \u00fcberdimensionierten Lettern an einem Wolkenkratzer. Auch in US-Medien und in unseren Gespr\u00e4chen vor Ort ist \u201eer\u201c allgegenw\u00e4rtig. Doch in diesen Gespr\u00e4chen vermeiden viele US-Amerikaner*innen seinen Namen. Sie sprechen stattdessen nur von \u201eihm\u201c. Vielleicht wollen sie sich auf diese Weise von ihm distanzieren, ihm keine Reverenz erweisen. Vielleicht wollen sie auch blo\u00df verhindern, dass andere auf das Gespr\u00e4ch aufmerksam werden \u2013 andere, die wom\u00f6glich eine andere politische Meinung vertreten.\nWir besuchen ein zutiefst polarisiertes Land, doch diese Polarisierung ist im Alltag zun\u00e4chst \u00fcberraschend wenig sp\u00fcrbar \u2013 viele Menschen haben vermutlich andere Sorgen. Aber in Details zeigt sich die angespannte politische Lage \u2013 wie im Vermeiden seines Namens. Oder in den Plakaten gegen die Polizeibeh\u00f6rde ICE, die in Washington ordentlich auf die Sockel von Ampeln geklebt wurden. Oder durch die Nationalgarde, die sich an den Metrostationen zu langweilen scheint.\nDas alles bildet den Hintergrund unserer Gespr\u00e4che mit Verantwortlichen aus Politik, Think Tanks, Forschung, Gesellschaft und Medien. Zwei Wochen in Washington, Virginia, Chicago, New York und Philadelphia \u2013 mit einem vollen Programm und voller Eindr\u00fccke, Einblicke und Begegnungen, die mein Bild der USA und ihrer Menschen erg\u00e4nzen, ver\u00e4ndern und von nun an pr\u00e4gen werden.\nManche Gespr\u00e4che bleiben mir wegen ihrer Ehrlichkeit in Erinnerung: weil die Fehler der eigenen politischen Seite klar benannt werden, oder weil die tiefe Besorgnis um die Zukunft des Landes greifbar ist.\nAndere Gespr\u00e4chspartner*innen vertiefen unser Wissen \u00fcber die Geschichte der USA und lassen diese Geschichte zugleich durch pers\u00f6nliche Betroffenheit und Engagement lebendig werden: wenn es um Sklaverei und Rassismus geht, um die Situation der indigenen Bev\u00f6lkerung und ihrer Reservate, oder um die Anschl\u00e4ge vom 11. September und ihre Folgen.\nSp\u00fcrbar ist auch der wachsende politische Druck, dem ausl\u00e4ndische und US-amerikanische Medienschaffende in den USA ausgesetzt sind. Viele scheinen vorsichtiger geworden zu sein, pr\u00fcfen noch genauer, was sie ver\u00f6ffentlichen \u2013 um nicht von der Regierung verklagt oder von einzelnen Regierungsvertreter*innen \u00f6ffentlichen an den (digitalen) Pranger gestellt zu werden. Trotzdem \u2013 und auch das wird in jedem Treffen deutlich \u2013 sind viele Journalist*innen in den USA nicht gewillt, sich \u201eihm\u201c und seinen Angriffen auf Liberalismus und Wahrheit zu beugen.\nNicht zuletzt haben unsere Kolleg*innen uns offen und herzlich empfangen, und das RIAS-Team hat die Reise grandios organisiert. Beides tr\u00e4gt dazu bei, dass ich inspiriert und mit neuer Motivation von meiner Journalistenreise in die USA zur\u00fcckkehre.\n\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leander L\u00f6we, ARD, Hamburg The RIAS program has already been the best thing that has happened to me in 2026. 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