{"id":20926,"date":"2026-04-22T09:30:00","date_gmt":"2026-04-22T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/riasberlin.org\/?p=20926"},"modified":"2026-04-20T22:49:22","modified_gmt":"2026-04-20T20:49:22","slug":"gewinner-der-rias-media-awards-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riasberlin.org\/de\/winners-of-the-2026-rias-media-awards\/","title":{"rendered":"Gewinner der RIAS Media Awards 2026"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"20926\" class=\"elementor elementor-20926\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-element elementor-element-ef3f9af e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"ef3f9af\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[]}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-31d14f3 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"31d14f3\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div data-ogsc=\"black\" data-olk-copy-source=\"MessageBody\"><p>Am 07. Mai 2026 verleiht die RIAS Berlin Kommission im Berliner Roten Rathaus die RIAS Media Awards and Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland und den USA, die sich in Ihren Beitr\u00e4gen und Reportagen in besonderer Weise mit Themen von transatlantischer Relevanz befasst haben.<\/p><p>Christoph Jumpelt, Verwaltungsdirektor der RIAS Berlin Kommission: \u201cAn der Zahl von \u00fcber 80 Einreichungen f\u00fcr die RIAS Media Awards erkennen wir, dass die Verbindung zwischen Deutschland und den USA gro\u00dfe Bedeutung in der Berichterstattung hat. Dieses gegenseitige Interesse f\u00f6rdern wir Jahr f\u00fcr Jahr mit unseren Austauschprogrammen. Hier bekommen Journalistinnen und Journalisten tiefe Einblicke in die politischen und kulturellen Entwicklungen im jeweils anderen Land und k\u00f6nnen sich mit Kollegen auf der anderen Seite des Atlantiks \u00fcber die wachsenden Herausforderungen f\u00fcr einen unabh\u00e4ngigen Journalismus austauschen. Ich danke der Jury aus RIAS-Alumni f\u00fcr ihre M\u00fche, sie hatten bei der Vielzahl von hervorragenden Einreichungen keine leichte Aufgabe.\u201d<\/p><p>Jury-Vorsitzender Michael Gargiulo, Moderator WNBC New York:\n\u201eWas mich so beeindruckt hat, war die gro\u00dfe Vielfalt der diesj\u00e4hrigen Preistr\u00e4ger \u2013 von jungen deutschen Filmemachern, die nach West Virginia reisten, um ihr gestohlenes Werk zur\u00fcckzuholen, bis hin zu amerikanischen Journalisten, die sich vor Ort ein Bild vom Aufstieg der extremen Rechten in Deutschland machten.\u201c<\/p><p><strong>Die RIAS Media Awards werden in f\u00fcnf Kategorien vergeben:<\/strong><\/p><p>Der TV Award geht an Hannah Congdon, Evan Williams, Vanessa Schlesier und Dan Edge f\u00fcr die Dokumentation \u201cThe Rise of Germany\u2019s New Right\u201d, ausgestrahlt im Programm Frontline auf PBS (Public Broadcasting Service) in den USA.<\/p><p><em>Die Jury sagt dazu: Dies ist eine herausragend recherchierte und vielschichtig erz\u00e4hlte Dokumentation, die den Aufstieg der neuen Rechten in Deutschland einordnet und zugleich in einen internationalen Kontext stellt. Die Dokumentation \u201eThe Rise of Germany\u2019s New Right\" untersucht eindringlich, wie rechtsextreme Akteure bis an die Schwelle politischer Macht gelangen konnten, und beleuchtet die Ursachen f\u00fcr den wachsenden R\u00fcckhalt f\u00fcr nationalistische Politik \u2013 einschlie\u00dflich m\u00f6glicher Einflussnahmen aus Russland und den USA. Der Film \u00fcberzeugt durch exklusive Einblicke und Beobachtungen \u00fcber einen langen Zeitraum, sowie einen bemerkenswerten Zugang zu zentralen Protagonisten, darunter auch hochrangige AfD-Politiker. Erg\u00e4nzt wird dies durch historischen Kontext und fundierte Einordnungen von Geheimdienstanalysten, Journalisten und Experten. Mit ihrem Film gelingt es den Machern, politische Dynamiken nachvollziehbar zu machen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zu einem transatlantischen Verst\u00e4ndnis aktueller demokratischer Herausforderungen.<\/em><\/p><p>Mit dem Radio Award wird Eberhard Schade vom Deutschlandfunk Kultur ausgezeichnet f\u00fcr sein Feature \u201cDeutsche in Texas \u2013 Bach, Bier, Business as usual?\u201d.<\/p><p><em>Kommentar der Jury: Das Radiofeature \u201eBach Bier, Business as usual?\u201c erz\u00e4hlt vom Pilsener Urquell im K\u00fchlschrank, dem Wurstfest in New Braunfels und deutschen Volksliedern im Chor, schafft es dazwischen aber immer wieder sehr geschickt den Blick von den 250 Jahre alten Spuren deutscher Einwanderer auf die Situation derer zu lenken, die erst 1989, nach dem Fall der Mauer, in die USA und gezielt nach Texas ausgewandert sind. Damit hebt das Feature die Geschichte auf eine neue Ebene: Wie geht es denjenigen, die aus Ostdeutschland in die USA gingen, weil sie dem Versprechen der Freiheit gefolgt sind, welches sie jahrzehntelang im eigenen Land vermisst haben? Es ist ein durchwachsenes Bild, das Eberhard Schade uns zeichnet. Und er spiegelt es, sehr pers\u00f6nlich, mit viel Humor und einem liebevollen, sehr nahen Blick auf seine Protagonisten. Ein herausragendes St\u00fcck Radio, das zeigt, wie verwoben die deutsch-amerikanische Geschichte ist und wie sehr das, was in den USA gerade passiert, erneut auch uns betrifft.\u00a0\u00a0<\/em><\/p><p>Der Digital Award geht an den Deutschlandfunk f\u00fcr den Podcast \u201cDie Peter Thiel Story\u201d. Autoren sind Klaus Uhrig, Christian Schiffer, Jasmin K\u00f6rber und Fritz Espenlaub.<\/p><p><em>Urteil der Jury: Die Peter Thiel Story untersucht das Leben und den Aufstieg einer der geheimnisvollsten und m\u00e4chtigsten Figuren der amerikanischen extremen Rechten. Peter Thiel, geboren in Deutschland, ist der Strippenzieher hinter dem kulturellen Rechtsruck in den USA und einer der wichtigsten Unterst\u00fctzer von Donald Trump.\u00a0<\/em><em>In diesem sechsteiligen Podcast, erfahren wir mehr \u00fcber seine ungew\u00f6hnliche Kindheit, seine Eliteausbildung und wie er einige der bekanntesten Namen in der Tech-Welt gr\u00fcndete: PayPal, Facebook, und Palantir. Wir sehen, dass er nicht nur reich geworden ist, sondern m\u00e4chtig. Manche bef\u00fcrchten, dass seine Ziele undemokratisch sind: Die Unterst\u00fctzung des Rechtspopulismus, weniger Regeln f\u00fcr Unternehmen und vielleicht eine Zukunft unter einer \"Techno-Oligarchie\" in der Techfirmen Einfluss auf die Politik von Regierungen nehmen k\u00f6nnen.<\/em><\/p><p>Mit dem RIAS Fellow Award werden Ariel Plotnick und Emma Talkoff von der Washington Post f\u00fcr ihre Reportage \u201cShould Germany ban its far-right party?\u201d ausgezeichnet.<\/p><p><em>Begr\u00fcndung der Jury: Die Journalistinnen Ariel Plotnick und Emma Talkoff von der Washington Post zeichnen ein umfassendes, eindringliches Portr\u00e4t der rechtspopulistischen Partei AfD. Der Podcast beleuchtet die zunehmenden Forderungen nach einem Verbot der AfD, die nach der Aufdeckung eines geheimen Treffens laut wurden, bei dem Parteimitglieder Pl\u00e4ne zur Ausweisung von Einwanderern aus dem Land diskutierten. Vor dem Hintergrund eines fundierten historischen Kontexts verbindet die Berichterstattung umfassende politische Analysen mit pr\u00e4gnantem Journalismus vor Ort. Der Podcast zieht zudem \u00fcberzeugende Parallelen zwischen der AfD und der MAGA-Bewegung in den Vereinigten Staaten. Mit einer sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlten Bandbreite an Stimmen \u2013 von gew\u00f6hnlichen W\u00e4hlern bis hin zu AfD-Mitgliedern selbst \u2013 ist dies ein Muss f\u00fcr alle, die eine umfassende, fundierte Berichterstattung \u00fcber die Partei suchen.\u00a0<\/em><\/p><p>Und der RIAS Grand Prize geht an das Autorenteam Igor Plischke, Christopher Zwickler, Anika Mellin und Hannes Be\u00dfler f\u00fcr die ARD\/MDR Koproduktion \u201cDer talentierte Mr. F\u201d.<\/p><p><em>Dazu die Jury: \u201eDer talentierte Mr. F. \u2013 Die Jagd auf einen Filmdieb\u201c verdient den Grand Prize der RIAS-Jury, weil der Film deutsch-amerikanische Beziehungen aus einer ungewohnten, hochaktuellen Perspektive erz\u00e4hlt: nicht \u00fcber Politik, sondern \u00fcber Kreativit\u00e4t, Urheberrecht und digitale Machtverh\u00e4ltnisse. Er zeigt, wie eng verflochten die Medienwelten beider L\u00e4nder sind \u2013 und wie verletzlich kreative Arbeit in einer globalisierten, digitalen \u00d6ffentlichkeit geworden ist. Gleichzeitig gibt der Film den eigentlichen Sch\u00f6pfern eine Stimme. Julius und Moritz stehen stellvertretend f\u00fcr eine junge Generation von Kreativen, deren Arbeit sichtbar gemacht und gew\u00fcrdigt werden muss. Dass ihre Geschichte nun diese Anerkennung erh\u00e4lt, ist auch ein starkes Signal f\u00fcr Fairness und k\u00fcnstlerische Integrit\u00e4t. Besonders \u00fcberzeugend ist die erz\u00e4hlerische Kraft des Films: Die Recherche entwickelt sich wie ein Thriller, nah an den Protagonisten, spannend und emotional. Man fiebert mit, leidet mit \u2013 und versteht am Ende, dass es hier um mehr geht als einen Einzelfall: um Wahrheit, Eigentum und Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter.<\/em><\/p><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>On May 7, 2026, the RIAS Berlin Commission will present the RIAS Media Awards at Berlin\u2019s City Hall Rotes Rathaus to journalists from Germany and the United States who have addressed topics of transatlantic relevance in a particularly compelling manner in their articles and reports. 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