{"id":21262,"date":"2026-07-14T14:34:58","date_gmt":"2026-07-14T12:34:58","guid":{"rendered":"https:\/\/riasberlin.org\/?p=21262"},"modified":"2026-07-14T15:41:08","modified_gmt":"2026-07-14T13:41:08","slug":"was-zwolf-amerikanische-journalisten-aus-ihrem-rias-stipendium-in-deutschland-mitgenommen-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riasberlin.org\/de\/what-12-american-journalists-took-away-from-their-rias-fellowship-in-germany\/","title":{"rendered":"Das RIAS-Programm aus der Sicht von zw\u00f6lf amerikanischen Journalisten"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"21262\" class=\"elementor elementor-21262\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-element elementor-element-41afbc39 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"41afbc39\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[]}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cb1a950 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"cb1a950\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"294\" height=\"382\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danae.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-21265\" alt=\"Danae\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danae.jpg 294w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danae-77x100.jpg 77w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danae-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Danae Bucci, WCVB, Boston, Massachusetts <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Ich kann mit voller \u00dcberzeugung sagen, dass die Teilnahme am Programm der RIAS Berlin Kommission mein Leben und meinen Blick auf meinen Beruf nachhaltig ver\u00e4ndert hat. Im journalistischen Alltag bleibt nur selten Zeit, innezuhalten und die eigene Arbeit zu reflektieren. Dieses Programm hat mir genau diese M\u00f6glichkeit gegeben \u2013 und zugleich meinen Blick auf Deutschland, Belgien und die enorme Bedeutung starker transatlantischer Beziehungen erweitert. Die Begegnungen mit f\u00fchrenden Pers\u00f6nlichkeiten aus Medien, Politik und Gesellschaft vermittelten uns wertvolle Einblicke darin, wie historische Entwicklungen die heutige Geopolitik pr\u00e4gen. Gleichzeitig konnten wir erleben, wie deutsche Medienh\u00e4user dem Wandel der Medienlandschaft begegnen \u2013 mit innovativen Strategien, neuen digitalen Formaten und einer starken Pr\u00e4senz in den sozialen Medien.\nBesonders bewegend waren die pers\u00f6nlichen Begegnungen mit Zeitzeugen der Geschichte. Der Besuch der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in Dresden mit dem ehemaligen politischen Gefangenen Peter Keup wird mich ein Leben lang begleiten. Seine Offenheit und die Bereitschaft, seine Geschichte mit uns zu teilen, haben mich tief beeindruckt. Dieses au\u00dfergew\u00f6hnliche Programm hat meinen Blick auf das Zusammenspiel von Journalismus, Geschichte und Kultur grundlegend ver\u00e4ndert. Ich kehre mit neuer Leidenschaft f\u00fcr meinen Beruf zur\u00fcck und bin \u00fcberzeugt, dass meine k\u00fcnftige Berichterstattung durch diese Erfahrungen nachhaltig bereichert wird. Was mich w\u00e4hrend des Programms vielleicht am meisten \u00fcberrascht hat, sind die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Begegnungen und pers\u00f6nlichen Verbindungen, die daraus entstanden sind. Wie gro\u00df die Strahlkraft des RIAS-Netzwerks ist, zeigte sich daran, dass sich so viele Alumni und Partner trotz voller Terminkalender Zeit nahmen, unsere Gruppe zu treffen \u2013 darunter auch Claus Kleber, einer der profiliertesten deutschen Journalisten. Dar\u00fcber hinaus bin ich \u00fcberzeugt, dass ich in unserer Gruppe Freunde f\u00fcrs Leben gefunden habe. \nMein herzlicher Dank gilt Christoph, Christina und Pam, die dieses au\u00dfergew\u00f6hnliche Programm mit gro\u00dfem Engagement gestalten, diese bereichernde Erfahrung m\u00f6glich machen und das Verm\u00e4chtnis von RIAS mit so viel Leidenschaft weiterf\u00fchren.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4e18323 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"4e18323\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bef930e elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"bef930e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img decoding=\"async\" width=\"286\" height=\"346\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Alina.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21266\" alt=\"Alina\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Alina.jpg 286w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Alina-83x100.jpg 83w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Alina-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Alina Selyukh, NPR, Washington, DC. <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Seit unserer R\u00fcckkehr vom RIAS-Journalistenprogramm in Deutschland und Br\u00fcssel habe ich meinen Freunden und Kollegen wahrscheinlich schon unz\u00e4hlige Male von den Erfahrungen w\u00e4hrend dieser Reise erz\u00e4hlt. Ich habe ihnen von den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland und den USA berichtet \u2013 von den Finanzierungsmodellen, der starken Publikumsbindung, den unterschiedlichen Strukturen der Berichterstattung und den Strategien, mit denen insbesondere j\u00fcngere Zielgruppen erreicht werden sollen.\nIch habe von meinen Station Days beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt erz\u00e4hlt, wo wir stundenlang \u00fcber Wirtschafts-Podcasts sowie Audio- und Videoformate diskutiert haben \u2013 Themen, die f\u00fcr meine t\u00e4gliche Arbeit von gro\u00dfer Bedeutung sind. Ebenso habe ich von unseren Besuchen bei Thinktanks, der NATO, der US-Botschaft, der Berliner Mauer, Holocaust-Gedenkst\u00e4tten, Museen und Parks berichtet.\nBesonders eindr\u00fccklich bleibt f\u00fcr mich der Besuch der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in Dresden mit dem fr\u00fcheren politischen Gefangenen Peter Keup. Seine Geschichte \u2013 die wir sowohl w\u00e4hrend der F\u00fchrung als auch beim anschlie\u00dfenden gemeinsamen Abendessen kennenlernen durften \u2013 wird mich ein Leben lang begleiten. Unterwegs habe ich nicht nur neue Kontakte zu Alumni und meinen Gastgebern w\u00e4hrend der Station Days gekn\u00fcpft, sondern vor allem auch Freundschaften mit meiner gro\u00dfartigen Gruppe geschlossen. Ich vermisse unsere Gruppe jetzt schon!\nMein herzlicher Dank gilt Christoph, Christina, Pam und der RIAS Berlin Kommission f\u00fcr die Organisation dieser unvergesslichen Erfahrung. <\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fd1e8f7 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"fd1e8f7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b0e3632 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"b0e3632\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"358\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Talyor.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21267\" alt=\"Schneider\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Talyor.jpg 290w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Talyor-81x100.jpg 81w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Talyor-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Taylor Galgano, CNN, New York, New York <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Die Teilnahme am RIAS Journalistenprogramm war eine einmalige Erfahrung, die ich niemals vergessen werde. Vor allem hat mich das Programm dazu ermutigt, meine Komfortzone zu verlassen. Jeden Tag lernte ich neue Menschen kennen, und ich war beeindruckt, wie schnell sich daraus offene, ehrliche und tiefgehende Gespr\u00e4che mit Journalisten aus ganz Deutschland und Belgien entwickelten. Gleichzeitig habe ich unglaublich viel von den US-amerikanischen Kollegen in meiner Gruppe gelernt, die bei jedem Programmpunkt hervorragend vorbereitet waren und mit klugen, fundierten Fragen zu den Diskussionen beitrugen. Ich freue mich sehr, nun Teil eines Netzwerks solch engagierter und talentierter Journalisten in den USA zu sein.\nW\u00e4hrend unserer Reise durch sechs St\u00e4dte habe ich mein Wissen \u00fcber Deutschlands bewegte Geschichte erheblich vertieft und ein viel besseres Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr gewonnen, wie sich das Land mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Besonders eindr\u00fccklich bleibt f\u00fcr mich der Besuch der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in Dresden mit dem fr\u00fcheren politischen Gefangenen Peter Keup, der dort festgehalten wurde, nachdem er versucht hatte, aus der DDR zu fliehen. Seine bewegende Geschichte wird mich ein Leben lang begleiten. Ebenso nachhaltig hat mich der Besuch der Gedenkst\u00e4tte Topf &amp; S\u00f6hne in Erfurt beeindruckt \u2013 ein verst\u00f6render und ersch\u00fctternder Ort, \u00fcber den ich noch lange nachdenken werde.\nW\u00e4hrend meiner Station Days beim NDR in Hamburg erhielt ich spannende Einblicke in die Redaktionskonferenzen der Tagesschau und konnte mich mit den Journalisten \u00fcber ihre Arbeitsabl\u00e4ufe austauschen. Die Einblicke und Anregungen aus diesen Gespr\u00e4chen werden mich in meiner weiteren journalistischen Arbeit begleiten. Der Einblick in die Arbeit der Tagesschau und weiterer deutscher Redaktionen war ausgesprochen faszinierend, weil ich ihre journalistischen Arbeitsabl\u00e4ufe aus n\u00e4chster N\u00e4he kennenlernen konnte. Diese Erfahrungen haben mich daran erinnert, dass guter Journalismus \u2013 unabh\u00e4ngig davon, in welchem Land man arbeitet \u2013 \u00fcberall denselben hohen Anspr\u00fcchen gerecht werden muss. Journalisten f\u00fchren \u00fcberall dieselben anspruchsvollen redaktionellen Diskussionen, um ihrem Publikum eine pr\u00e4zise, fundierte und verl\u00e4ssliche Berichterstattung zu bieten. <\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f94092e elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"f94092e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-acae7bb elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"acae7bb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"292\" height=\"402\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Harri.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21269\" alt=\"Harri\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Harri.jpg 292w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Harri-73x100.jpg 73w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Harri-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Harri Leigh, Spectrum News, Washington, DC.<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Die Teilnahme am RIAS Journalistenprogramm hat sowohl meine beruflichen als auch meine pers\u00f6nlichen Beziehungen zu Journalisten, Vertretern der Zivilgesellschaft sowie zu Entscheidungstr\u00e4gern in deutschen und europ\u00e4ischen Institutionen nachhaltig bereichert. Die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Einblicke, die wir bei regionalen Rundfunkanstalten, im Deutschen Bundestag, bei der NATO und der Europ\u00e4ischen Kommission erhielten, haben unser Verst\u00e4ndnis der transatlantischen Beziehungen entscheidend vertieft. In einer Zeit sich wandelnder geopolitischer Rahmenbedingungen werden diese Erfahrungen meine journalistische Arbeit unmittelbar pr\u00e4gen.\nBesonders bereichernd waren meine Station Days im Hauptstadtstudio des Deutschlandfunks. Zu den H\u00f6hepunkten z\u00e4hlten die Teilnahme an einer Pressekonferenz der Bundespressekonferenz mit Vertretern der Bundesregierung sowie Interviews mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die komplexe Geschichte Deutschlands gewann ich zudem beim Besuch der Gedenk- und Bildungsst\u00e4tte Topf &amp; S\u00f6hne in Erfurt \u2013 dem ehemaligen Unternehmen, das die Verbrennungs\u00f6fen f\u00fcr die nationalsozialistischen Vernichtungslager herstellte \u2013 sowie bei der F\u00fchrung durch die ehemalige Stasi-Haftanstalt mit einem fr\u00fcheren politischen Gefangenen. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf das politische Umfeld Deutschlands nachhaltig gepr\u00e4gt. Dabei wurde mir auch bewusst, wie viele Parallelen es in mancher Hinsicht zu den Vereinigten Staaten gibt \u2013 unter anderem mit Blick auf den Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen. Die gemeinsamen Erlebnisse und die Beziehungen, die wir zu Journalisten aus Deutschland und den USA aufbauen konnten, werde ich stets in besonderer Erinnerung behalten.\nDieses Programm ist eine gro\u00dfe Bereicherung f\u00fcr den Journalismus. Es st\u00e4rkt den fachlichen Austausch auf beiden Seiten des Atlantiks und ist eine klare Empfehlung f\u00fcr alle, die ihre internationalen und transatlantischen Perspektiven vertiefen m\u00f6chten.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4273a85 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"4273a85\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-193f74f elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"193f74f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"278\" height=\"342\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Capelouto.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21270\" alt=\"Capelouto\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Capelouto.jpg 278w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Capelouto-81x100.jpg 81w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Capelouto-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 278px) 100vw, 278px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">JD Capelouto, Semafor, New York, New York <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Die Teilnahme am Programm der RIAS Berlin Kommission war eine au\u00dferordentlich bereichernde, informative und inspirierende Erfahrung. W\u00e4hrend der zwei Wochen in Deutschland und Br\u00fcssel erhielt ich wertvolle Einblicke in die Funktionsweise der deutschen Medienlandschaft und des politischen Systems. Da ich in meiner Redaktion an der Entwicklung interner KI-Anwendungen arbeite, war es besonders spannend zu erfahren, wie deutsche Journalisten den Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz bewerten und in ihren Redaktionen nutzen. Mein Eindruck war, dass sich auch deutsche Medienh\u00e4user noch in einer Experimentierphase befinden. Gleichzeitig werden einige Anwendungen \u2013 insbesondere f\u00fcr \u00dcbersetzungen und Transkriptionen \u2013 bereits erfolgreich im journalistischen Alltag eingesetzt.\nEbenso bereichernd wie die Besuche in den Redaktionen war der intensive Austausch mit anderen Journalisten \u00fcber zwei Wochen hinweg. Wir sprachen \u00fcber unsere Arbeitsweisen, die Herausforderungen unserer Branche sowie \u00fcber Themen wie soziale Medien, k\u00fcnstliche Intelligenz und die zunehmende Fragmentierung der Mediennutzung. Der Austausch \u00fcber die beruflichen Erfahrungen meiner Kollegen und ihre unterschiedlichen Perspektiven war ebenso inspirierend wie bereichernd. Ich freue mich darauf, mit meiner Gruppe in Kontakt zu bleiben und auch k\u00fcnftig weitere RIAS-Alumni in den USA kennenzulernen. \nAuch die kulturellen Programmpunkte \u2013 darunter Museumsbesuche und historische Gedenkst\u00e4tten \u2013 haben mich nachhaltig beeindruckt. Als deutsch-amerikanischer Staatsb\u00fcrger war ich \u00fcberzeugt, die deutsche Geschichte bereits gut zu kennen. Dennoch haben mich viele dieser Orte \u00fcberrascht und mein Verst\u00e4ndnis der j\u00fcngeren deutschen Geschichte vertieft. Vom Besuch der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in Dresden bis zu den unterirdischen Luftschutzbunkern in Berlin, die ich gemeinsam mit meinem Gastgeber w\u00e4hrend meiner Station Days bei RTL besuchte, gewann ich neue Perspektiven auf die deutsche Geschichte und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart. \n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d3d2e29 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"d3d2e29\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ec940b0 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"ec940b0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"430\" height=\"534\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nakeevia.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21271\" alt=\"Nakeevia\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nakeevia.jpg 430w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nakeevia-81x100.jpg 81w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nakeevia-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Na&#039;Keevia Brown-Poole, CNN, Atlanta, Georgia <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Zwei Wochen lang durfte ich den Redaktionsalltag hinter mir lassen und Journalismus aus einer v\u00f6llig neuen Perspektive erleben. Als eine von zw\u00f6lf US-amerikanischen Journalisten, die in diesem Sommer f\u00fcr das RIAS Journalistenprogramm ausgew\u00e4hlt wurden, f\u00fchrte mich das Programm durch sechs St\u00e4dte von M\u00fcnchen bis nach Br\u00fcssel. W\u00e4hrend des Programms besuchten wir zahlreiche deutsche Medienh\u00e4user, Denkfabriken und Stiftungen \u2013 darunter \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten ebenso wie private Medienunternehmen. Dabei lernten wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen deutschen und US-amerikanischen Redaktionen kennen. Wir nahmen an Redaktionskonferenzen teil, besichtigten Fernseh- und Radiostudios und tauschten uns mit deutschen Journalisten \u00fcber redaktionelle Unabh\u00e4ngigkeit, das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit und die Herausforderungen der Berichterstattung in einer zunehmend digitalen Medienwelt aus. So erhielten wir einen unmittelbaren Einblick in das Zusammenspiel von Journalismus und Demokratie \u2013 weit \u00fcber das hinaus, was Schlagzeilen vermitteln k\u00f6nnen. \nZu den eindrucksvollsten Momenten geh\u00f6rten jedoch die Erfahrungen au\u00dferhalb der Redaktionen. In Dresden begegneten wir Peter Keup, der als politischer H\u00e4ftling in einer Stasi-Haftanstalt einsa\u00df. Er erz\u00e4hlte uns seine Geschichte nicht einfach \u2013 er machte sie f\u00fcr uns auf eindrucksvolle Weise erlebbar. Besonders in Erinnerung bleibt mir auch K\u00f6ln, wo mich mein Gastgeber herzlich aufnahm und mir die Stadt aus der Perspektive eines Einheimischen n\u00e4herbrachte. Gemeinsam erkundeten wir K\u00f6ln mit dem Fahrrad, entdeckten verschiedene Stadtviertel und besuchten einen Wochenmarkt. So lernte ich Deutschland auf eine Weise kennen, die den meisten Besuchern verborgen bleibt.\nDen Abschluss des Programms bildete unser Aufenthalt in Br\u00fcssel mit Besuchen des NATO-Hauptquartiers und der Europ\u00e4ischen Kommission. Dort gewannen wir ein tieferes Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wie internationale B\u00fcndnisse und politische Entscheidungsprozesse die globale Sicherheit und Zusammenarbeit pr\u00e4gen. So beeindruckend die Orte auch waren, die wir besuchten \u2013 die pr\u00e4gendsten Eindr\u00fccke hinterlie\u00dfen die Menschen. Ich hatte das Privileg, diese zwei Wochen gemeinsam mit elf au\u00dfergew\u00f6hnlich talentierten Journalisten aus den Vereinigten Staaten zu verbringen. Zwischen Redaktionsbesuchen, unz\u00e4hligen Zugfahrten und langen Gespr\u00e4chen in Bierg\u00e4rten wurden aus Fremden Freunde. Mein herzlicher Dank gilt Christoph, Pam und Christina! Dieses Programm hat mir einmal mehr vor Augen gef\u00fchrt, dass Journalismus weltweit auf unterschiedliche Weise praktiziert wird, sein Ziel jedoch dasselbe bleibt: zu informieren, nach Wahrheit zu streben und Menschen dabei zu helfen, einander besser zu verstehen. Diese Erfahrung hat mich als Journalistin gepr\u00e4gt, meinen Blick f\u00fcr Geschichten gesch\u00e4rft und meine Neugier auf die Welt weiter wachsen lassen.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5a873f9 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"5a873f9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0fba259 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"0fba259\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"427\" height=\"550\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Erika.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21272\" alt=\"Erika\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Erika.jpg 427w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Erika-78x100.jpg 78w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Erika-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 427px) 100vw, 427px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Erika Jackson, WSOC Charlotte, North Carolina<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Schon in der Schulzeit besch\u00e4ftigen sich Amerikaner intensiv mit Geschichte. Doch Geschichte entsteht nicht nur in der Vergangenheit \u2013 sie wird auch heute geschrieben. Meine Teilnahme am RIAS Journalistenprogramm hat mir gezeigt, wie deutsche Medien \u00fcber bedeutende Ereignisse berichten, die eines Tages Teil der Geschichtsb\u00fccher sein werden \u2013 und dabei Entwicklungen dokumentieren, die von den Herausforderungen der Deutschen Bahn bis hin zur Geschichte eines gestrandeten Wals, der landesweit f\u00fcr Kontroversen sorgte, reichen.\nIch werde nach North Carolina mit vielen neuen Eindr\u00fccken zur\u00fcckkehren \u2013 mit einem gesch\u00e4rften Blick auf die Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Medienlandschaft sowie mit zahlreichen Anregungen f\u00fcr meine eigene journalistische Arbeit. Gerade in einer Zeit, in der den \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien in den Vereinigten Staaten weitere Finanzierungsk\u00fcrzungen drohen, war es ermutigend zu erleben, wie erfolgreich und innovativ \u00f6ffentlich finanzierte Medien in Deutschland arbeiten. Viele der von uns besuchten Sender setzen soziale Medien gezielt ein, um ihr Publikum zu erreichen und auf ver\u00e4nderte Mediennutzungsgewohnheiten zu reagieren. Besonders beeindruckt hat mich das innovative Storytelling der News-WG des Bayerischen Rundfunks. Einige dieser Ans\u00e4tze w\u00fcrde ich gerne in meine eigene journalistische Arbeit \u00fcbernehmen, um Geschichten f\u00fcr das Publikum in Charlotte, North Carolina, auf neue und zeitgem\u00e4\u00dfe Weise zu erz\u00e4hlen. Zu Beginn des Programms erwartete ich, auf europ\u00e4ische Nachrichtenredaktionen zu treffen, die mit den Herausforderungen neuer Technologien und r\u00fcckl\u00e4ufiger Zuschauerzahlen zu k\u00e4mpfen haben. Umso erfreulicher war es festzustellen, dass sich diese Annahme nicht best\u00e4tigt hat. Deutsche Medienh\u00e4user haben \u00fcberzeugende Wege gefunden, ihre Inhalte an die ver\u00e4nderten Mediengewohnheiten ihres Publikums anzupassen, und arbeiten eng zusammen, um \u00fcber die wichtigsten Ereignisse in Europa schnell, verl\u00e4sslich und pr\u00e4zise zu berichten.\nDurch das RIAS-Programm habe ich ein deutlich tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die europ\u00e4ische Politik und die deutsche Medienlandschaft gewonnen \u2013 Erkenntnisse, die weit \u00fcber das hinausgehen, was die meisten Amerikaner aus Lehrb\u00fcchern erfahren k\u00f6nnen. Ich freue mich darauf, das Gelernte in meine journalistische Arbeit in Charlotte einflie\u00dfen zu lassen. Ich hoffe, eines Tages nach Europa zur\u00fcckzukehren \u2013 mit einer noch gr\u00f6\u00dferen Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die vielf\u00e4ltige und erfolgreiche deutsche Medienlandschaft.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a7c9edd elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"a7c9edd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-07108a7 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"07108a7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"392\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Victoria.png\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21273\" alt=\"Victoria\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Victoria.png 290w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Victoria-74x100.png 74w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Victoria-9x12.png 9w\" sizes=\"(max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Victoria Holmes, The Dispatch, Washington, DC. <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Zu Beginn des Programms wusste ich nicht, was mich in M\u00fcnchen erwarten w\u00fcrde \u2013 abgesehen von dem gut gemeinten Hinweis: \u201estell dich darauf ein, viel zu laufen\u201c. Nach zwei intensiven Wochen wei\u00df ich, warum sich diese Erfahrung kaum in Worte fassen l\u00e4sst.\nDas Programm f\u00fchrte uns mit zahlreichen Journalisten ins Gespr\u00e4ch \u2013 \u00fcber den Wandel des Fernsehjournalismus, den Einfluss sozialer Medien auf die Branche und die wachsenden Herausforderungen f\u00fcr die Pressefreiheit. Was mich jedoch am meisten \u00fcberraschte, war seine au\u00dfergew\u00f6hnliche historische Dimension.\nBesonders eindrucksvoll war f\u00fcr mich die Begegnung mit Peter Keup, einem fr\u00fcheren politischen Gefangenen der Staatssicherheit. Er f\u00fchrte uns durch das Stasi-Gef\u00e4ngnis in Dresden, in dem er selbst inhaftiert gewesen war. Sein pers\u00f6nlicher Bericht lie\u00df die Geschichte auf eindrucksvolle Weise lebendig werden und machte deutlich, wie wichtig der Schutz demokratischer Institutionen ist. Zugleich f\u00fchrte er mir die entscheidende Rolle des Journalismus vor Augen \u2013 sei es, wenn Medienschaffende Missst\u00e4nde nicht mehr kritisch hinterfragen, oder wenn sie dazu beitragen, Machtmissbrauch ans Licht zu bringen. Aus journalistischer Sicht z\u00e4hlten die Station Days zu den H\u00f6hepunkten des Programms. Dabei durfte ich einen Journalisten von RTL bei seiner Arbeit begleiten. Besonders spannend war f\u00fcr mich zu erfahren, wie sein Team KI-generierte und manipulierte Bilder identifiziert. Dar\u00fcber hinaus erhielt ich eine praktische Einf\u00fchrung in die Werkzeuge, mit denen sich solche Inhalte erkennen lassen.\nDie vielen Eindr\u00fccke und Erkenntnisse dieser Reise wirken noch immer nach. Sie war eine au\u00dferordentlich bereichernde Erfahrung, und ich bin \u00fcberzeugt, dass die Lehren, Gespr\u00e4che und Begegnungen dieser beiden Wochen meine Arbeit als Journalistin noch lange pr\u00e4gen werden.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-57ed92a elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"57ed92a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-57e0610 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"57e0610\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"292\" height=\"348\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Joe.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21274\" alt=\"Joe\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Joe.jpg 292w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Joe-84x100.jpg 84w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Joe-10x12.jpg 10w\" sizes=\"(max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Joe Millitzer, KTVI\/KPLR, St. Louis, Missouri <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Das RIAS Programm z\u00e4hlt zu den pr\u00e4gendsten Erfahrungen meiner beruflichen Laufbahn. Zwei Wochen lang reisten wir mit einem ehemaligen Kriegsberichterstatter durch Deutschland und Belgien, der uns als Reisebegleiter, Lehrer und Historiker zur Seite stand. Er vermittelte uns nicht nur ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Orte, die wir besuchten, sondern auch f\u00fcr die historischen Ereignisse, die sie gepr\u00e4gt haben. Wir besichtigten Holocaust-Gedenkst\u00e4tten, erhielten Einblicke in das heutige j\u00fcdische Leben in Deutschland und besuchten gemeinsam mit einem ehemaligen politischen Gefangenen ein fr\u00fcheres Stasi-Gef\u00e4ngnis, in dem er selbst inhaftiert gewesen war. Diese Erfahrungen werden mich ein Leben lang begleiten. \nDar\u00fcber hinaus erhielten wir Einblicke in Nachrichtenredaktionen, Fernseh- und Radiostudios sowie internationale Organisationen. Im Austausch mit Journalisten sowie Medienverantwortlichen aus ganz Europa wurde deutlich, dass wir trotz unterschiedlicher Sprachen und Mediensysteme vor \u00e4hnlichen Herausforderungen stehen: Vertrauen in die Medien zu bewahren, mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten und ein sich ver\u00e4nderndes Publikum zu erreichen. \nZu den H\u00f6hepunkten des Programms geh\u00f6rte f\u00fcr mich ein Arbeitstag bei der Deutschen Presse-Agentur. Es war ein besonderes Privileg, die Journalisten der dpa bei ihrer Arbeit zu begleiten und aus n\u00e4chster N\u00e4he zu erleben, wie Nachrichten f\u00fcr ein internationales Publikum recherchiert, redigiert und verifiziert werden. Ebenso wertvoll waren die Begegnungen und Beziehungen, die w\u00e4hrend des Programms entstanden sind. Ich hoffe, dass die daraus gewachsenen beruflichen Kontakte und Freundschaften mich noch viele Jahre begleiten werden. Ich bin au\u00dferordentlich dankbar, Teil des RIAS Programms gewesen zu sein, und freue mich darauf, die dabei gewonnenen Erfahrungen in meiner weiteren journalistischen Laufbahn einzubringen.\n\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1fcf5cf elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"1fcf5cf\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4aaa48f elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"4aaa48f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"278\" height=\"374\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Paulina.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21275\" alt=\"Paulina\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Paulina.jpg 278w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Paulina-74x100.jpg 74w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Paulina-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 278px) 100vw, 278px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Paulina Smolinski, CBS, New York, New York <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Durch das Programm der RIAS Berlin Kommission konnte ich mein Verst\u00e4ndnis der deutsch-amerikanischen transatlantischen Partnerschaft vertiefen. In Gespr\u00e4chen mit f\u00fchrenden politischen Entscheidungstr\u00e4gern sowie Journalisten in Deutschland und Br\u00fcssel diskutierten wir die Herausforderungen, vor denen die NATO, die Europ\u00e4ische Union und der Journalismus stehen. \u00dcber den kulturellen Austausch hinaus bot das Programm Raum, innezuhalten und sich auf die Gr\u00fcnde zu besinnen, die uns urspr\u00fcnglich zum Journalismus gef\u00fchrt haben. Es erm\u00f6glichte uns, den Blick \u00fcber den journalistischen Alltag hinaus zu richten und die Entwicklungen der Branche, unsere eigene Rolle darin sowie die Herausforderungen der Zukunft aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die Herausforderungen, vor denen der Journalismus steht, sind hinl\u00e4nglich bekannt. Doch ebenso sp\u00fcrbar ist die \u00dcberzeugung, dass sich dieser Beruf lohnt \u2013 dass sich zwar die Formen des Journalismus wandeln, sein Kern jedoch derselbe bleibt. Diese Zuversicht verbindet beide Seiten des Atlantiks.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-67720c6 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-global elementor-global-17845 elementor-widget-divider\" data-id=\"67720c6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6c8a8e2 elementor-position-left elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"6c8a8e2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"433\" height=\"605\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Pete.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21276\" alt=\"Pete\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Pete.jpg 433w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Pete-72x100.jpg 72w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Pete-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Pete Madden, ABC, New York, New York <\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">An meine Zeit mit der RIAS Berlin Kommission werde ich mich noch lange erinnern. Ich werde mich daran erinnern, wie wir die Zentren der Macht in Europa besucht haben \u2013 von der Bundespressekonferenz \u00fcber das NATO-Hauptquartier bis hin zur Europ\u00e4ischen Kommission. Ich werde mich an das Gef\u00fchl erinnern, durch die Geschichte zu gehen, als w\u00e4ren die starren Figuren aus meinen Schulb\u00fcchern lebendig geworden und aus ihren Seiten herausgetreten. Und ich werde mich daran erinnern, dass deutsche Redaktionen deutlich ruhigere Arbeitsorte sind als ihre amerikanischen Pendants. W\u00e4hrend meiner Station Days wurde ich mehr als einmal \u2013 h\u00f6flich, aber bestimmt \u2013 gebeten, mich etwas leiser zu verhalten.\nAm st\u00e4rksten werden mir jedoch die Gespr\u00e4che w\u00e4hrend des Programms in Erinnerung bleiben. Meine amerikanischen Kollegen berichteten von einer Zeit gro\u00dfer Herausforderungen \u2013 sowohl f\u00fcr den Journalismus als auch f\u00fcr ihr Land. Unsere deutschen Gastgeber erz\u00e4hlten von ihrer Widerstandskraft angesichts der allzu vertrauten Herausforderung, \u00fcber Bewegungen zu berichten, die den freien Journalismus selbst infrage stellen. Und unser Guide Christoph berichtete davon, wie er sein Leben riskierte, um die Berliner Mauer zu \u00fcberwinden \u2013 eine Geschichte, die zugleich von der Bedeutung unseres Berufs erz\u00e4hlt und eindringlich vor Augen f\u00fchrt, was auf dem Spiel steht.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cea42e6 elementor-position-right elementor-vertical-align-top elementor-widget elementor-widget-image-box\" data-id=\"cea42e6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image-box.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-image-box-wrapper\"><figure class=\"elementor-image-box-img\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"280\" height=\"370\" src=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danyelle.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-21277\" alt=\"Danyelle\" srcset=\"https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danyelle.jpg 280w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danyelle-76x100.jpg 76w, https:\/\/riasberlin.org\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Danyelle-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/figure><div class=\"elementor-image-box-content\"><h3 class=\"elementor-image-box-title\">Danyelle Khmara, freiberufliche Journalistin, Tucson, Arizona<\/h3><p class=\"elementor-image-box-description\">Auf der Busfahrt nach unserem Besuch bei der Europ\u00e4ischen Kommission stellten wir alle dasselbe fest: Die Verantwortlichen bei der t\u00e4glichen Mittags-Pressekonferenz hatten auf keine der Fragen der Journalisten eine wirkliche Antwort gegeben. Diese Erfahrung kam unserer Gruppe aus zw\u00f6lf RIAS Journalisten nur allzu bekannt vor. In diesem Moment wurde uns erneut bewusst, wie wichtig unsere Arbeit ist \u2013 der Wahrheit nachzugehen, die M\u00e4chtigen zur Rechenschaft zu ziehen und die \u00d6ffentlichkeit verl\u00e4sslich zu informieren.\nIch habe oft das Gef\u00fchl, dass mich niemand so gut versteht wie eine Gruppe von Journalisten \u2013 und w\u00e4hrend des RIAS Programms im Sommer 2026 hat sich dieses Gef\u00fchl eindrucksvoll best\u00e4tigt. Die Begegnungen mit Journalisten in Deutschland, darunter auch Medienschaffenden aus aller Welt beim internationalen Sender DW in Bonn, haben mir erneut vor Augen gef\u00fchrt, warum wir diesen Beruf aus\u00fcben. Die Geschichte des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland \u2013 von seiner Gr\u00fcndung nach dem Zweiten Weltkrieg \u00fcber seinen Auftrag, unabh\u00e4ngig, sachlich und ausgewogen zu informieren, bis hin zu den aktuellen politischen Angriffen auf seine Finanzierung \u2013 hat uns als Journalisten aus den USA tief beeindruckt.\nDie Gespr\u00e4che mit Journalisten bei Sendern wie der DW in Bonn, dem Bayerischen Rundfunk in M\u00fcnchen und RTL in K\u00f6ln dar\u00fcber, was sie dank \u00f6ffentlicher Finanzierung oder innovativer Finanzierungsmodelle erreichen k\u00f6nnen, waren inspirierend und ermutigend. Die erfolgreiche Social-Media-Strategie der Afrika-Redaktion der DW, mit der sie junge Menschen in von Konflikten und autorit\u00e4ren Regimen gepr\u00e4gten L\u00e4ndern erreicht, das Verifikationsteam von RTL, das Fotos und Videos \u00fcberpr\u00fcft, bevor sie ver\u00f6ffentlicht werden, sowie die zehn Millionen Zuschauer, die die ARD Abend f\u00fcr Abend erreicht, sind nur einige von vielen Beispielen, die ich w\u00e4hrend des RIAS Programms kennenlernen durfte.\nSo wertvoll die Gespr\u00e4che mit Journalisten auch waren \u2013 die unmittelbare Begegnung mit den Folgen von Autoritarismus und Krieg hat mir die Bedeutung unserer Arbeit noch eindringlicher vor Augen gef\u00fchrt. Das ehemalige Stasi-Gef\u00e4ngnis in Dresden zu besuchen und von dem fr\u00fcheren politischen Gefangenen Peter Keup aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Haft unter dem DDR-Regime anf\u00fchlte, war eine zutiefst pr\u00e4gende Erfahrung. Ebenso bewegend war der Besuch des Hauses der Wannseekonferenz Berlin. An dem Ort zu stehen, an dem hochrangige Nationalsozialisten die Ermordung von elf Millionen Menschen planten, lie\u00df Geschichte auf eine Weise lebendig werden, wie es kein Buch und kein Bildschirm je vermitteln k\u00f6nnten. Und die Gespr\u00e4che mit Regierungsvertretern sowie die Erfahrung, dass Journalisten auch dort mit den vertrauten Herausforderungen konfrontiert sind, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, haben sowohl meine Leidenschaft f\u00fcr den Journalismus als auch meine \u00dcberzeugung gest\u00e4rkt, dass eine weltweite Gemeinschaft von Journalisten eine freie Presse vor allem dadurch sch\u00fctzt, dass sie nicht aufh\u00f6rt, kritische Fragen zu stellen.\nDas RIAS Programm hat mein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Medienlandschaft in Deutschland und Europa nachhaltig vertieft. Gleichzeitig hat es mir neue Impulse gegeben, wie sich lokaler Journalismus in meiner Heimat st\u00e4rken l\u00e4sst, und mir Freundschaften sowie berufliche Kontakte erm\u00f6glicht, von denen ich hoffe, dass sie ein Leben lang Bestand haben werden \u2013 im gemeinsamen Einsatz f\u00fcr eine freie Presse.\n<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von M\u00fcnchen \u00fcber Dresden, Erfurt, Berlin und K\u00f6ln bis nach Br\u00fcssel erkundeten zw\u00f6lf amerikanische Journalisten die deutsche Medienlandschaft, Geschichte und demokratische Institutionen. 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