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News & Events

18. Mai 2022

Gewinner des RIAS-Medienpreises – Bill Whitakers und „60 Minutes“ 

CBS News „60 Minutes“ und Korrespondent Bill Whitaker gewannen 2020 erneut den RIAS-Medienpreis für ihren aufrüttelnden Bericht über Gefängnisreformen in Connecticut und wie diese Reformen zum Teil durch einen Blick über den Atlantik nach Deutschland, den dortigen Umgang mit Gefangenen und die Betonung der Resozialisierung inspiriert wurden.

Unten sehen Sie einen Ausschnitt aus der 2019 ausgestrahlten Geschichte, die der RIAS Medienpreis Deutschland 2020 als beste TV-Geschichte des Jahres auswählte. Es war Whitakers zweiter RIAS-Medienpreis innerhalb von drei Jahren, nachdem eine ähnliche Geschichte über deutsche Gefängnisse mit dem RIAS-Medienpreis 2017 ausgezeichnet wurde.

Die Verleihung des RIAS-Medienpreises wird Anfang Juni in Berlin stattfinden, zum ersten Mal wieder im Jahr 2019. Wegen der Covid-19-Pandemie musste die jährliche Preisverleihung in den Jahren 2020 und 2021 abgesagt werden. Eine unabhängige Jury aus Journalistinnen und Journalisten wählte weiterhin die Gewinner in den Kategorien Fernsehen, Hörfunk und Digitales für das deutsch-amerikanische Austauschprogramm aus. Insgesamt 17 Preisträger aus den drei Jahren 2020, 2021 und 2022 werden bei der Verleihung geehrt.

 


 

17. Mai 2022

RIAS Medienpreisträger 2020-2022 — die Gewinnerbeiträge

Die Verleihung des RIAS-Medienpreises findet Anfang Juni erstmals seit 2019 wieder in Berlin statt. Wegen der Covid-19-Pandemie musste die jährliche Preisverleihung in den Jahren 2020 und 2021 ausfallen. Eine unabhängige Jury aus Journalistinnen und Journalisten kürt aber weiterhin die Gewinner in den Kategorien Fernsehen, Radio und Digital. Insgesamt 17 Gewinner aus den drei Jahren 2020, 2021 und 2022 werden bei der Verleihung geehrt.

Dies sind die Ersten unter den Preisträgern, die RIAS hier auf der Website www.riasberlin.org veröffentlichen wird. Die Reportage für mehrere texanische Fernsehsender aus dem Jahr 2019 wurde von Monica Quintero und David Wagner während ihres RIAS-Fellowships in Berlin und Brüssel erstellt und beinhaltet Interviews mit rechtsextremen Politikern wie Beatrix von Storch von der AfD, dem syrischen Flüchtling Faris Zakri, dem Korrespondenten der Deutschen Welle, Frank Hoffmann, und der Korrespondentin der New York Times, Melissa Eddy. Ihr Beitrag wurde 2020 mit dem „Best Fellow Award“ ausgezeichnet.


3. Mai 2022

RIAS Alumni Chapter Washington DC trifft Goethe-Institut

Das Alumni Chapter der RIAS Berlin Kommission in Washington DC traf sich kürzlich mit dem Goethe-Institut in Washington, wo amerikanische Journalisten und einige Mitarbeiter des Goethe-Instituts die Gelegenheit ergriffen, sich zu verschiedenen Themen auszutauschen.

Von links: Sandra Adams, Andreas Ströhl, James Morrison, Elaine Miller, Larry Miller, Kathrin Engler, Matthew Friedman, Esther Ciammachilli of WAMU’s Morning Edition, Bill Gilcher, Verena Hütter, Deutscher Künstler Mischa Kuball, Amy Kardel and Timon Fleiter.

Die Gruppe wurde von Andreas Ströhl, Direktor des Goethe-Instituts, und Larry Miller, Reporter und Moderator bei WUSA9, dem Leiter der RIAS Alumni Chapter in Washington DC, auf der Dachterrasse begrüßt.

Verena Hütter, Leiterin des Informationsdienstes Nordamerika des Goethe-Instituts Washington, half bei der Organisation der Veranstaltung mit den RIAS Alumni und sagte, dass den amerikanischen Journalisten ganz besonders der Teil der Veranstaltung Vergnügen bereitete, wo Deutschlehrer Paul Pertrerer einen neuen Kurs „Deutsch lernen in 15 Minuten“ ins Leben rief.

Insgesamt nahmen 15 Personen am „Kulturmix“ teil.  Neben dem Deutschunterricht gab es eine anregende Diskussion über aktuelle Ereignisse, wie den Krieg in der Ukraine und die Schießerei im Nordwesten von Washington DC, die während der Veranstaltung stattfand. Einige der Journalisten mussten vorzeitig abreisen, um bei der Berichterstattung über die Schießerei zu unterstützen. Während des Deutschunterrichts lernten die RIAS Journalisten kleine Redewendungen und Begrüßungen wie z .B.: „Woher kommen Sie? Wie geht es Ihnen?“

Sie sprachen auch über Parallelen zwischen der deutschen und der englischen Sprache, über die Aussprache der deutschen Wörter und das deutsche Alphabet.  Ganz besonders faszinierend fanden die Amerikaner die Unterrichtsweise am Goethe-Institut.  Zuerst konzentrieren sich die Lehrer auf Sätze und Redewendungen und erst im nächsten Schritt auf Grammatik. Der Fokus liegt also im ersten Schritt auf dem tatsächlichen Sprechen und Sprachverständnis und erst danach werden die Regeln in Angriff genommen.

„Ich bin wirklich begeistert, dass unsere erste gemeinsame Veranstaltung so gut gelaufen ist“, sagte Miller, der zu seinem Sender zurückkehrenen musste, um über die Eilmeldung zu berichten. „Ich denke, das Goethe-Institut Washington als Partner ist für alle eine angenehm und lohnende Erfahrung. Ich freue mich schon darauf, unsere nächste Veranstaltung mit dem Goethe-Institut im Herbst zu planen. Ich denke, dass die Bekanntschaft mit der deutschen Sprache unsere Verbindungen zu Deutschland und zum RIAS tatsächlich stärkt“.

Miller fügte hinzu wie schön es war, dass Esther Ciammachilli von WAMU an der Veranstaltung teilnahm, da sie im Juni zu einer neuen Gruppe von Alumni in Deutschland stoßen wird.  „Da wir uns bemühen, die Erfahrung der Alumni in Washington DC zu verbessern, halten wir es für wichtig, dass auch die zukünftigen Teilnehmer und diejenigen, die sich für RIAS interessieren, unsere Veranstaltungen besuchen“, sagte er.  „So können wir Fragen zu den Erfahrungen beantworten, unsere Pläne als Chapter diskutieren und Unterstützung anbieten.

„Es war einfach wirklich wunderbar mit unseren RIAS Freunden – es sind großartige Menschen und Journalisten, die dank RIAS bereits in Deutschland waren oder in diesem Jahr mit RIAS nach Deutschland reisen werden“, sagte Hütter. „Unsere lieben RIAS Freunde sind immer herzlich eingeladen, uns auf unserer Dachterrasse des Goethe-Instituts in Washington zu besuchen. Nach dieser unvergesslichen Happy Hour war mein Herz voll von all den wunderbaren Gesprächen mit diesen außergewöhnlichen Menschen, die die deutsch-amerikanische Freundschaft stärken.“

Das Goethe Institut und die RIAS Berlin Kommission haben in den letzten Jahren bei der Big Ponder Reihe zusammengearbeitet. An der preisgekrönten Podcast-Reihe haben unter anderem RIAS-Alumni mitgewirkt. Bitte kontaktieren Sie info@riasberlin.org für weitere Informationen zum Big Ponder.


15. April 2022

Eindrücke von deutschen Studenten vom ERP-Programm in den USA

Eine Gruppe von 15 Journalistikstudenten und jungen Journalisten nahm im März und April an einem neu geschaffenen dreiwöchigen Stipendium in den Vereinigten Staaten teil. Die Studenten, von denen 10 zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten reisten, verbrachten eine Woche in New York und trafen sich dort mit amerikanischen Journalisten, lokalen und Bundespolitikern wie dem Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, politischen Aktivisten wie dem Anführer von Black Lives Matter, Chivone Newsome, Nachrichtenmoderatoren sowie dem Bestsellerautor und ehemaligen Donald-Trump-Anwalt Michael Cohen, führenden Persönlichkeiten aus vielen Gemeinden, Sportlern wie Jürgen Klinsmann und Organisationen wie der Anti-Defamation League und ihrem Leiter Scott Richman, die sich für die Bekämpfung von Hassverbrechen einsetzt.

Die deutschen Journalisten besuchten auch die Redaktionen von NBC, Bloomberg und Vice, die Abyssinian Baptist Church in Harlem und das chassidisch-jüdische Viertel von Williamsburg, Brooklyn. Anschließend besuchten die Studenten, von denen neun aus den ostdeutschen Bundesländern stammen, zwei Wochen lang acht verschiedene Universitäten im Mittleren Westen und Südwesten der USA, um neue Einblicke in die journalistische Ausbildung und das Campusleben in den Zentralstaaten der USA zu gewinnen: University of Oklahoma, Texas A&M, New Mexico State University, Arizona State University, Indiana University, Southern Illinois University, University of Wisconsin-Oshkosh und University of Minnesota.

Das Programm wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Hier sind die Eindrücke der Studenten von dem dreiwöchigen Programm:

Lara Jäkel, Freie Universität Berlin  (Texas A&M)

Wenn ich von den unzähligen Eindrücken des RIAS-Programms etwas mitnehmen könnte, dann wäre es die enorme Vielfalt der Vereinigten Staaten. Bei unseren Treffen und Gesprächen in New York lernten wir die unterschiedlichen Perspektiven und Ideen kennen, die jeder der Gastredner wie Chivona Newsome, Gründerin von Black Lives Matter NYC, oder der ehemalige Trump-Anwalt Michael Cohen einbrachte. Auf dem Weg dorthin erkundeten wir viele Stadtteile – von Harlem bis zum chassidisch-jüdischen Viertel in Brooklyn – und bekamen ein Gefühl für ihre ganz eigene Geschichte und ihre Besonderheiten. Allein über diese Erlebnisse hätte man wochenlang reden können – aber das Programm hatte gerade erst begonnen. Nachdem ich die Hektik des Big Apple hinter mir gelassen hatte, führte mich eine neunstündige Fahrt nach College Station, Texas. Der Unterschied zu New York hätte nicht größer sein können: Ich will keine Klischees bedienen, aber das erste, was ich am Flughafen hörte, war tatsächlich „Howdy“, gesprochen von einem Mann mit Cowboyhut. In College Station gibt es kein einziges Gebäude, das höher als drei Stockwerke ist, und auf öffentliche Verkehrsmittel sollte man auch nicht warten… Was mich jedoch am meisten an der Stadt faszinierte, war der Gemeinschaftssinn, der von diesem Ort und seinen Bewohnern ausging. Vom Feiern ihrer (sehr erfolgreichen) Sportmannschaften bis hin zur Genmanipulation von Karotten, damit sie kastanienbraun (die charakteristische Farbe von Texas A&M) statt orange sind – die „Aggies“ nehmen ihren Schulgeist definitiv ernst. Und selbst an diesem scheinbar kleinen und homogenen Ort reichten die Meinungen, die ich hörte, von eingefleischtem Konservatismus bis zu liberalen und progressiven Ansichten. In Anbetracht der Tatsache, dass ich bisher nur in Zweien der 50 + 1 Bundesstaaten war, gibt dies zumindest einen Hinweis darauf, welch große Vielfalt in den Vereinigten Staaten zu finden ist.

Daniel Heyd, n-tv / RTL Journalistenschule Köln   (University of Oklahoma)

Es war eine unbeschreiblich ereignisreiche Zeit. Drei Wochen voller Eindrücke und täglich folgte ein Highlight dem anderen. Wenn ich zurück denke, ist es unfassbar was alles im Programm war, wie viele interessante Spots und Leute besucht wurden und wie viele spannende Gespräche dabei geführt wurden. Mal war es ein Mittagessen mit Michael Cohen, dann Besuche in den Redaktionen der ARD von Bloomberg und von Vice. Die ersten fünf Tage im New York haben schon einen sehr detaillierten Einblick in die Medienlandschaft der USA und in die Mentalität der Menschen geliefert.

Dann ging es nach Oklahoma und die Eindrücke überschlugen sich. Seminare an der Universität von Oklahoma in Norman, Ausflüge zur Cherokee Nation in Tahlequah, ein Nachmittag mit der Mordkommission in Tulsa, ein Treffen mit dem Bürgermeister von Oklahoma City, ein Besuch einer regionalen High-School und diverse Treffen mit lokalen Journalisten in deren TV-Stationen. Oklahoma hat mich nicht nur aufgrund der unbeschreiblichen Gastfreundschaft beeindruckt, sondern auch aufgrund seiner Vielfältigkeit. Die Menschen, die Geschichte, die Landschaft und die Kultur wurden mir von Tag zu Tag näher gebracht. Ein detaillierter Einblick in den mittleren Westen den ich weder als Tourist noch als Journalist jemals bekommen hätte.

Es war in allem eine unbeschreibliche Zeit. Jeden Tag den ich in den USA verbracht hat, egal ob an der Ostküste oder im mittleren Westen, hat mich den Menschen vor Ort näher gebracht, meinen Horizont enorm erweitert und mir geholfen das Land kennenzulernen und besser zu verstehen. Ich werde RIAS für immer dankbar für diese Möglichkeit sein und dadurch Teil des RIAS-Netzwerks zu werden. Das Programm und die geknüpften Kontakte werden mein persönliches und berufliches Leben stark prägen – wenn sie es nicht schon ohnehin getan haben.

Emma Matthea Lübbert, Universität Leipzig (University of Wisconsin-Oshkosh)

Das erste, was ich nach meiner Ankunft in Deutschland tat, war, nach Flügen nach New York City zu suchen. Obwohl die RIAS-Erfahrung mich sprachlos gemacht hat, konnte ich nur daran denken, wieder dorthin zu fliegen. Von der VIP-Tour auf dem Empire State Building bis hin zu Besuchen bei VICE, CBS, Bloombergs und der ARD – unsere Zeit in New York war noch besser, als ich es mir in den letzten zwei Jahren vorgestellt hatte. Jeder Tag war eine neue Lernerfahrung, gemischt mit Spaß in lokalen Bars und Restaurants am Abend. Auch wenn sich das Aufstehen um 7 Uhr morgens an manchen Tagen falsch anfühlte, war jede Minute des Programms es wert und eine einmalige Erfahrung. Wir wurden mit großartigen Rednern aus dem gesamten politischen Spektrum gesegnet und erhielten einen echten Einblick in die Arbeitsweise von Journalismus und Politik in den USA. Obwohl ich traurig war, den Big Apple zu verlassen, war meine Zeit in Oshkosh, Wisconsin, genauso schön. Dank unserer wunderbaren und liebenswerten Gastgeber – Joel Waldinger und Barb Benish – war unsere Erfahrung in Wisconsin ein großes Vergnügen. Ich werde meine Zeit in den Staaten mit RIAS nie vergessen.

Rieke Smit, Hochschule Magdeburg-Stendal  (New Mexico State University)

Ich habe so viele Erfahrungen in kurzer Zeit gesammelt, dass ich noch immer dabei bin, diese zu verarbeiten. Beim Erzählen über die letzten Wochen wird einem erst so richtig bewusst, wie besonders die Einblicke sind, die wir sowohl in New York als auch in der Station Week bekommen haben. Denn wer kann schon behaupten, 2,5 Stunden mit Michael Cohen gefrühstückt zu haben, im Gottesdienst der Abyssinian Church persönlich von Reverend Dr. Butts begrüßt worden zu sein oder bei Bloomberg mit der „Stimme der Subway“ Charlie Pellett gesprochen zu haben.

Gerade die Station Week hat mein Blick auf die USA, die ich mit diesem Programm das erste Mal besucht habe, noch einmal deutlich erweitert. Die Zeit, in New Mexiko zu verbringen in einer Region, die von der Grenze zu Mexiko geprägt ist, hat mir die alltägliche Realität einer Situation gezeigt, die in den deutschen Medien oft nur bei Problemen aufgezeigt wird. Außerdem habe ich einen Studiengang kennengelernt, der so professionell Livenachrichtenshows produziert wie mancher Newsroom in Deutschland.

Was mich am meisten beeindruckt hat, war aber die Offenheit und Freundlichkeit, mit der wir überall begrüßt wurden. Wir konnten jegliche Fragen stellen und haben mit unserem Gegenüber immer zu einer Diskussion auf Augenhöhe gefunden. Das Wort Austausch wird in diesem durchaus herausfordernden Programm großgeschrieben und Teil des RIAS-Netzwerks zu sein, fühlt sich schon jetzt an, wie zu einer weltweiten journalistischen Familie dazuzugehören.. Es waren eindrucksvolle 14 Tage.

Adrian Liehr, Universität Leipzig  (Indiana University)                           

Nach zweijährigem Hoffen, dass das RIAS-Programm nach der Corona bedingten Absage 2020 doch noch stattfinden konnte, war es nun endlich soweit – drei Wochen lang durften wir die USA aus ganz verschiedenen Perspektiven erleben. In den ersten neun Tagen lernten wir New York sowohl auf journalistischer und politischer, aber auch auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene kennen. Zu meinen absoluten Highlights zähle ich die Gespräche mit Phil Murphy und Michael Cohen, den Besuch des Broadway-Musicals „Come from Away“, die abendliche Hafenrundfahrt und den Besuch des Gottesdienstes in Harlem. Aufgrund der Terminfülle könnte ich diese Aufzählung noch weiter fortsetzen. Ich bin ein Fan von New York geworden und möchte bald wieder dahin zurückkehren.

Der zweite Teil der Reise führte mich an die Indiana University in Bloomington. Dort hatte ich die Gelegenheit, die Reporter des örtlichen Fernseh- und Radiosenders bei ihrer Arbeit zu begleiten und gleichzeitig ein Gespür für das Leben im Mittleren Westen und den dortigen Lebensstil zu bekommen. Dieser unterscheidet sich stark von der allgegenwärtigen Hektik in Manhattan. Alle Menschen, denen ich begegnete, waren mir gegenüber offen und interessiert. Hervorzuheben sind insbesondere die amerikanische Gastfreundschaft und das ehrliche Interesse am persönlichen Hintergrund und dem Leben in Deutschland. Daraus ergaben sich tolle Gespräche, an die ich mich noch lange erinnern werde.

Alles in allem war die Zeit in den USA ein unglaubliches Erlebnis, das mich nachhaltig prägen wird. Die drei Wochen fühlten sich einerseits viel zu kurz an, andererseits hatte ich durch die vielen Programmpunkte manchmal das Gefühl, schon seit drei Monaten im Land zu sein. Dazu trug auch die gesamte Gruppe bei, mit der dieses Erlebnis für immer verbunden sein wird. Ein großer Dank geht an das RIAS-Team und insbesondere Erik Kirschbaum für die Organisation und das Ermöglichen dieser besonderen Reise!

Marita Wehlus,  Deutsche Journalismus Schule München (Indiana University)

Die Begegnungen mit Politikerinnen, Medienschaffenden, Aktivistinnen und Studierenden, die das RIAS-Programm ausmachen, haben mir einen Blick in die amerikanische Gegenwart gewährt, von dem ich wohl noch lange zehren werden. Ich durfte in dieser einen Woche in New York und den folgenden zwei in Bloomington, Indiana ein Land sehen, das zerrissen und traumatisiert und hoffnungsvoll und gnadenlos offen ist. Von Chivona Newsome (BLM New York) zu hören, warum für sie die Polizei immer eine rassistische Institution bleiben wird, hat mir genauso Denkanstöße gegeben, wie Phil Murphy (Gov. of New Jersey), der mich das erste Mal hat spüren lassen, wie professionalisiert das Auftreten von Politikern in den USA ist. Es gab so viele Momente in diesem Programm, die mir neue Perspektiven gezeigt haben. In Indiana das Leben eines kleinen, demokratischen gallischen Dorfes zu sehen, das in Mitten eines sehr rot-wählenden Bundesstaates liegt, war wohl eine der interessantesten. Ich sah Studierende Ann Coulter (rechte Autorin) applaudieren, während sie die „blutige, gottlose“ französische Revolution als Ursprung des Liberalismus beschrieb. Ich saß einer demokratischen Staatssenatorin gegenüber, die trotz absoluter Minderheit versucht Legislatur zu beeinflussen und mich fragte, ob ich ihr erklären könne, wie das damals passiert sei mit Trumps Wahl 2016. Und ich hatte die Möglichkeit mit Dan Coats zu sprechen (Republikaner, Senator a.D.), der vor Studierenden davon sprach, dass Zusammenarbeit in der Politik nicht mehr möglich scheint, dass alles ein Krieg geworden sei. Trotz all dieser Spannung, waren da auch die großartig talentierten Journalistinnen von WTIU/WFIU, die nicht nur preisgekrönte Dokumentationen produzieren (ich denke, auch, weil es in ihrer Redaktion keine Police Scanner mehr gibt, um über jede Blaulichtmeldung zu berichten), sondern auch ein Paradebeispiel für crossmediales Arbeiten sind. Die neue Generation der Journalismus Studierenden ist nicht weniger beeindruckend. Und schließlich war es vor allem deshalb eine unvergessliche Erfahrung, weil mir und uns bei fast jeder Begegnung so viel kritische Reflexion, aber auch Lust an der Auseinandersetzung und so viel Interesse an unserer Perspektive entgegengeschlagen ist.

Sarah-Maria Köpf, Martin-Luther Universität  Halle-Wittenberg (Texas A&M)

Drei Wochen USA – eine davon in New York, zwei Wochen in Texas – haben mir einen Einblick in das Land und seine Medienlandschaft gegeben, wie ich ihn ohne RIAS nie erlebt hätte. Denn wie oft hat man schon die Gelegenheit, den Gouverneur von New Jersey zu treffen oder mit Donald Trumps ehemaligen Anwalt Michael Cohen zu sprechen? Besonders gefreut habe ich mich, dass es nach den harten Beschränkungen der Pandemie wieder möglich war, die News Rooms zu besuchen und wir uns so ein noch genaueres Bild der Arbeit der Journalistinnen und Journalisten machen konnten –angefangen bei NBC und Bloomberg in Manhattan bis hin zu Vice im hippen Williamsburg. Mein absolutes Highlight war aber das gemeinsame Mittagessen mit Black Lives Matters NYC Mitbegründerin Chivona Newsome, bei dem wir über Aktivismus und Alltagsrassismus gesprochen haben. Auch nach unserer Reise wird mir der Tag noch lange im Gedächtnis bleiben

In College Station konnte ich spannende Journalismus-Seminare an der Texas A&M University belegen und war positiv überrascht, wie praktisch und berufsvorbereitend die Kurse ablaufen. In mehreren Seminaren hatte ich die Möglichkeit, mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen und mehr über das deutsche Mediensystem und meine eigene journalistische Arbeit zu erzählen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Anforderungen an junge Journalisten und Journalistinnen sowie unsere eigenen Ansprüche und Motivationen sich über die Länder hinweg gar nicht sehr voneinander unterscheiden. Beeindruckt hat mich auch die College Zeitung „The Battalion“, die mit weniger als 20 Studierenden jede Woche eine neue Printausgabe auf die Beine stellt, sowie zusätzlich Online- und Social Media Beiträge schreiben. Auch beim lokalen ESPN TV-Sportsender hat sich mir die Medienlandschaft an der Uni als sehr professionell und gut strukturiert gezeigt. College Sport im Allgemeinen wird an der Texas A&M groß geschrieben. Wie sehr die Studierenden hier die „Aggies“ anfeuern, konnte ich bei einem Baseball Spiel live erleben, was wirklich eine einmalige Erfahrung war.

Ich werde bestimmt noch einige Wochen brauchen, um diese spannende Reise mit RIAS zu verarbeiten. Sicher ist jedoch, dass sie meinen Blick auf die USA verändert hat und ich ein besseres Verständnis für die vergangenen und aktuellen Geschehnisse im Land gewonnen habe.

 Tom Wagner, Humboldt Universität Berlin (Southern Illinois University)

Durch einen sehr frühen Flug und meine Unfähigkeit im Sitzen zu schlafen, erreichte ich New York äußerst müde. Jeden Tag versprach ich mir selbst am Morgen, heute doch einmal früh schlafen zu gehen. Dennoch kam ich an keinem Tag vor Mitternacht nach Hause, denn diese Stadt schläft nie und ich verstand nun dass ich das hier auch nicht wollte. All die faszinierenden Persönlichkeiten und Orte die wir jeden Tag besuchten und die äußerst interessanten Gespräche die wir dort führten, sowie die unendlichen Möglichkeiten am Abend waren so einmalige und packende Erfahrungen, dass ich keine Sekunde verpassen wollte.

Aus Berlin kommend, gefällt es mir eigentlich, dass die Menschen einen für gewöhnlich in Ruhe lassen. Daher hatte ich ein wenig sorge vor der von Freunden angekündigte Freundlichkeit und Offenheit der Amerikaner und speziell der New Yorker. Doch sehr schnell gewöhnte ich mich an diese Offenherzigkeit und genoss es selbst, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen und von Ihnen über die Stadt, das Land und die Menschen zu lernen.

Dieses Land, das man aus Film und Fernsehen so gut zu kennen glaubt, in dieser Weise zu erfahren, war Augen öffnend und bereichernd. Rückblickend beschreibt wohl kein Ereignis so sehr die Eindrücke dieser Reise, wie der Besuch der Abyssinian Baptisten Kirche in Harlem, wo tiefe soziale Konflikte und der unzerstörbare  Wille, nach vorn zu blicken und das beste aus der Situation zu machen, so nah beieinander liegen.Diese und andere Erfahrungen werden wohl noch eine Weile benötigen, bis ich sie vollständig verarbeitet habe.

Jessica Schäfer, Hochschule Magdeburg-Stendal (University of Minnesota)

2 Jahre später als ursprünglich geplant war es endlich soweit: Meine erste Reise in die USA startete. So richtig glaubte ich es allerdings erst, als ich am JFK landete und schließlich vom Fenster meines Hotelzimmers auf das Empire State Building blickte. Dank RIAS und nicht zuletzt auch meiner tollen Gruppe habe ich in New York zehn unvergessliche Tage verbracht, in denen ein Highlight das nächste jagte! Zu meinen persönlichen Highlights zählen der Besuch eines Gottesdienstes der Abyssinian Baptist Church, die Besuche verschiedener US-Redaktionen – darunter Bloomberg und Vice –, den Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, sowie den Ex-Trump-Anwalt Michael Cohen jeweils zu einem Gespräch zu treffen und ein NBA-Spiel im Madison Square Garden anzuschauen.

Meine Station Week verbrachte ich in Minneapolis – der Stadt von Prince. Ich bin insgesamt unglaublich dankbar, dass ich an diesem RIAS-Programm teilnehmen durfte und dadurch so viele exklusive und inspirierende Einblicke in die US-amerikanische Medienlandschaft, Politik und Kultur erhalten habe.

Florian Sädler, Axel Springer Akademie Berlin (University of Oklahoma)

Je näher das RIAS-Programm rückte, desto mehr versuchte ich mich nicht zu sehr darauf zu freuen. Schließlich war das Ganze schon viermal geplant gewesen, seit unserer ursprünglichen Reise im März 2020. Zwei Jahre, zahllose Covid-Wellen und all die gestrichenen Flüge später wurde mir erst klar, dass es wirklich so weit war, als ich den JFK-Flughafen verließ und mich tatsächlich in New York City befand. Drei Wochen später hatte ich noch nicht wirklich Zeit, all das zu verarbeiten, was wir in den Staaten erlebt haben. Von Tag 1 bis Tag 21 gab es kaum Pausen, manchmal nicht einmal, um eine richtige Mahlzeit einzunehmen. An den meisten Tagen kehrten wir erst zwischen 22 Uhr und Mitternacht in unser Hotelzimmer oder Apartment zurück, gerade mal Zeit genug, um ein wenig  zu schlafen und am nächsten Tag in einigermaßen ansehnlicher Verfassung zu sein. Wenn wir uns in die Stadt – oder, während des zweiten Teils des Programms, aufs Land – wagten, haben wir alles erdenklich Mögliche erlebt: ein Treffen mit einem Gouverneur, ein Treffen mit einer Gruppe von Highschool-Schülern in einem Armenviertel von Oklahoma City oder mit Donald Trumps ehemaligem Anwalt, einen Besuch bei afghanischen Flüchtlingen, mehrere NBA-Spiele und den Besuch einer Gospelkirche, Führungen durch ein ultra-orthodoxes jüdisches Viertel in Brooklyn, das Empire State Building und sogar ein Streetfood-Festival in einem Dorf der Cherokee Nation. Es gab keinen einzigen langweiligen Tag. Wir haben mit so vielen verschiedenen Menschen gesprochen und so viele verschiedene Orte besucht, dass es schwer war sich nur wenige Tagen später an all das zu erinnern, was bis zu diesem Zeitpunkt geschehen war. Nicht einmal an den gestrigen Tag (was ein ziemliches Luxusproblem ist, wie ich finde). Alles verschmolz einfach zu einem sehr angenehmen und denkwürdigen Ereignis. Ich bin irgendwie froh, dass ich meine Erwartungen nicht hochgeschraubt habe, bevor ich das Flugzeug bestieg. Auf diese Weise war ich umso glücklicher, dass alles geklappt hat.

Hinzu kommt, dass das Konzept, eine Woche in New York City zu verbringen und sich dann auf den Mittleren Westen zu verteilen, Wunder gewirkt hat. Es gibt nichts Besseres, um ein Gefühl für die Kontraste zu bekommen, die dieses Land prägen, als von Manhattan direkt nach Norman, Tahlequah oder Kingfisher in Oklahoma zu fahren. Je mehr Zeit ich in den USA verbracht habe, desto weniger glaube ich, dass irgendjemand dieses Land wirklich erklären kann. Vor allem Ausländer. Dennoch habe ich durch all die verschiedenen Eindrücke, die ich auf dieser RIAS-Reise gewonnen habe, das Gefühl, dass ich jetzt ein bisschen besser verstehe, wie die Amerikaner ticken und warum. Mehr kann man von einem dreiwöchigen Austauschprogramm nicht verlangen.

Amy Woyth, Hochschule Mittweida (University of Wisconsin-Oshkosh)

Nach jahrelangem Warten war es im März endlich so weit: Ich konnte meinen Flug nach New York City antreten – „Ich glaube es erst, wenn ich wirklich dort bin“, hatte ich mir in den letzten Wochen gesagt. Und es war alles, was ich mir erhofft hatte, und noch mehr. Nach einer Woche in New York mit zu vielen Terminen und Highlights, um sie alle aufzuzählen, war es an der Zeit, eine Reise in den Mittleren Westen anzutreten. Obwohl ich keine besonders großen Hoffnungen in eine kleine Stadt in Wisconsin gesetzt hatte, rundete sie die Reise perfekt ab. Meine Gastfamilie, die ich nun meine Paten nennen darf, war die tollste Familie, die ich mir hätte wünschen können, sie zeigte mir die Stadt und erfüllte mit mir zusammen meine „Bucket List“ für die Staaten. Obwohl ich schon mehrmals mit meiner eigenen Familie in den USA war, hat mir Oshkosh, Wisconsin, gezeigt, wie das amerikanische Leben wirklich ist. Das Programm war in seiner Mission erfolgreich: Ich habe so viele Dinge über die USA, ihre Menschen und ihre Lebensweise gelernt, dass ich nun einige Monate brauchen werde, um all das zu verarbeiten, was ich so privilegiert erlebt habe.

Leonie von Randow, Axel Springer Akademie Berlin (Southern Illinois University)

Noch nie habe ich in so einer kurzen Zeit so viele interessante Menschen kennengelernt und so viel Input aufgesogen wie während der Woche in New York. Jeder Tag war vollgepackt mit Terminen, von denen man als Journalist nur träumen kann: Wir trafen streitbare Personen wie Arthur Aidala, Radiomoderator und Anwalt von Harvey Weinstein, oder Michael Cohen, den ehemaligen Rechtsanwalt und engen Vertrauten von Donald Trump. Wir aßen Mittag mit der unglaublich beeindruckenden und sympathischen Black-Lives-Matter-Aktivistin Chivona Newsome und fragten Clare Toeniskoetter, Redakteurin beim New-York-Times-Erfolgspodcast „The Daily“, über ihre Arbeit aus. Am Sonntag besuchten wir einen sehr mitreißenden Gottesdienst in der Abyssinian Baptist Church in Harlem und begannen, Religion in Amerika besser zu verstehen. Ich bin erfüllt von all den einmaligen Erfahrungen und der wunderbaren Zeit, die ich mit Erik und den anderen RIAS Fellows verbringen durfte – und ich freue mich auf viele Begegnungen mit anderen RIAS-Alumni in Berlin oder irgendwo sonst auf der Welt.

Friedrich Steffes-lay, Free Tech Academy, Berlin (Arizona State University)

Zwei Jahre Wartezeit wegen Covid, doch jeder Tag Geduld hat sich gelohnt! Die Zeit in den USA war so intensiv und lehrreich, dass ich immer noch nicht alles verarbeitet habe. Auch für mich bleiben vor allem die Hintergrundgespräche mit Ex-Trump-Anwalt Michael Cohen und Gouverneur Phil Murphy in Erinnerung, aber auch die tiefen Einblicke in den US-Journalismus in den Newsrooms von Bloomberg, VICE und WNBC.
In meiner Universitätsstation tauchte ich tief in die Lokalpolitik von Phoenix ein und traf Menschen mit den unterschiedlichsten Ansichten. Ich durfte lernen, wie professionell (Investigativ-)Journalismus auf dem Campus gemacht wird – und dabei selbst mit einem Interview mit einem deutschen Generalkonsul aktiv werden. Mein Highlight ist aber sicherlich meine Recherche über den Menschenhandel in Phoenix, die mich sogar hinter die verschlossenen Türen eines örtlichen Hilfezentrums führte. Initiiert wurde sie durch ein Gespräch mit einem Politik-Professor an der Arizona State University.
Aber das Programm war nicht nur auf journalistischer Seite eine tolle Erfahrung. In New York und Phoenix konnte ich mehrere Freunde treffen, die ich bereits vor drei Jahren über RIAS kennengelernt habe – und werde einige von ihnen schon bald in Deutschland wiedersehen.

Jana Glose, Deutsche Sporthochschule Köln  (University of Oklahoma)

Nachdem es im Wahljahr 2020 aufgrund von Corona nicht in die USA gehen konnte, startete mein RIAS-Programm zusammen mit anderen Journalismusstudierenden aus ganz Deutschland knapp 700 Tage später in New York, der Stadt, die niemals schläft. Und das gleich vorweg: Allzu viel Schlaf gab es in den Tagen in der Stadt auch wirklich nicht, aber es hat sich mehr als gelohnt. Ich habe Amerika und insbesondere den amerikanischen Journalismus von  einer spannenden Seite kennengelernt. Durch die zahlreichen Gespräche mit Journalist:innen, Aktivitst:innen und Politikern sowie durch Redaktionsbesuche, unter anderem bei Bloomberg, im ARD-Studio und bei Vice, konnte ich ein Verständnis vom amerikanischen Leben und der amerikanischen Medienlandschaft entwickeln. Die tiefgründigen Gespräche und Diskussionen haben mir Ideen, Innovationen und Perspektiven aber auch Ängste, Sorgen und Probleme innerhalb Amerikas Bevölkerung aufgezeigt. Meine persönlichen Highlights in New York waren der Besuch eines Ranger-Hockey-Games, ein Mittagessen mit der Gründerin von Black Live Matters New York, Chivona Newsome, im Stadtteil Harlem, ein Gespräch mit New Jerseys Gouverneur Phil Murphey und der Besuch des Musicals “Come from Away”. Abgerundet durch den Austausch mit den anderen Teilnehmer:innen war das RIAS-Programm in New York ein unvergessliches und sehr lehrreiches Erlebnis.

University Week: Für meine University Week ging es für mich an die University of Oklahoma. Ein riesiger Campus mit TV-Studios mit täglicher News- und wöchentlicher Sport-Show, eine Mensa wie bei Harry Potter und ein Footballstadion mit Platz für 90.000 Besucher:innen sind nur einige wenige Eindrücke, die mir bleiben. Die Uni bietet Studierenden vielfältige Möglichkeiten sich auf eine Karriere im Journalismus vorzubereiten. Besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, dass die Professor:innen sich stark dafür einsetzen, dass alle Studierenden nach ihrem Abschluss oder möglichst schon davor einen Job finden. Leider musste ich nach zwei Tagen in Oklahoma Bekanntschaft mit dem amerikanischen Gesundheitssystem machen und die restliche Woche im Bett verbringen. Aber auch das war mal eine Erfahrung, auch wenn ich diese, anders als die anderen, nicht unbedingt hätte machen müssen.

Simon Lanzerath, Universität zu Köln (Southern Illinois University)

Vor der Reise habe ich mir Sorgen um die amerikanische Demokratie und die transatlantischen Beziehungen gemacht, vor allem nach dem Sturm auf das Kapitol und vier Jahren Trump. Nach dieser Reise und den vielen Gesprächen mit politischen Akteuren, Studierenden, aber auch Menschen auf der Straße weiß ich: Unsere Partnerschaft ist stark und der Wille zur Verteidigung der Demokratie ist es auch. Was es dafür braucht ist ein gegenseitiges Verständnis. Durch das RIAS-Programm konnten wir dieses Verständnis verbessern – bei Deutschen wie auch bei Amerikanern.

Erik Kirschbaum, Executive Director, RIAS Berlin Kommission
Der Aufenthalt in den USA mit einer Gruppe deutscher Journalismusstudenten im Rahmen eines neu geschaffenen ERP Austauschprogramm durch die RIAS Berlin Kommission war eine wirklich wunderschöne Erfahrung, vielleicht auch deshalb, weil die meisten von ihnen noch nie zuvor in diesem Land waren und unbändigen Enthusiasmus mitbrachten, um mehr zu erfahren. Sie kamen mit offenem Geist an und verließen das Land drei Wochen später mit einem Kopf voller Erinnerungen, wertvoller neuer Entdeckungen über die USA und vielleicht auch über sich selbst. Und weil sie so gut vorbereitet und mit so viel Neugierde kamen, waren die Gespräche mit amerikanischen Journalisten, Politikern wie dem Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, afroamerikanischen Führungspersönlichkeiten wie Chivone Newsome, jüdischen Führungspersönlichkeiten wie dem Direktor der Anti-Defamation League NY, Scott Richman, und deutsch-amerikanischen Sportgrößen wie Jürgen Klinsmann hervorragend.

Das Programm wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.


 

7. April 2022

Während ihrer RIAS Reise in die USA tauchen deutsche Studenten ins College-Leben ein

Fünfzehn deutsche Studenten gewannen im Rahmen eines neu geschaffenen Programms der RIAS Berlin Kommission an acht führenden amerikanischen Universitäten im Mittleren Westen und Südwesten viele neue Einblicke in das Leben in den USA und die dortige journalistische Ausbildung. Einige Studenten wurden sogar in lokale Radio- und Fernsehsendungen eingeladen und sprachen dort über ihre Erfahrungen in den USA, zogen Vergleiche über das Leben in den beiden Ländern. Für andere Studenten ergab sich die Gelegenheit lokale Studentengruppen oder führende Politiker vor Ort für einen anregenden Austausch zu treffen.

Drei Studenten aus Deutschland verbrachten zwei Wochen in Carbondale, Illinois, und besuchten die Southern Illinois University und ihren Gastgeber Fred Martino, der 20 Jahre zuvor an einem RIAS-Programm in Deutschland teilgenommen hatte. Tom Wagner, Leonie von Wagner und Simon Lanzerath sprachen in Martinos Talkshow 30 Minuten lang darüber, was sie in den Vereinigten Staaten gelernt haben und wie angenehm überrascht sie über die Offenheit und Freundlichkeit der Amerikaner sind, die sie während des Programms kennenlernten, das Mitte März mit einer ersten gemeinsamen Woche in New York begann. Hier ist ihr Interview.

Friedrich Steffes-lay war Gast in der „Blaze Radio Show“ des Radiosenders der Arizona State University in Tempe und sprach über die Arbeit der Journalisten in Deutschland. Er teilte seine Ansichten über die kulturellen Unterschiede zwischen den USA und Deutschland sowie über die Unterschiede in der Medienlandschaft der beiden Länder. Steffes-lay hatte auch die Gelegenheit, die Stadträtin Ann O’Brien zu treffen und mit ihr über lokale Themen zu sprechen sowie darüber, warum sie glaubt, dass Arizona bei den US-Wahlen zu einem „Swing State“ geworden ist und in Zukunft noch stärker polarisiert werden könnte.

An der New Mexico State University in Las Cruces konnte Rieke Smith an Vorlesungen teilnehmen, in denen ehemalige Studenten der MNSU darüber sprachen, wie sie nach ihrem Abschluss in den Vereinigten Staaten in den Journalismus eingestiegen sind und welche Erfahrungen sie in ihrem Beruf gemacht haben. Sie schloss sich auch einem studentischen Nachrichtenteam an, das für den lokalen Nachrichtensender des Campus über eine Veranstaltung berichtete, bei der Obdachlose einen kostenlosen Haarschnitt erhielten.

An der University of Oklahoma bot sich Daniel Heyd und Florian Sädler die Gelegenheit, eine Rede des ehemaligen nationalen Sicherheitsberaters von Präsident Donald Trump, Robert O’Brien, zu hören. Sie nutzten auch die Chance, der Polizei von Tulsa einen Besuch abzustatten, trafen den Polizeichef und den Pressesprecher und lernten die Mordkommission kennen.

An der Indiana University hörten Marita Wehlus und Adrian Liehr eine Rede von Präsident Trumps ehemaligem Geheimdienstchef Dan Coats, der während der Präsidentschaft von George W. Bush auch US-Botschafter in Deutschland gewesen war. Sie lernten auch Paul Helmke, den ehemaligen Leiter der Brady-Kampagne zur Verschärfung der Waffengesetze in den Vereinigten Staaten, kennen.

An der University of Minnesota nahm Jessica Schäfer an Vorlesungen über Radiojournalismus bei Scott Libin, einem RIAS-Alumnus und ehemaligen Vorsitzenden der RTDNA in den Vereinigten Staaten teil. Außerdem verbrachte sie einen Tag beim Fernsehsender KARE 11 in Minneapolis und lernte dort, wie die Abendnachrichten produziert werden. Sie arbeitete sowohl in der Sportabteilung des Senders als auch im Regieraum. Auch nutzte sie die Chance einen Tag die Arbeit bei dem Radiosender „MPR Radio“ kennen zu lernen.

An der Texas A&M konnten Sarah-Maria Köpf und Lara Jäkel beobachten, wie lokale TAMU-Nachrichten produziert werden. Sie besuchten auch den lokalen Sportsender „ESPN TV“, wo das Baseballspiel, das sie gesehen hatten, gerade im Fernsehen übertragen wurde.

Das Programm wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Für amerikanische Studenten, die Journalismus oder ein verwandtes Fachgebiet studieren, wurde ein ähnliches Programm in Deutschland ins Leben gerufen, welches sich mit der Rolle des Rundfunkjournalismus vor allem während des Kalten Krieges und insbesondere am Standort Berlin befasst.


2. April 2022

Deutsche Studenten erfahren Journalismus im Mittleren Westen und Südwesten der USA

Studenten des ERP-Programms der RIAS Berlin Kommission Leonie von Randow, Tom Wagner und Simon Lanzerath (von links) besuchen den Nachrichtensender WSIU TV in Carbondale, Illinois
Friedrich Steffes-ley (Dritter von rechts), Journalismusstudent der RIAS Berlin Kommission, besucht amerikanische Journalismusstudenten im Howard Center für Investigativen Journalismus an der Arizona State University.

Acht Gruppen deutscher Journalismusstudenten und junger Journalisten besuchen zwei Wochen lang führende Universitäten und Journalismusprogramme im Mittleren Westen und Südwesten der USA im Rahmen eines Programms der RIAS-Berlin-Kommission, welches dank eines Zuschusses aus dem European Recovery Program (ERP) des Wirtschaftsministeriums ins Leben gerufen wurde. In Gruppen von einer bis drei Personen besuchten die deutschen Studenten die University of Oklahoma, Texas A&M, Southern Illinois University, New Mexico State University, Arizona State University, Indiana University, University of Minnesota und die University of Wisconsin-Oshkosh und erlebten wie junge Amerikaner das Handwerkzeug des Journalismus in den USA erlernen.

Die Deutschen – 10 von ihnen waren zum ersten Mal in den USA – erfuhren, dass die meisten großen amerikanischen Universitäten einen eigenen Fernsehsender, einen Radiosender und eine Zeitung haben. In der Regel sind diese Studentensender Teil des öffentlichen Rundfunksystems in den USA und ihre Beiträge werden manchmal sogar in die nationalen Nachrichtensendungen von PBS TV oder National Public Radio (NPR) eingespeist. Es war eine augenöffnende Erfahrung für die deutschen Studenten, die aus erster Hand erleben konnten, wie amerikanische Journalismusstudenten von Anfang an viel praktische Erfahrung bei der Berichterstattung über Themen auf ihrem Campus und in ihren lokalen Gemeinschaften sammeln.

Daniel Heyd und Florian Sädler (vordere Reihe, Mitte) besuchen eine High School in Norman, Oklahoma, um über Deutschland und transatlantische Beziehungen zu sprechen

Zu den Höhepunkten neben dem Programm gehörte ein Vortrag von Florian Sädler und Daniel Heyd vor mehr als 100 Schülern einer High School in Norman, Oklahoma, über das Leben und die politische Situation in Deutschland.

In Indiana hatten Marita Wehlus und Adrian Liehr die Gelegenheit, die demokratische Senatorin Shelli Yoder zu treffen. Auch Jahre nach dem Trump 2016 kann sie sich nicht erklären, wie es dazu kommen konnte und fragte die RIAS-Stipendiaten nach deren Meinung dazu. Außerdem erwähnte sie, dass sich einige republikanische Kandidaten in Indiana jetzt „Konservative“ nennen, um zu zeigen, dass sie noch weiter rechts stehen, als die Gesamtheit der republikanischen Partei. Sie erklärte den Deutschen auch, wie es den Demokraten gelungen ist trotz einer republikanischen Mehrheit im Senat des Bundesstaates einen Versuch zu stoppen, den Unterricht zur Kritischen Rassentheorie in Schulen zu verbieten.

Wehlus und Liehr hatten auch die Gelegenheit, die Nachrichtenredaktion von Channel 9 in Cincinnati, Ohio, zu besuchen, wo ihre Gastgeberin Sara Wittmeyer von der Indiana University zuvor gearbeitet hatte. Sie besuchten auch Journalismuskurse an der Northern Kentucky University und sprachen mit den amerikanischen Studenten darüber, wie Journalismus in Deutschland gelehrt wird und wie das Mediensystem in Deutschland im Vergleich zu den Vereinigten Staaten organisiert ist.

In Arizona hatte Friedrich Steffes-lay dank seiner Gastgeberin Michelle Ailport, die 2019 an einem ERP-Programm in Deutschland teilgenommen hatte, die Möglichkeit, das Howard Center an der ASU zu besuchen. Dort erfuhr Steffes-lay, dass Studierende an investigativen Journalismusprojekten arbeiten und manchmal sogar Scoops veröffentlichen, die so wichtig sind, dass sie später von großen Medien wie der New York Times verwendet werden.

An der Southern Illinois University nahmen Leonie von Randow, Tom Wagner und Simon Lanzerath an einem 30-minütigen Interview des lokalen PBS-Senders mit dem Moderator Fred Martino über eine Reihe von transatlantischen Themen teil.  Sie wurden auch zu ihren Highlights des ERP-Studentenprogramms der RIAS Berlin Kommission sowie zu ihren Gedanken über die Belagerung des Kapitols in Washington DC am 6. Januar 2021 befragt. Das Interview wird im Mai auf den PBS-Sendern ausgestrahlt.

An der University of Wisconsin-Oshkosh arbeiteten Amy Woyth und Emma Lübbert als „ehrenamtliche Mitarbeiter“ an der neuesten Ausgabe der Studentenzeitung „Advance Titan“ mit. Woyth fungierte außerdem als „Floor Director“ bei den Titan TV-Nachrichten.

Die deutsche Journalistikstudentin Jessica Schäfer (rechts) besucht Journalisten aus South Dakota und Minnesota während einer Journalismuskonferenz in Minneapolis im Rahmen ihres ERP-Stipendiums der RIAS Berlin Kommission.

In Minnesota besuchte Jessica Schäfer die Seminare „Newcast producing“, „Advertising Law“, „TV/Radio Reporting“ und „Multimedia Production and Storytelling“ für Journalismusstudenten an der University of Minnesota. Sie wurde auch zur Midwest Journalism Conference eingeladen, wo sie eine Reihe anderer Journalisten traf, die an den Programmen der RIAS Berlin-Kommission nach Deutschland teilnehmen wollen und in der Vergangenheit bereits deutsche Journalisten beherbergt hatten.

An der Texas A&M in College Station, Texas, besuchten Sarah-Maria Köpf und Lara Jäkel Schreibkurse für Medien, in denen Studenten Artikel diskutierten, die in der letzten Ausgabe der Campuszeitung „Battalion“ erschienen waren. Außerdem besuchten sie Kurse im Fachbereich Politik und Medien, um über die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Mediensystem sowie über die Austauschprogramme der RIAS-Berlin-Kommission zu sprechen. Weiterhin besuchten sie die Bush Presidential Library, den Newsroom des „Battalion“ und nahmen an einem Gastvortrag des Pew Research Center teil.

Das Programm wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Für amerikanische Studenten, die Journalismus oder ein verwandtes Fachgebiet studieren, wurde ein ähnliches Programm in Deutschland ins Leben gerufen, welches sich mit der Rolle des Rundfunkjournalismus vor allem während des Kalten Krieges und insbesondere am Standort Berlin befasst.


31. März 2022

Eindrücke deutscher Journalisten aus 3-wöchigen USA Austauschprogramm

10 deutsche Journalisten verbrachten im März drei Wochen in den Vereinigten Staaten, um einen tieferen Einblick in Politik, Wirtschaft und Kultur und sogar Sport zu gewinnen. Sie waren jeweils eine Woche in Washington und New York und besuchten dann eine dritte Woche lang lokale amerikanische Radio- und Fernsehstationen. Dies sind ihre Eindrücke von ihrer Reise:

Nazan Gökdemir, ZDF Arte

What a fantastic and unforgettable experience! Eine Woche Washington, eine Woche New York. Mehr als 35 Gespräche mit Journalistinnen und Journalisten, Politikern, Aktivistinnen, Lobbyisten, Meinungsforschern, eine Walkingtour durch das chassidisch-jüdische Viertel von Williamsburg in Brooklyn, ein Theaterstück am Broadway…
Meine persönlichen Highlights waren der Besuch im Weißen Haus und die Sonntagsmesse in Harlem. Gänsehautmomente! Ab und zu kam es auch zu spontanen Treffen, u.a. mit dem ehemaligen Trump-Anwalt Michael Cohen. Jede einzelne Begegnung, jeder einzelne Programmpunkt auf der prall gefüllten RIAS-Agenda war ein einzigartiges Erlebnis und eine bereichernde Erfahrung. Mal hoffnungsvoll, mal bedrückend, stets beeindruckend!

Obwohl ich schon mehrmals in den USA war, habe ich dank RIAS neue Einblicke in ein zerrissenes Land voller Widersprüche bekommen. In direkten, ehrlichen und kritischen Gesprächen mit Journalistinnen und Journalisten ist mir bewusst geworden, wie rough und tough der Wettbewerb innerhalb der US-amerikanischen Medienlandschaft ist und wie sehr opinion orientated Nachrichtensendungen das Vertrauen in Fakten und Wahrheit zersetzen können und damit letztlich auch eine Gefahr für die Demokratie darstellen. Überschattet wurde unsere Bildungsreise nicht -wie ich ursprünglich befürchtet hatte- von Corona, sondern vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine.
Russlands Präsident Putin hat das transatlantische Verhältnis nicht nur vor neue Herausforderungen gestellt, sondern auch gestärkt. Das RIAS Austauschprogramm ist meines Erachtens wichtiger als je zuvor. Als RIAS Alumni freue ich mich nun unseren US-Kolleginnen und Kollegen als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen – und Fragen zu Land, Leute und Medien mit ebenso viel Offenheit, Enthusiasmus und Überzeugung zu beantworten.

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Christian von Rechenberg, ZDF, heute-journal

„It’s all about people” – das war die Antwort von Bill Whitaker von CBS auf meine Frage, was seine Sendung 60 minutes in den USA zum besten Investigativ-Magazin macht. Dass ich an Tag 10 der RIAS-Reise meine Fragen wieder einem Top-Gesprächspartner stellen konnte, war längst normal. Und machte die Antwort erneut umso wertvoller: It‘s all about people – geh ran an die Menschen. So würde ich die zwei Wochen mit RIAS zusammenfassen. Wir redeten nicht über die Dinge, wir redeten mit den Menschen, die sie betrafen: mit einem früheren republikanischen Abgeordneten etwa redeten wir über Trump und „den Sturm“. Mit der Mitbegründerin von Black Lives Matter NYC redeten wir über strukturellen Rassismus in den USA und die Wut innerhalb der Bewegung. Auf Augenhöhe, kritisch, ehrlich, engagiert.

Jedes dieser Treffen erweiterte mein Wissen, mein Verständnis, mein Bild der USA. Gingen doch alle Gesprächspartner*innen mit uns gern weit über ihren Tellerrand hinaus. Wir konnten uns neugierig durch die Polarisierung der Gesellschaft fragen, grenzenlose Meinungsfreiheit, sozialen Frieden, Zukunft und Vergangenheit der USA. Dazu gab‘s eine sehr feine Begleitung: den Gottesdienst in Harlem werde ich ebenso wenig vergessen, wie den geführten Spaziergang durch die chassidische Gemeinde in Brooklyn. Wir überwanden sogar den Zaun des Weißens Hauses. Dieses Programm ist inhaltlich schwer zu überbieten. Allerdings, es ist ein pickepacke voller Tagesplan, den wir in der Regel ab-gelaufen(!) sind. Eine Vergnügungsreise ist das RIAS Programm nicht, dessen muss man sich bewusst sein. Es ist anspruchsvoll und anstrengend, es verlangt Disziplin und stellenweise Geduld. Wer beides mitbringt, der kehrt heim, mit Zufriedenheit und einem inneren Lächeln. Und vielleicht einem Ohrwurm von Bruce Springsteen (ask Erik for details 😊).

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Katharina Hamberger, Deutschlandfunk

Zwei Wochen, tausend Eindrücke – die mein Bild der USA sehr geprägt haben. Ursprünglich sollte ich bereits im März 2020 mit der RIAS Berlin Kommission in die USA fahren, doch dann kam Corona dazwischen. Damals waren die Vereinigten Staaten noch ein Land, geprägt von einem amtierenden Präsidenten Trump – nun hat sich uns gezeigt, welche Spuren diese vier Jahre hinterlassen haben, aber auch, warum das überhaupt möglich war. Unsere Gesprächspartner, von links nach rechts, von konservativ bis progressiv haben uns viele Einblicke gegeben in ein Land, das tief gespalten ist. Sie zeichneten das Bild einer Gesellschaft, durch die tiefe Gräben laufen – und kaum einer sah mit Optimismus in die Zukunft. Wir haben die USA auch als ein Land kennengelernt, in dem viele der Entwicklungen auch mit der Geschichte zusammenhängen: u.a. ein zwei-Parteiensystem, das Kompromisse schwierig macht und Populismus begünstigt, ein Versprechen von Freiheit, dass aber gleichzeitig so sehr auf die Selbstverantwortung eines jeden einzelnen setzt, dass viele auf der Strecke bleiben, ein Verständnis von Freedom of Speech, das nicht einmal bei Holocaust-Leugnung eine Grenze kennt.

Wir lernten auch eine Medienlandschaft kennen, in der sich zum einen die Agenturen – wie Reuters – bewegen, deren oberste Prämisse es ist, möglichst neutral zu sein. Zum anderen lernten wir, dass amerikanische Medien gleichzeitig auch ein Spiegel der Gesellschaft sind und sich jeder seinen Blick auf die Welt aussuchen kann. Als öffentlich-rechtliche Journalistin ist mir besonders der Besuch bei NPR im Gedächtnis geblieben, der mir gezeigt hat, wie froh wir um unsere ÖRR-System sein können und nicht ständig Spenden sammeln müssen. Wir lernten aber auch viele offene Menschen kennen, die bereit waren uns Einblicke zu geben, die man bei einem Urlaub so nie bekommen würde; engagierte Journalistinnen und Journalisten, die uns zeigten, unter welchen Bedingungen sie arbeiten, die uns an ihren Gedanken teilhaben ließen, die mit uns diskutierten uns sich all unseren Fragen stellten. Wir bekamen in Einblicke in die wichtigsten Denkfabriken des Landes, die uns auch eine Herausforderung waren, weil sie ein sehr weites Spektrum zwischen konservativ und liberal repräsentierten. Besonders beeindruckt ließen mich auch die Gespräche mit ADL dem AJC und „Black Lives Matter“ zurück.

Natürlich prägte auch der Angriff Russlands auf die Ukraine die zwei Wochen in den USA. Die Ereignisse waren fast bei jedem Termin Thema. Einerseits, weil sie nocheinmal mehr die Fragilität von Demokratien und die Skrupellosigkeit von Autokratien zeigen, andererseits, weil die EU, Deutschland und die USA auch in diesem Konflikt eine besondere Rolle spielen – und es war spannend, die Sicht darauf nochmal aus einer anderen, einer amerikanischen Perspektive zu hören. Es waren eindrucksvolle 14 Tage.

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Carolina Chimoy, Deutsche Welle, International Correspondent

Das ist wohl eine der spannendsten Zeiten in den transatlantischen Beziehungen. Der Krieg in der Ukraine hat vieles verändert und beschleunigt. Der Kampf zwischen Demokratien und Autokratien hat zu einem Wendepunkt in den, durch die vorherige US-Regierung belasteten, transatlantischen Beziehungen, geführt. Die USA und Deutschland sind nun vereinter denn je.

In diesen spannenden Zeiten die Möglichkeit zu haben, intensive Hintergrundgespräche mit hochrangigen politischen Akteuren, Experten und Vertreter der Zivilgesellschaft in den USA zu führen, ist ein Geschenk für jeden Journalisten. Ob es das Gespräch mit dem Präsidenten des Amerikanisch-jüdischen Komitees war, der als Sohn von Holocaust-Überlebenden interessanterweise gerade in Deutschland eine führende Macht in Europa sieht, oder dem langjährigen Anwalt Donald Trumps, der in Putin ähnliche Charakterzüge erkennt, wie in seinem früheren Mandanten. Sie alle haben dazu beigetragen, das politische Bild auf der internationalen Ebene und die Implikationen für die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA zu schärfen.

In der Innenpolitik stehen Deutschland und die USA auch vor ähnlichen Herausforderungen: eine anwachsende Ungleichheit und Polarisierung drohen die Demokratie auch von innen zu destabilisieren. Die Möglichkeit diese Gespräche und die Gedanken in einer Gruppe hochqualifizierter Journalisten diskutieren zu können, haben diese Woche unvergesslich gemacht. Zu gerne hätte ich die Gruppe bereits in Washington begleitet. Vielen Dank für eine sehr bereichernde Woche in New York.

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Nadine Jantz, Welt TV

Was für drei Wochen: Treffen mit dem ehemaligen Kongressabgeordneten Charlie Dent, Besuch bei Bloomberg, Mittagessen bei Katz Deli, Hintergrundgespräch mit dem EU-Botschafter für die Vereinten Nationen Olof Skoog und ein Kaffee mit Donald Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Über 35 Menschen aus verschiedensten Bereichen konnten wir in der Zeit treffen – inklusive Besuch beim Broadway und Bootsfahrt auf dem Hudson River.

Meine persönlichen Highlights: der Besuch im Weißen Haus (siehe Foto), der Gottesdienst in Harlem und ein Mittagessen mit der Gründerin von Black Live Matters New York, Chivona Newsome, im New Yorker Stadtteil Harlem.

Ich hatte mir im Vorfeld der Reise erhofft Einblicke in verschiedenste Bereiche zu bekommen und mehr über die amerikanische Sicht auf die großen gegenwärtigen Themen zu erfahren. Dass das gegenwärtige Thema der Ukraine-Krieg werden würde, wusste ich da noch nicht. Eine Woche vor Beginn der Reise marschierten Putins Truppen in die Ukraine ein. Und die deutsch-amerikanischen Beziehungen wurden auf einmal so eng wie schon lange nicht mehr. Ob das so bleibt, wie die neue Bundesregierung in den USA ankommt und was helfen kann, um Putin zu stoppen, waren alles Fragen, die wir nicht nur einmal im Laufe der Reise hatten.
Die vielen Gespräche gaben zum einen Hoffnung darüber, dass der Westen gerade so geschlossen zusammenrückt, aber ließen auch viele Fragezeichen, wie lange das so bleibt. Unabhängig von den internationalen Themen zeigten die vielen Termine auch wie zerrissen die USA sind. Antworten wie sich das mit einem Zweiparteiensystem gelöst werden kann, gab es nicht.
Was bleibt sind viele neue Kontakte und ein Einblick in die USA, den ich ohne RIAS so nicht gehabt hätte.

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Okka Gundel, ARD Tagesthemen

America First? No. First Time America. Zumindest für mich. Mein erstes Mal USA. Mit 47 Jahren. Durch das RIAS- Programm war es ein privilegierter, ein exclusiver und famoser erster Einblick auf dieses Land. Einmalig! Mein Gefühl für dieses Land ist so ähnlich wie die amerikanische Gesellschaft selbst. Gespalten. Inspirierend und verstörend zugleich. Vereinigte Staaten, die alles andere als vereint sind. Eine Demokratie, die keine echte Demokratie zu sein scheint. Schönes Washington. Schillerndes New York. Schlichtes Texas. Viele unserer einflussreichen, beeindruckenden Gesprächspartner hatten einen pessimistischen Blick auf ihre Heimat. Die Basis, der ich in vielen Uber-Fahrten durch den texanischen Großraum San Antonio begegnen durfte, wirkte auf mich dagegen überraschend optimistisch und zufrieden. Verkehrte Welt. Eine Welt, die einerseits so modern und fortschrittlich ist und andererseits so zurückgeblieben. Während wir hier in Deutschland Angst haben müssen, dass der Müll nicht abgeholt wird, weil ein falsches Teilchen in der falschen Tonne landet, lebt in den USA die Wegwerf- Gesellschaft fröhlich weiter. Im Hotel jedes einzelne Besteck in Plastik eingeschweißt, auf den Straßen SUVs und Pickups für jeden noch so kleinen Weg. Mother Earth – ich bin ratlos und mache mir Sorgen um dich! Mehr denn je. Sorgen hatte ich mir im Vorfeld auch darüber gemacht, ob ich es zwei Wochen in einer Gruppe aushalten würde. Eine Klassenfahrt mit mir unbekannten Mitschülern und Lehrer. Unnötig. Ich habe die Lagerfeuer- Atmosphäre genossen. Sehr sogar. Als ich mich nach einer sehr intensiven Zeit in menschlicher Gemeinschaft plötzlich allein in San Antonio wiederfand, spürte ich eine Art Phantomschmerz. Ich habe meine Gruppe vermisst. Danke RIAS für all die Impulse. Für die hintergründigen, die lebhaften und die nachdenklichen. Danke für eine ganz besondere Erfahrung. Inhaltlich und zwischenmenschlich.

Meine Station Week in San Antonio, Texas. Nach der durchgetakteten und spannenden Zeit in Washington und New York, kam mir alles sehr langsam und unaufgeregt vor. Ein kleiner Kulturschock. Mein Host Yami Virgin ist eine schillernde Persönlichkeit und eine ausgezeichnete, investigative TV- Reporterin. Einen Nachmittag schickte mich Yami per Uber in ein Baseball- Stadion in der Prärie. Dort traf ich den Sportreporter ihres Senders. Ein sehr angenehmes Blind Date. Zunächst versuchte Chuck noch, mir die Baseball- Regeln zu erklären. Ganz bald aber schweiften wir ab zu seinem Leben als Amerikaner und meinem als Europäerin. Eine tiefgründige Begegnung in der Kulisse eines High- School Baseball- Duells. Jeden Abend waren wir zum Dinner aus. Yami und ich. Und mindestens eine ihrer Freundinnen oder Kolleginnen. Irgendwo im Nirgendwo, an schmucklosen Autohöfen an den Highways, versteckten sich Abend für Abend wunderbare Restaurants. Das war interessant und hat mir ein Gefühl für den dortigen Way of Life gegeben. Nach der „Reizüberflutung“ in Washington und New York war Texas insgesamt eine Ernüchterung. Und doch so bereichernd. Innerhalb von drei Wochen durfte ich eine große Klaviatur us- amerikanischer Kultur erleben. Die Wahrheit liegt möglicherweise irgendwo dazwischen.

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Andreas Büttner, Welt TV

Vor drei Jahren beworben, die letzten beiden Jahre ausgefallen wegen Covid, nun hat es endlich geklappt: Das USA-Journalistenprogramm von RIAS. Durch das lange Warten war die Vorfreude nun noch größer und es hatte auch sein Gutes, dass wir erst jetzt an diesem Programm teilnehmen konnten. So hatten wir spontan die Chance ins Weiße Haus zu kommen und US-Präsident Biden dabei zu beobachten, wie er mit seiner Marine One abhebt. Für mich das absolute Highlight dieser Reise! Oder der Gottesdienst in Harlem, der zum ersten Mal auf dem offiziellen Programm stand und bei dem uns der Gospelchor genauso weggepustet hat, wie der Helikopter des Präsidenten.
Jeden Tag neue Termine mit Persönlichkeiten wie Michael Cohen, dem ehemaligen Rechtsanwalt von US-Präsident Trump. Jeden Tag interessante Geschichten, wie die der Aussteigerin Frieda Vizel aus der chassidisch-jüdischen Gemeinde in Williamsburg. Jeden Tag tolle Gespräche mit Korrespondenten vom Spiegel, ZDF und Deutsche Welle. Wobei den schönsten Blick auf das Weiße Haus natürlich WELT hat, da können sich die Kollegen vom Öffentlich-Rechtlichen noch was abschauen (s. Foto).
Ich möchte RIAS danken für dieses unvergessliche Programm, die lebensverändernden Erfahrungen und die wundervolle Gruppe voller toller Menschen, mit denen ich diese Reise absolvieren durfte.

Station Week Los Angeles: Ich hatte die große Ehre meine Station Week bei Frank Mottek, „The Voice of Business News in Los Angeles“, zu absolvieren.
An meinem ersten Tag war ich gleich zu Gast in seiner Radioshow „Mottek On Money“ auf KABC. Dort habe ich über die deutsche Sicht auf den Ukraine-Krieg, die steigenden Benzinpreise und die neue Tesla-Gigafactory gesprochen. Mein erster Auftritt auf Englisch, ein aufregendes Erlebnis. Zudem traf ich eine TV-Journalistin von KTLA, die bis vor Kurzem in der Ukraine war und die Feuerwehr aus Berlin, die bei einer Gedenkfeier dem verstorbenen Bezirksbürgermeister von L.A. und Freund der Feuerwehr huldigte.
An meinem letzten Tag durfte ich als Journalist auf den Roten Teppich der irischen Oscar-Party in Hollywood. Dort half ich einem amerikanischen Kollegen noch als Kameramann aus, da er Probleme mit dem Stativ hatte. Deutsch-amerikanische Völkerverständigung im Journalismus, die ohne RIAS nie möglich gewesen wäre!

 

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Sven Christian, Spiegel Video

Das erste Mal seit 15 Jahren musste ich wieder einen Schlips tragen. Wette verloren. Der Anlass war aber mehr als angemessen: Wir durften das Weiße Haus besuchen, hinter die Kulissen schauen und den Präsidenten zumindest von weitem sehen. Wir haben Hardliner in Thinktanks getroffen, mit woken Journalist:- und Aktivisten:innen diskutiert und uns in Harlem von einem Gottesdienst spirituell verzaubern lassen dürfen.

Dieser Trip übertraf alle meine Erwartungen. Inhaltlich jagte ein Highlight das nächste. Aber es waren oft die vermeintlich eher weniger spektakulären Treffen, die mich am meisten bewegt haben. Das mit dem stillen versierten Korrespondenten Jeff Mason, der uns ins Weiße Haus geschleust hat. Mit Bill Whitaker, der uns vom klugen TV-Journalismus berichten konnte. Mit der BLM-Gründerin Chivona Newsome, die trotz systematischer Unterdrückung nicht zur Wutbürgerin wurde. Um nur einige zu nennen. Das alles macht Mut, weiter gut, aufrichtig und fair zu berichten. Wir haben in vielen Gesprächen gemerkt: Das ist nötiger als je zuvor.

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Nadine Bader, ARD

Überschattet von Russlands Krieg in der Ukraine zeichnete sich das RIAS-Programm im März 2022 durch tiefgründige Gespräche über internationale Politik und die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen aus. Die Diskussion mit einem Mitarbeiter des konservativen Hudson Institute über die Frage, ob die NATO die Bedeutung der Abschreckung unterschätzt hat, ist nur ein Beispiel.
Ein Treffen mit einer Expertin der Brookings Institution verschaffte uns einen tieferen Einblick in die Innenpolitik, den Kongress und seine Rolle bei der Lösung drängender politischer Probleme wie wirtschaftliche Ungleichheit und struktureller Rassismus. Zahlreiche Gespräche mit US-Journalisten ermöglichten uns ein besseres Verständnis der US-Medienmärkte. Diese Treffen gaben auch einen tieferen Einblick in die Wahrnehmung der deutschen Politik in den USA (z.B. was das lange Festhalten an Nord Stream 2 betrifft). Gespräche mit deutschen Korrespondenten rundeten dieses hervorragende Programm ab. Einer der vielen Höhepunkte war sicherlich der Besuch im Weißen Haus.

Neben all diesen tiefgründigen Gesprächen in Washington DC und New York bot der Besuch im Big Apple einen Einblick in die Vielfalt dieser atemberaubenden Stadt. Das Treffen mit Chivona Newsome, Mitbegründerin von Black Lives Matter Greater New York, ist nur ein Beispiel dafür. Mein Highlight war bei weitem unsere Tour mit Frieda Vizel in der chassidischen Satmar-Gemeinde im jüdischen Brooklyn. Die Senderwoche in Sioux Falls mit Dakota News Now rundete meine RIAS-Erfahrung ab. Das Redaktionsteam war sehr gastfreundlich und aufgeschlossen. Sie zeigten mir, wie sie mehrere Stunden Nachrichten pro Tag produzieren. So begleitete ich zum Beispiel einen Reporter, der eine Reportage über die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen erstellte. An meinem letzten Tag traf ich sogar die polarisierende Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, bei einer Pressekonferenz zum Thema Cybersicherheit. Leider hatte ich keine Gelegenheit, sie zu fragen, warum sie die Critical Race Theory an allen Schulen und Universitäten des Staates verbieten will. Das nächste Mal! Insgesamt hat mir das RIAS-Programm in Washington DC, New York und Sioux Falls einen tiefen Einblick in die vielfältige und teilweise polarisierende US-Gesellschaft gegeben. Vielen Dank dafür.

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Theresa Greim, Bayerischer Rundfunk

Wie viele hochkarätige, unterschiedliche und tiefgehende Hintergrundgespräche schafft man an neun Tagen? Um’s kurz zu machen: Mehr als 35. (Die vielen Sightseeing-Highlights sind dabei noch nicht eingerechnet.) Ich hätte es nicht für möglich gehalten, innerhalb so kurzer Zeit, so viele neue und vor allem bereichernde Einblicke zu bekommen. In meiner journalistischen Arbeit habe ich beinahe täglich US-Themen auf dem Tisch, doch keine Reportage, kein Hintergrundbericht oder Korrespondententalk kann auch nur im Ansatz erreichen, was die Begegnungen in diesen eineinhalb Wochen RIAS-Programm geschafft haben: Ein tieferes Verständnis zu bekommen, was die Menschen in den USA bewegt, wie sie sich selbst sehen, welche Konflikte, Werte und Visionen sie umtreiben und auch wie die USA Deutschland bzw. Europa wahrnehmen. Besonders überrascht hat mich dabei die Offenheit unserer Gesprächspartner. Nahezu alle Gespräche waren ein echter, offener Dialog. Beeindruckt hat mich außerdem, wie herzlich und engagiert uns die US-RIAS-Alumni umsorgt haben. Sei es bei den Abschlussfeiern in Washington und New York oder auch bei meiner Station Week in Boston – ich habe mich immer willkommen gefühlt und freue mich, diese wertvollen, neuen Kontakte auch in Zukunft weiter zu pflegen. Oder um es mit den Worten von Washington DC Alumni Chapter Leader Larry Miller zu sagen: You’re family now.

Station Week Boston: Mein RIAS-Host in Washington, Yasmin Amer, hat mich herzlich empfangen. Obwohl die Arbeit in den Redaktionen durch Corona nach wie vor erschwert wird und die meisten Plätze bei WBUR verwaist sind, hat Yasmin ihr Bestes gegeben, mir so viel wie möglich zu zeigen. Dazu gehörte die morgendliche 9-Uhr-Konferenz, außerdem das Meeting für die Boston-Radio-Show, die Ergebnisse der Themen, die umgesetzt wurden, konnte ich dann live im Studio mitverfolgen. Ich durfte bei der Planung und Vorbereitung der national ausgestrahlten Show „Here and Now“ dabei sein und auch hier die Sendung live im Studio miterleben. Yasmin hat mich zu einem Pitch für eine neue Podcast-Idee mitgenommen. Außerdem durfte ich mich ausführlich mit der Nachrichten-Redaktion und dem News Anchor unterhalten und ihm über die Schulter schauen, was mich, da ich selbst Nachrichtensprecherin bin, besonders gefreut hat. Yasmin hat mich auch durch Harvard geführt, wo sie vergangenes/vorletztes Jahr am Nieman Fellowship teilgenommen hat. Wir haben uns außerdem über Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Arbeit unterhalten. Yasmin ist sehr offen und hat mir viele interessante Einblicke in die Arbeit eines Radiosenders an der US-Ostküste ermöglicht. Einige Kollegen bei WBUR haben großes Interesse an der Teilnahme des RIAS-Programms in Deutschland gezeigt. Yasmins Antwort war stets: „You really should do it. It’s great.“

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Erik Kirschbaum, Executive Director, RIAS Berlin Commission

Die Vereinigten Staaten mit den Augen deutscher Journalisten zu sehen, die zum Teil noch nie in Washington oder New York waren, ist für mich als Direktor der RIAS Berlin-Kommission immer wieder ein besonderes Erlebnis. Auch nach sechs Jahren, 15 Programmen und der Begleitung von mehr als 150 deutschen Journalisten in die USA, gibt es immer wieder neue Entdeckungen und Erfahrungen zu machen. Es ist ihre unheilbare Neugier, ihr unstillbarer Appetit, mehr über das Land zu erfahren, das im Guten wie im Schlechten eine so übergroße Rolle in ihrem Leben spielt, und ihre gesunde Skepsis gegenüber dem American Way of Life (die allgegenwärtige „Wegwerf-Plastik“-Mentalität ist für Besucher aus Deutschland jedes Mal ein massiver Kulturschock), die es zu einer Freude und Ehre macht, zweimal im Jahr Gruppen von 10 bis 15 Deutschen zwei Wochen lang durch Washington und New York zu führen. Die Wochen in Washington und New York sind immer vollgepackt mit aufschlussreichen Begegnungen, bevor viele von ihnen zu einer dritten Woche auf eigene Faust aufbrechen und einen kleinen amerikanischen Radio- oder Fernsehsender im Mittleren Westen oder Südwesten besuchen, um eine andere Seite Amerikas kennenzulernen. Es ist ein anspruchsvoller und anstrengender Zeitplan mit bis zu fünf Terminen und Gesprächen pro Tag. Aber wer könnte schon nein sagen, wenn er in letzter Minute das Angebot erhält, den Presseraum des Weißen Hauses zu besuchen? Oder würde jemand die Gelegenheit ausschlagen wollen, einen Gospelchor bei einem mitreißenden Gottesdienst in Harlem zu erleben? Jede Gruppe ist anders. Jede Gruppe stellt neue Herausforderungen. Jede Gruppe hat einen anderen Programmplan. Dank unserer amerikanischen Alumni Adam Reiss, Tiffany Zeno und Michael Gargiulo und der Unterstützung von Jeff Mason und Larry Miller in Washington hatte die Gruppe im März 2022 das beste und umfangreichste Programm aller Zeiten – und ich hatte das Glück, dabei zu sein.


28. März 2022

Deutsche Studenten erkunden im Rahmen eines ERP-Programms die politische Landschaft von New York und der USA

Fünfzehn deutsche Studenten, die an einem neuen deutsch-amerikanischen Austauschprogramm teilnehmen, verbrachten neun arbeitsreiche Tage in New York und New Jersey, um neue Einblicke insbesondere über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte der Vereinigten Staaten zu gewinnen. In den nächsten zwei Wochen werden die Studenten in kleineren Gruppen von ein bis drei Personen amerikanische Universitäten und deren Fachbereiche für Journalismus in Oklahoma, Texas, Indiana, Illinois, Wisconsin, Minnesota, New Mexico und Arizona besuchen.

 

Das Treffen mit dem Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, in seinem Büro in Trenton war für viele der Studenten ein Höhepunkt – vor allem, weil Murphy die ersten 15 Minuten des einstündigen Treffens damit verbrachte,

sich allen 15 Studenten einzeln vorzustellen und sie ausführlich zu befragen, gut recherchierte Fragen über ihre Heimatuniversitäten in Deutschland zu stellen, von denen die meisten in Ostdeutschland liegen. Murphy erzählte, auf welche Weise er viele Ideen aus seiner Zeit als US-Botschafter in Berlin (2008-12) in seiner Arbeit an der Spitze von New Jersey umsetzen konnte – wie etwa die Einführung eines Dualen Ausbildungssystem für Fachkräfte sowie den Schwerpunkt auf erneuerbare Energien und Offshore-Windkraftanlagen zu setzen.

Die deutschen Studierenden – 10 von ihnen waren zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten – hatten in den neun Tagen in New York insgesamt 22 Treffen und Termine. Ein weiterer Höhepunkt war die Begegnung mit dem Bestsellerautor und ehemaligem persönlichen Anwalt des ehemaligen Präsidenten Trump Michael Cohen bei einem Frühstückstreffen in der Nähe seiner Wohnung in der Park Avenue. Die Studenten löcherten Cohen mit sachkundigen Fragen, und das Treffen dauerte viel länger als geplant.

Bei zwei unvergesslichen Besuchen in Harlem gewannen die Studenten von Chivone Newsome, dem Mitbegründer von Black Lives Matter, während eines fesselnden, stundenlangen Mittagstreffens viele neue Einblicke über Rassismus und Rassenungleichheit in den Vereinigten Staaten.

Sie erfuhren auch Geheimnisse über den „Supper Club“ im berühmten Red Rooster Restaurant im Erdgeschoss – wo Madonnas Haare vor kurzem fast in Flammen aufgingen, wäre da nicht der Manager Charlies, und wie die ehemalige Senatorin Hillary Clinton kürzlich auf einer privaten Party feierte. An einem Sonntag in Harlem waren die Studenten herzlich willkommene Gäste bei einem Abendmahlsgottesdienst in der weltberühmten Abyssinian Baptist Church – dank einer Einladung von RIAS-Alumni Tiffany Zeno von WNBC TV.

Weitere Höhepunkte für die Studenten in New York waren ein Rundgang durch den chassidisch-jüdischen Stadtteil Williamsburg, Brooklyn, unter Führung von Frieda Vizel, einem ehemaligen Mitglied der Sekte, Gespräche mit dem deutschen Generalkonsul David Gill über das politische Umfeld in den USA und das Deutschlandbild in den USA sowie mit dem Broadway-Schauspieler Michael Fatica. Außerdem trafen sie den Direktor der Anti-Defamation League (ADL) in New York/New Jersey, Scott Richman zu einem Gespräch über dessen Kampf gegen Hassreden. Jörg Schumacher, Leiter des Goethe-Instituts New York, sprach mit den Studenten über die deutsche Kultur in den USA.

Michael Lysak von Bloomberg News nahm die Studenten mit auf eine zweistündige Tour durch die Zentrale von Bloomberg News und erklärte, wie das Unternehmen vor 40 Jahren von Michael Bloomberg, der später auch Bürgermeister von New York City wurde, als Start-up gegründet wurde, nachdem er einen Tag zuvor seinen Job bei einer Investmentbank verloren hatte. Bloomberg, so erklärte Lysak, hat immer noch einen gewöhnlichen Schreibtisch in der Mitte des Sendebereichs der Nachrichtenredaktion, weil das Radio nach wie vor seine Lieblingsnachrichtenquelle ist.

Die Journalismus Studenten hatten auch Gelegenheit von der ARD-Korrespondentin in New York, Christiane Meier, und dem ARD-Hörfunkkorrespondenten Peter Mücke, dem Fox News-Produzenten Tyler Speicher, dem Vice News-Korrespondenten Hendrik Hinzel, der Senior Producerin der New York Times The Daily, Clare Toeniskoetter, dem WNBC-Moderator Michael Gargiulo, dem Talkshow-Moderator Arthur Aidala sowie den WNBC-Produzenten Omar Atia und Tiffany Zeno viele neue und interessante Informationen zu gewinnen. Sie durften sogar eine beliebte Talkshow von Arthur Aidala live verfolgen, die ein langes Interview mit einem der Leipziger Studenten enthielt. Die Gruppe sah auch ein Basketballspiel der New York Knicks, das Broadway-Musical „Come From Away“ und nahm an einer Circle Line-Kreuzfahrt teil, um die Geschichte von Lower Manhattan, den East River und Ellis Island kennen zu lernen.

Das Programm wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Für amerikanische Studenten, die Journalismus oder ein verwandtes Fachgebiet studieren, wurde ein ähnliches Programm in Deutschland ins Leben gerufen, welches sich mit der Rolle des Rundfunkjournalismus vor allem während des Kalten Krieges und insbesondere am Standort Berlin befasst.


22. März 2022

Studenten aus Deutschland starten dreiwöchiges Austauschprogramm in den USA

Eine Gruppe von Studierenden aus Deutschland, die an einem neu geschaffenen deutsch-amerikanischen Austauschprogramm in den Vereinigten Staaten teilnimmt, begann ihren dreiwöchigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten mit einer Woche voller Begegnungen in New York. Das Programm, welches durch das Transatlantikprogramm der Bundesrepublik Deutschland unterstützt wird, wurde durch das European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die deutschen Studenten, von denen viele aus Ostdeutschland stammen und Journalismus studieren, werden ihre letzten zwei Wochen in den Vereinigten Staaten verbringen und Journalismus Studiengänge an der University of Oklahoma, Texas A&M, Southern Illinois University, Indiana University, University of Wisconsin-Oshkosh, University of Minnesota, New Mexico State University und Arizona State University besuchen. Hier finden Sie weitere Informationen über die Studenten:

Amy Woyth, Mittweida University of Applied Sciences

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Amy Woyth studiert Medienmanagement und Journalismus an der Hochschule Mittweida in Ostdeutschland. Neben ihrem Studium arbeitet sie als Redakteurin für ein unabhängiges Online-Magazin und als Marketingmitarbeiterin für ein IT-Unternehmen in ihrer Heimatstadt Leipzig. Außerdem ist sie als freie Mitarbeiterin für kulturelle Themen tätig. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2023 plant sie eine Karriere im Multimedia-Journalismus, wobei sie sich besonders für die Berichterstattung über übergreifende Themen wie Politik und Kultur interessiert.

Emma Matthea Lübbert, University of Leipzig

page1image44876400Emma Matthea Lübbert arbeitet an ihrer Bachelorarbeit in Kommunikations- und Medienwissenschaften Kommunikations- und Medienwissenschaft, die sie 2022 abschließen wird. Sie arbeitet als Social Media Autorin für den ARD Podcast „Machiavelli – Rap und Politik“. Außerdem ist sie Autorin/Moderatorin beim WDR-Radiosender „Cosmo“. Außerdem arbeitet sie ehrenamtlich bei der „TinCon“, einem Medienkongress für journalistisch und medieninteressierte Jugendliche. Sie plant, ihre Karriere im Musik- und Politikjournalismus sowie im digitalen Storytelling in Köln fortzusetzen.

Adrian Liehr, University Leipzig

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Adrian Liehr studiert einen Master in Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig. Er wird sein Studium im Jahr 2023 abschließen. Adrian Liehr hat einen journalistischen Hintergrund, da er Erfahrungen bei seinem Universitätsradiosender gesammelt hat und seit über vier Jahren im Sportjournalismus tätig ist.

Sarah-Maria Köpf, Martin-Luther University Halle-Wittenberg

page1image44882016Sarah-Maria Köpf wird im Jahr 2022 den Masterstudiengang Digitaler Journalismus 2022 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg abschließen. Außerdem arbeitet sie als Online-Redakteurin beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Sie absolvierte ihren Bachelor-Abschluss in Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Universität Leipzig und ein Semester an der Miguel-Hernández-Universität von Elche (Alicante) in Spanien, wo sie Journalismus und audiovisuelle Kommunikation studierte. Sarah hat außerdem für die Leipziger Lokalzeitung, den Campus-Radiosender Mephisto 97.6 und die Online-Redaktion der Zeitschrift GRAZIA gearbeitet.

Jessica Schäfer, University of Applied Sciences Magdeburg-Stendal

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Jessica Schäfer studiert Sozial- und Gesundheitsjournalismus (M.A.) an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal und wird 2022 ihren Abschluss machen. Sie erhielt einen Bachelor-Abschluss in Medienkompetenz: Audiovisuelle Kultur und Kommunikation an der Universität Magdeburg. Während ihres Studiums hat sie für verschiedene deutsche Medien wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk rbb, ein lokales Stadtmagazin und GQ Germany gearbeitet. Nach ihrem Abschluss möchte Jessica für ein Magazin arbeiten, vorzugsweise im Bereich Sport, Lifestyle oder Musik.

Rieke Smit, University of Applied Sciences Magdeburg-Stendal

page2image44845296Rieke Smit machte kürzlich ihren Bachelor-Abschluss in Journalismus an der Universität Magdeburg-Stendal in Journalismus und absolviert derzeit ein Master-Studium im Bereich der internationalen humanitären Hilfe. Sie hat bereits für mehrere deutsche Medienunternehmen gearbeitet, unter anderem für das ZDF, und ist derzeit bei der deutschen Nachrichtenagentur DPA tätig. Riekes Ziel ist es, im Ausland zu arbeiten und sich dabei auf die internationale Politik zu konzentrieren.

Tom Wagner, Humboldt University Berlin

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Tom Wagner studiert Geschichte und Englisch an der Humboldt-Universität zu Berlin und wird 2022 seinen Abschluss machen. Außerdem arbeitet er als Content Manager in der Sportredaktion des MorgenMagazins des ZDF in Berlin. Nach seinem Abschluss möchte Tom entweder Geschichts- und Englischlehrer werden oder sich auf eine journalistische Karriere konzentrieren. Außerdem hat er bei Welt.de, einer großen deutschen Online-Zeitung, im Bereich Moderation und Community-Management gearbeitet. Er interessiert sich besonders für Politik und Sport.

Florian Sädler, Axel Springer Academy Berlin

page2image44857984Florian Sädler arbeitet bei „WELT“, einer der größten deutschen Zeitungen. Nach einer Ausbildung nach einer Verlagslehre und freier Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen und Online-Medien tauschte er das Studium der Geschichte/British & American Studies gegen die Axel Springer Akademie, eine renommierte Journalistenschule. Seine Berichterstattung reichte von der europäischen Flüchtlingskrise über die französische Fremdenlegion bis hin zur Ultimate Fighting Championship.

Lara Jäkel, Free University Berlin

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Lara Jäkel studiert Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin und wird im Jahr 2022 ihren Abschluss machen. Während ihres Studiums hat sie für verschiedene regionale und überregionale Medien gearbeitet, unter anderem für Welt und Spiegel Online. Außerdem nimmt sie an einem Stipendienprogramm der Konrad-Adenauer-Stiftung (JONA) teil, das junge Journalisten durch Seminare und Workshops fördert. Ihr Ziel ist es, für überregionale Nachrichtenmedien mit dem Schwerpunkt Politik zu arbeiten. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der internationalen Politik, Wirtschaft und Geschichte.

Simon Lanzerath, University Cologne

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Simon Lanzerath schloss im Oktober 2021 sein Studium an der Universität zu Köln ab und erhielt vor kurzem seinen Master-Abschluss. Er arbeitet jetzt bei Radio Erft, einem deutschen Lokalradio in der Nähe von Köln. Neben seinem Studium hat Simon an einem Journalismusprogramm der Konrad-Adenauer-Stiftung teilgenommen. Simons Leidenschaft ist das Radio, aber er hat auch Erfahrung im Fernsehjournalismus. Im Jahr 2021 absolvierte er ein Praktikum beim ZDF. Außerdem hat er ein Praktikum in der Presseabteilung eines großen Unternehmens absolviert und für verschiedene Radiosender, eine Lokalzeitung und eine Wirtschaftsplattform mit Fokus auf ein junges Publikum gearbeitet.

Friedrich Steffes-lay, Free Tech Academy, Berlin

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Friedrich Steffes-lay ist Redakteur bei der WELT. Er arbeitet im Social-Media-Ressort und schreibt hauptsächlich über Popkultur und Politik. Bevor er zur WELT kam, war er Mitarbeiter bei den Musikmagazinen „Musikexpress“ und „Rolling Stone“ und absolvierte ein zweijähriges Volontariat an der FreeTech Academy, ehemals Axel Springer Akademie.

Marita Wehlus, German School of Journalism Munich

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Marita Wehlus ist freie Journalistin aus München und absolvierte 2020 die Deutsche Journalistenschule. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Kommunikation und arbeitete beim Radio, in der Lokalberichterstattung und im Fact-Checking (bei einem Facebook-Medienpartner). Der Schwerpunkt ihrer Berichterstattung liegt auf Geschichten über Menschen, Kultur und Gesellschaft. Darüber hinaus arbeitet sie an der Entwicklung neuer digitaler Formate für die Deutsche Welle und unterrichtet Design Thinking für Journalisten.

Daniel Heyd, n-tv / RTL Journalism School Cologne

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Daniel Heyd ist Volontär beim 24/7-Nachrichtensender „n-tv“ mit den Schwerpunkten Politik und Wirtschaft. Vor seinem Volontariat hat er in Köln Journalistik (BA) und Sportökonomie (MA) studiert und für verschiedene Sender und Zeitungen in Deutschland gearbeitet. Sein besonderes Interesse gilt der internationalen Politik, außerdem ist er sportbegeistert.

Leonie von Randow, Axel Springer Academy Berlin

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Leonie von Randow hat kürzlich ein zweijähriges Praktikum an der FreeTech Academy, ehemals der ehemaligen Axel Springer Akademie in Berlin, abgeschlossen. Sie ist Reporterin/Produzentin bei WELT TV, einem der führenden Nachrichtensender in Deutschland. Dort erstellt sie Videoreportagen zu verschiedensten Themen für WELT TV, ProSieben, Sat1 und Kabel Eins. Leonie ist auch als On-Air-Reporterin tätig und hat unter anderem über die Bundestagswahl 2021 oder die COVID-Impfkampagne berichtet.

Jana Glose, German Sport University Cologne

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Jana Glose studiert Sport, Medien und Kommunikation (MA) an der Deutschen Sporthochschule Köln und nimmt derzeit als Austauschstudentin für ein Semester an einem Journalismus-Stipendienprogramm der Konrad-Adenauer-Stiftung (JONA) an der SUNY Cortland teil. Sie absolvierte ihren
Bachelor-Studiengang Medienmanagement und Journalismus an der Jade Hochschule
Fachhochschule Wilhelmshaven im Jahr 2020 ab. Sie sammelte bereits Erfahrungen als
als freie Mitarbeiterin für Lokalzeitungen, ein Wirtschaftsportal und durch Praktika bei
Radio und Fernsehen. Zuletzt arbeitete Jana bei der ARD „Sportschau.de“ und einem Online-Portal für Frauen im Sport.


18. März 2022

RIAS-Gruppe auf Entdeckungsreisen in Washington DC, New York, in den USA

Journalisten der RIAS Berlin Kommission vor dem Presseraum des Weißen Hauses

11 Rundfunkjournalisten aus Deutschland befinden sich derzeit Mitten in einem dreiwöchigen Austauschprogramms in den Vereinigten Staaten. Die besten und klügsten deutschen Rundfunkjournalisten verbrachten eine turbulente Woche in Washington DC und besuchten unter anderem das Weiße Haus, das ZDF, das öffentliche Radio WAMU, den Spiegel, die Deutsche Welle, Pew Research und die deutsche Botschaft. Zu den Gastrednern gehörten Ken Weinstein (Hudson Institute), Jeff Mason (Korrespondent des Weißen Hauses, Reuters), David Bruns (Washington Post), James Rosen (Newsmax), Larry Miller (USA9), Esther Ciammachilli (WAMU), Ines Pohl (DW), JJ Green (WTOP) und Scott Neuman (NPR).

Anschließend reiste die Gruppe für eine weitere Woche voller Termine nach New York. Den Auftakt bildete ein mitreißender Gottesdienst in der Abyssinian Baptist Church mit dessen berühmten Chor in Harlem, gefolgt von Gesprächen mit WNBC (Michael Gargiulo), NBC (Adam Reiss), Michael Cohen, der Mitbegründerin von Black Lives Matter New York, Chivona Renee Newsome, und der Herausgeberin der New Amsterdam News, Elinor Tatum. Sie besuchten auch das chassidisch-jüdische Viertel von Wiliamsburg, Brooklyn, auf einem Rundgang mit Frida Vizel, das Goethe-Institut für ein Gespräch mit Jörg Schumacher, mit Bill Whitaker von CBS News‘ „60 Minutes“ und dem deutschen Generalkonsul David Gill gemeinsam mit Botschafter Olof Skoog, dem Leiter der Delegation der Europäischen Union bei der UNO.

Bill Whitaker von CBS News „60 Minutes“ spricht mit deutschen Journalisten vor seinem Büro in New York

Da die Beschränkungen wegen des Coronavirus in New York allmählich aufgehoben wurden, war die Gruppe in der Lage das Büro von Bloomberg News betreten und an einem Vortrag und einer Führung von Michael Lysak teilzunehmen – und hatte sogar die Gelegenheit, den ehemaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg an seinem kleinen Schreibtisch in der Mitte der Redaktion sitzen und arbeiten zu sehen, so wie alle anderen um ihn herum. Die deutschen Journalisten erfuhren außerdem von Scott Richman von der Anti-Defamation League Vieles über die Bekämpfung von Hassverbrechen in den Vereinigten Staaten und von Juda Engelmayer vom berühmten Feinkostladen Katz’s über Krisenkommunikation. Die Gruppe traf auch David Harris vom AJC, Hendrik Hinzel von Vice und Clare Toeniskoetter vom New York Times-Podcast The Daily.

Sechs Mitglieder der Gruppe sind auf dem Weg zu einer „Station Week“, in der sie RIAS-Alumni aus den Vereinigten Staaten an kleineren Sendern in den Vereinigten Staaten besuchen – von Texas bis South Dakota und von Boston bis Los Angeles. Das nächste dreiwöchige RIAS-Standardprogramm ist für Oktober geplant, sowie ein einwöchiges Sonderprogramm für Alumni und leitende Redakteure ist für Ende Oktober in Washington DC geplant. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte info@riasberlin.org.

Frieda Vizel nimmt deutsche Journalisten mit auf einen Rundgang durch den chassidisch-jüdischen Teil von Williamsburg, Brooklyn.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sind die Teilnehmer der März 2022 RIAS Gruppe:

Nazan Gökdemir – ZDF/Arte – Mainz/Strasbourg

Katharina Hamberger, Deutschlandfunk radio – Berlin

Theresa Greim, Bayerische Rundfunk radio Munich

Sven Christian, Spiegel TV — Berlin

Andreas Buettner, Welt TV – Berlin 

Christian von Rechenberg, ZDF TV – Mainz

Nadine Bader, ARD TV – Berlin 

Florian Bauer, Phoenix TV – Bonn

Okka Gundel, ARD TV – Cologne, Hamburg

Nadine Jantz, Welt TV – Berlin 

Carolina Chimnoy, Deutsche Welle – Washington 


8. März 2022

Jury-Begründungen für die Gewinner des RIAS Medienpreises 2022

Die Jury der RIAS Berlin Kommission hat fünf Preisträger aus den USA und Deutschland für den RIAS Medienpreis 2022 ausgewählt und ist zu folgenden Begründungen gekommen. Der 30. jährliche Preis wird vom deutsch-amerikanischen Austauschprogramm verliehen und würdigt die Besten des transatlantischen Rundfunkjournalismus.

Die unabhängige Jury, bestehend aus fünf renommierten Journalisten aus den Vereinigten Staaten und Deutschland, wählte am 5. März 2022 fünf Gewinner in den Kategorien Fernsehen, Radio und digitale Medien aus, die aus den Vereinigten Staaten und Deutschland eingereicht wurden. Die deutsch-amerikanische Jury bestand aus: Co-Vorsitzender Michael Gargiulo (WNBC TV, New York), Co-Vorsitzende Anja Heyde (ZDF/MDR, Berlin/Magdeburg), sowie Helge Fuhst (ARD, Hamburg), Yami Virgin (Fox 29, San Antonio, Texas), Christian Wilp (NTV/RTL, Berlin).

 

Jury Begründung
Grand Prize – Jan Philipp Burgard, Leben und Sterben am 11. September – eine Familiengeschichte“ (WeltTV), September 4, 2021

„Leben und Sterben am 11. September“ ist die bewegende transatlantische Geschichte zweier deutsch-amerikanischer Familien, die auch 20 Jahre nach den Terroranschlägen auf beiden Seiten des Atlantiks versuchen, den schrecklichen Verlust eines Menschen zu überwinden, der sie verbindet – während sie ihr Leben mit Hoffnung im Herzen weiterführen. Ein junger Investmentbanker aus Deutschland war unter den Menschen, die am 11. September 2001 auf tragische Weise ums Leben kamen. Seine amerikanische Verlobte war mit dem gemeinsamen Kind schwanger. Der Journalist Jan Philipp Burgard nimmt die Zuschauer mit auf eine emotionale Reise, bei der die Verlobte des Bankers zum ersten Mal seit 20 Jahren zu der gemeinsamen NewYorkerWohnung zurückkehrt. Ihr 20-jähriger Sohn spricht auf eine bewegende Weise über das Aufwachsen ohne seinen deutschen Vater, den er nie kennenlernte. Auch die Eltern des Bankers in Deutschland kommen zu Wort – immer noch tief betroffen von dem Verlust. Die aufschlussreiche und zugleich einfühlsame Darstellung einer Familie, die in Amerika und Deutschland verankert ist, ist eine herausragende Geschichte und erinnert daran, dass auch Deutsche und andere Ausländer unter den Opfern des 11. September waren.

RIAS TV Award – Sigrid Faltin  “Ein Hauch von Amerika – die Doku“ (ARD), Dezember 1, 2021

Es schien als wüssten wir bereits alles über die Nachkriegsgeschichte der amerikanischen Streitkräfte in Westdeutschland, doch Sigrid Faltin und ihre Kollegen zeigen uns einen aufrüttelnden, faszinierenden und manchmal sogar beunruhigenden Blick auf wenig bekannte Aspekte des Lebens in Kleinstädten nach der Ankunft der amerikanischen Streitkräfte – zunächst als Besatzungstruppen und dann als Verbündete während des Kalten Krieges. Die Dokumentation erzählt anhand von Archivmaterial und Gesprächen mit Frauen, die sich in amerikanische Soldaten verliebten und mit ihnen Kinder bekamen, um ihre besonderen Nöte zu erkunden.

RIAS Radio Award  Thomas ReintjesMatthias Röckl Fear of Losing New York – Auf der Suche nach einer verschwundenen Stadt  (Deutschlandfunk/SWR), March 16, 2021

Nachdem Covid-19 die Stadt, die niemals schläft, lahmgelegt hat, die normalerweise pulsierenden Broadway-Theater im Dunkeln liegen ließ, die unzähligen kleinen Geschäfte in den Ruin getrieben und die berühmte Vielfalt an Restaurants in einen Kampf ums Überleben geschickt hat, machten sich Thomas Reintjes und Matthias Röckl auf den Weg, um New York zu erkunden und auf berührende, bewegende und einprägsame Weise zu beschreiben. Ihre Geschichte „Fear of Losing New York“ ist ein bemerkenswertes Stück Radiojournalismus, das sich kreativer Techniken und informeller, spontaner Gespräche bedient, um ein Bild einer Stadt zu zeichnen, die im Umbruch ist.

RIAS Digital Media Award

Katrin Bennhold, Clare Toeniskoetter, “Day X“ , fünfteiliger Podcast in The Daily (The New York Times), May 28-June 24, 2021

1. Shadow Army?

2. In the Stomach

3. Blind Spot 2.0

4. Franco A

5. Defensive Democracy

The Daily hat mit seinem innovativen Stil des Podcast-Journalismus und seinen profunden investigativen Fähigkeiten eine aussagekräftige Serie von Geschichten zusammengestellt, die Licht auf ein geheimes landesweites Netzwerk von Rechtsextremisten werfen, die innerhalb der deutschen Militär- und Polizeikräfte unter dem Radar operierten. Die Serie von Berichten, die auch als Grundlage für Zeitungsartikel in der New York Times diente, ist ein hervorragendes Beispiel für investigativen Journalismus.  

RIAS Fellow Award

Vladimir Balzer, “New York ist zurück – eine Stadt befreit sich aus der Pandemie“, Deutschlandfunk, November 8, 2021

In seiner fesselnden Geschichte über New York City, welche nach den Verwüstungen der Covid-19-Pandemie allmählich wieder zum Leben erwacht, nimmt Vladimir Balzer die Hörerinnen und Hörer des Deutschlandfunks mit auf eine herzerwärmende Tour durch die Stadt, die sich im Herbst 2021, kurz bevor die Vereinigten Staaten ihre Tore für Besucher aus der Europäischen Union wieder öffnen, so sehr nach einer Rückkehr zur Normalität sehnt. In diesem kurzen, aber berührenden journalistischen Meisterwerk, das im Rahmen eines RIAS-Stipendiums entstand, kommen wichtige Stimmen zu Wort: beschäftigungslose Broadway-Schauspieler, amerikanische Journalisten, die nur von zu Hause arbeiten können, schwerkranke Helden des 11. September und einsame Deutsche, die in Manhattan gestrandet sind.

Special Jury Prize

Ines Pohl, Deutsche Welle, special commendation for outstanding transatlantic interview with George W. Bush, Deutsche Welle, July 14, 2021

George W. Bush gibt nicht mehr viele Interviews. In einem seltenen Gespräch mit einer Journalistin erklärte der ehemalige Präsident Ines Pohl von der Deutschen Welle, warum er sich aus der Politik heraushält und sich lieber seinen Hobbys wie dem Malen von Porträts – einschließlich dessen von Angela Merkel — widmet. In dem Interview, welches Teil einer DW-Dokumentation über Merkel war, nimmt er offen Stellung zu einer Vielzahl wichtiger Themen, die Deutschland und die Vereinigten Staaten betreffen. Es machte im Juli 2021 internationale Schlagzeilen und ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ein persönliches Gespräch sowohl aktuelle als auch historische Themen beleuchten kann.


07. März 2022

Fünf deutsche und amerikanische Beiträge für den RIAS-Medienpreis 2022 ausgewählt

Die RIAS Berlin Kommission gab am Montag, dem 07. März 2022 die Gewinner der diesjährigen RIAS Medienpreisverleihung bekannt. Der Medienpreis wird seit 30 Jahren von der RIAS Berlin Kommission jährlich vergeben und würdigt die Besten des transatlantischen Rundfunkjournalismus mit Preisgeldern von bis zu 10.000 Euro.

Die fünfköpfige internationale Jury, bestehend aus angesehenen Journalisten aus den Vereinigten Staaten und Deutschland, wählte fünf Gewinner in den Kategorien Fernsehen, Radio und digitale Medien von zahlreichen Beiträgen aus, die aus den Vereinigten Staaten und Deutschland eingereicht wurden. Die deutsch-amerikanische Jury bestand aus Co-Vorsitzendem Michael Gargiulo (WNBC TV, New York), Co-Vorsitzender Anja Heyde (ZDF/MDR, Berlin/Magdeburg), sowie Helge Fuhst (ARD, Hamburg), Yami Virgin (Fox 29, San Antonio, Texas), Christian Wilp (NTV/RTL, Berlin).

Alle diesjährigen Preisträger und ebenso die Preisträger aus den Jahren 2020 und 2021 werden auf einer von der RIAS Berlin Kommission organisierten Galaveranstaltung am 02. Juni 2022 gekürt.

Die RIAS Berlin Kommission, die nach der Einstellung des legendären Senders “Rundfunk im amerikanischen Sektor” (RIAS) im Jahr 1993 gegründet wurde, betreibt seit 1993 Austauschprogramme für mehr als 1.900 deutsche und amerikanische Rundfunkjournalisten mit dem Ziel, die transatlantische Verständigung im Journalismus zu fördern und den Geist des Radio- und Fernsehsenders aus der Zeit des Kalten Krieges lebendig zu halten.

Die diesjährigen Preisträger sind:

Grand Prize – Jan Philipp Burgard: “Leben und Sterben am 11. September – eine Familiengeschichte“ (WeltTV), 04. September, 2021

RIAS TV Award – Sigrid Faltin: “Ein Hauch von Amerika – Dokumentation“ (ARD), 01. Dezember, 2021

RIAS Radio Award – Thomas Reintjes, Matthias Röckl: „Fear of Losing New York – Auf der Suche nach einer verschwundenen Stadt“ (Deutschlandfunk), 16. März, 2021

RIAS Digital Media Award – Katrin Bennhold, Clare Toeniskoetter: „Day X“, fünfteilige Podcast Serie von The Daily (The New York Times), 28. Mai-24. Juni, 2021

RIAS Fellow Award – Vladimir Balzer: “New York ist zurück – eine Stadt befreit sich aus der Pandemie“, (Deutschlandfunk), 08. November, 2021

Sonderpreis der Jury:
Ines Pohl, Deutsche Welle, Besondere Anerkennung für herausragendes transatlantisches Interview mit George W. Bush, Deutsche Welle, 14. Juli, 2021


02. März 2022

RIAS-Austauschprogramme werden 2022 mit dreiwöchigem US-Stipendium fortgesetzt

11 Rundfunkjournalisten aus Deutschland werden im Rahmen eines Stipendiums der RIAS Berlin Kommission vom 07. bis 25. März drei Wochen in drei Städten der USA verbringen. Die Austauschprogramme waren in den letzten zwei Jahren aufgrund der Covid-19-Pandemie ausgesetzt worden, bevor sie im Oktober 2021 teilweise wieder aufgenommen wurden. Das März-Programm für deutsche Journalisten in den Vereinigten Staaten ist das Erste von sieben Programmen der RIAS Berlin Kommission im Jahr 2022.

Folgende Journalisten verbringen gemeinsam eine Woche in Washington DC, danach eine Woche in New York. Daraufhin folgt für Einige eine dritte Woche mit individuellen Besuchen bei amerikanischen TV- und Radio-Sendern aus z.B. San Antonio, Tyler und Dallas, TX, Los Angeles, CA und Sioux Falls, South Dakota.

Nazan Gökdemir, ZDF (Mainz, Deutschland)/ARTE (Straßburg, Frankreich)
Nazan Gökdemir ist eine Nachrichtensprecherin und Journalistin. Sie moderiert das „Heute Journal Update“ im ZDF. Außerdem moderiert sie die Nachrichtensendung „Arte journal“ beim deutsch-französischen Fernsehsender ARTE, der seinen Sitz in Straßburg hat.

Nadine Bader, ARD Fernsehen (Berlin)
Nadine Bader ist Berlin-Korrespondentin für ARD. Sie berichtet für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ zu bundespolitischen Themen. Neben der Nachrichtenberichterstattung, Live-Reportagen und Kommentaren arbeitet sie gerne an längeren Beiträgen, die den Einfluss der Politik auf die Menschen in ihrem Alltag reflektieren. Zu ihren Hauptaufgabenbereichen gehören der Umgang mit der Pandemie, Gesundheits-, Verteidigungs- und Agrarpolitik.

Katharina Hamberger, Deutschlandfunk (Berlin)
Katharina Hamberger ist eine Berliner Korrespondentin für das Deutschlandradio und seine drei Sender Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova. Sie berichtet über die deutsche Regierung und den Bundestag. Ihr Hauptaufgabengebiet sind die deutschen konservativen Parteien.

Sven Christian, DER SPIEGEL (Berlin)
Sven Christian hat als TV-Nachrichtenredakteur für SPIEGEL TV gearbeitet. Er gründete die Plattform spiegel.tv und wechselte als Head of Video zu SPIEGEL ONLINE. Jetzt ist er Video Content Manager und Entwickler für DER SPIEGEL. Er lebt, arbeitet und joggt hauptsächlich in Berlin.

Andreas Büttner, WELT TV (Berlin)
Andreas Büttner ist Redakteur im Dienst beim Nachrichtensender WELT TV in Berlin und arbeitet seit 2017 in leitender Funktion für den Sender. Zuvor war er für den Sender SAT-1 tätig.

Okka Gundel, ARD-Morgenmagazin/ARD Sportschau (Köln)
Okka Gundel ist Sportreporterin, Moderatorin und Reporterin für das ARD-Morgenmagazin in Köln und die ARD-Sportschau in Hamburg. Sie schreibt auch für Zeitungen und ist Essayistin für den Spiegel. Gundel ist außerdem Autorin des 2011 erschienenen Buches über Frauenfußball „Elf Freundinnen müsst ihr sein“.

Theresa Greim, Bayerischer Rundfunk (München).
Theresa Greim ist Moderatorin und Autorin beim Bayerischen Rundfunk in München, u.a. für die Nachrichtensendung BR24. Außerdem arbeitet sie als freie Journalistin für die Süddeutsche Zeitung. Greim arbeitete auch als Schauspielerin und Sprecherin für Filme, Hörbücher, Computerspiele und Dokumentarfilme.

Nadine Jantz, WeltN24 (Berlin).
Nadine Jantz ist Nachrichtenredakteurin bei WELT-Fernsehen und erstellt Beiträge für ProSieben, Sat.1 und Kabel1. Außerdem ist sie Co-Moderatorin des Startup-Podcasts „So geht Startup“.

Christian von Rechenberg, ZDF (Mainz).
Christian von Rechenberg ist Reporter und Redakteur beim ZDF. Er arbeitet für das „Heute Journal“ – dort produziert er TV-Reportagen und macht Live-Sendungen für die Hauptnachrichtensendung.

Florian Bauer, Phoenix TV (Bonn).
Florian Bauer ist Journalist und Moderator, außerdem Gastprofessor und Medientrainer. Er ist Moderator bei Phoenix und Reporter für den WDR und die ARD. Er hat auch Dokumentarfilme produziert.


14. Februar 2022

Warum RIAS einen Unterschied macht – Auszüge aus zwei aktuellen Bewerber-Essays

Die RIAS Berlin Kommission erhält jedes Jahr mehr als 100 Bewerbungen für ihre sieben Austauschprogramme in die USA und nach Deutschland. Einige der Aufsätze sind besonders einprägsam, vor allem wenn Journalisten auf persönliche Weise beschreiben, warum sie an dem 1992 ins Leben gerufenen Austauschprogramm teilnehmen möchten – um den Geist des legendären Radio In American Sector (RIAS) am Leben zu erhalten, lange nachdem die wichtige Nachrichten-, Informations- und Musikquelle aus der Zeit des Kalten Krieges für West-Berlin und Ostdeutschland abgeschaltet wurde.


Der Wunsch, an den Programmen der RIAS Berlin Kommission teilzunehmen und Teil des Netzwerks von 1.900 Alumni in den Vereinigten Staaten und Deutschland zu werden, wurde durch diese beiden Aufsätze, die wir kürzlich erhielten, auf bewegende Weise veranschaulicht: der Erste von einem amerikanischen Journalisten in Washington DC (der sich für das Juni-Programm nach Deutschland/Brüssel bewarb, nachdem er letztes Jahr an einem RIAS-Alumni-Treffen in Washington teilgenommen hatte); der Zweite von einer deutschen Journalisten aus Hamburg (die sich für das Oktober-Programm nach New York/Washington und eine „Station Week“ an einem Fernsehsender aus dem Mittleren Westen beworben hatte). Ihre Aufsätze waren so bewegend, dass wir sie in Auszügen mit Ihnen teilen möchten:

„Kurz vor der Pandemie wurde ich zu einer ‚RIAS Alumni Happy Hour‘ in Washington, D.C. eingeladen. Ein Freund von mir hatte in jenem Sommer das Fellowship absolviert und er dachte, dass mich das interessieren könnte. Um ehrlich zu sein, hatte ich mich nie wirklich für den Journalismus außerhalb der USA interessiert. Mein Ziel und mein Fokus lagen auf dem Journalismus hierzulande. Aber an diesem Abend änderte sich meine Sichtweise drastisch.

Ich lernte Journalisten von Hamburg bis Leipzig und überallher kennen. Es war eines der seltenen Male in meinem Leben, dass ich nicht zu viel redete. Ich hörte mir einfach ihre Geschichten an. Auch wenn sich ihre Themen und ihre Berichterstattung völlig von den meinen unterschieden, waren ihre Herausforderungen und Erfolge den meinen doch sehr ähnlich. Ich war fasziniert. Noch interessanter war jedoch, worüber sie berichteten.
Sie befanden sich im Zentrum der Geschichten, die Europa prägen. Sie befassten sich mit Klassen- und sozioökonomischen Problemen eines sehr jungen Deutschlands. Einem Deutschland, in dem Ost und West erst seit ein paar Jahrzehnten vereint sind. Unnötig zu sagen, dass ich extrem neidisch war.
Ich verließ den Abend mit einer brennenden Frage im Kopf: Wie wäre es, über internationale Themen zu berichten? Wie sollte ich überhaupt anfangen?
Während des Verlaufs der Pandemie wurden die Fragen nicht weniger, sondern immer drängender in meinem Kopf. Ich ertappte mich dabei, dass ich mich wöchentlich über internationale Geschichten informierte, europäische Nachrichtensendungen verfolgte und so ziemlich alles tat, um auf dem Laufenden zu bleiben. Die Pandemie hat uns vielleicht sozial entfremdet, aber sie hat uns auch bewusst gemacht, dass unsere Welt verbunden ist und viel kleiner ist, als wir dachten.
Ich sagte mir, wenn sich die Gelegenheit zur Teilnahme an einem RIAS Programm noch einmal ergeben würde, würde ich diese Gelegenheit ergreifen. Hier bin ich also und bitte um die Teilnahme an Ihrem augenöffnenden und faszinierenden Programm. Ich möchte erfahren, wie die deutschen Nachrichtenmedien mit dem sozioökonomischen Wachstum der größten europäischen Volkswirtschaft umgehen. Ich möchte die Politikberichterstattung aus nächster Nähe verfolgen, da die Bruchlinien in der politischen Landschaft Europas immer größer werden. Ich möchte mir ein Bild davon machen, wie Nachrichten in Deutschland gemacht werden und wie das Land damit umgeht. Das ist ein ehrgeiziges Ziel – und ich bin mir sicher, dass man das nicht alles während eines Aufenthalts lernen kann.
Ich hatte Zeit, darüber nachzudenken, wie es für mich nach der Pandemie weitergeht. Mir ist klar geworden, dass ich vielleicht nicht für den Rest meiner Karriere als Journalist in den USA arbeiten möchte. In Europa gibt es faszinierende wirtschaftliche, politische und soziale Geschichten zu erzählen. Daran möchte ich teilhaben. Ich erwarte nicht, dass ein RIAS-Stipendium mich auf eine Karriere als europäischer Journalist vorbereitet, aber ich sehe es als Sprungbrett. Während ich in den USA bin, kann ich so viel recherchieren, wie ich will, und so viele Geschichten wie möglich verfolgen – aber ich werde nicht wissen, ob es etwas ist, das ich wirklich verfolgen kann, bis ich es mit meinen eigenen Augen sehe. Ich würde gerne für das RIAS-Stipendium in Betracht gezogen werden. Ich sehe es als eine Lernmöglichkeit für meine Karriere und als möglichen Ausgangspunkt für eine neue Richtung im nächsten Jahrzehnt.“
– Ein amerikanischer Fernsehjournalist in Washington DC

„Bitte nehmen Sie diesen Brief als Ausdruck meines großen Interesses an dem RIAS Berlin Kommission Programm, für das ich mich gerne bewerben würde.

Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren als Fernsehjournalistin und es klang immer fast mythisch, wenn ältere Kollegen über den RIAS sprachen. Als ehemalige Geschichtsstudentin bewundere ich die durchdachte Umsetzung so vieler Einrichtungen, die die Alliierten Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg angeboten haben, vor allem im Bereich der Medien. Ich spreche von einem „Angebot“ weil es ein Geschenk an eine ehemals totalitäre Gesellschaft ist, die Chance zu bekommen, die Diktatur hinter sich zu lassen, sich zu verbessern, zur Demokratie zu gelangen. Eine Chance, die dem Land, aus dem meine Eltern stammen, leider nicht gegeben wurde… ein Land, welches bis heute mit demokratischen Prinzipien kämpft, welche sich in den Medien und natürlich auch der Gesellschaft widerspiegeln.
Als Journalistin habe ich international gearbeitet. Und ich berichte nicht nur, sondern beobachte und reflektiere auch unsere Berichterstattung und Sendegewohnheiten in Deutschland und die der Medien im Ausland. Ich bin dankbar, dass unser Weg vom britischen und vor allem amerikanischen Journalismus geprägt ist und nicht von anderen Prinzipien … mit mangelnder Transparenz, oder … die oft nicht mit Medienarbeit nach demokratischen Standards vergleichbar sind.
Da ich noch nie in den USA war, stammt alles, was ich über den amerikanischen Journalismus weiß, aus den in Deutschland verfügbaren Sendungen, Zeitungen, dem Internet (und auch Filmen). In den zwei Jahren, in denen ich Englisch für Berufstätige unterrichtet habe, die ich auch auf die Zusammenarbeit mit englischsprachigen Partnern vorbereitet habe, habe ich oft Artikel der New York Times oder der Washington Post verwendet. Aber die verschiedenen Medien in den USA live und nicht nur aus der Ferne kennen zu lernen, scheint mir eine äußerst vielversprechende Möglichkeit zu sein.
Die letzten sechs Jahre meines Berufslebens habe ich… als Nachrichtensprecherin gearbeitet…. Die herausragenden Kollegen, die am Programm der RIAS Berlin Kommission teilgenommen haben, erschienen mir immer besonders brillant, und ich habe immer gehofft, eines Tages so gut zu sein wie sie, um die Kriterien für dieses wichtige und fruchtbare Austauschprogramm zu erfüllen. Diese Kollegen haben oft über die enormen Fortschritte in Sachen Innovation in amerikanischen Nachrichtenredaktionen berichtet, und so erwarte ich, während der Zeit, die ich in den verschiedenen Medienhäusern verbringe, eine Menge darüber zu lernen. Innovation wird im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland oft vernachlässigt, und so werde ich mich darauf konzentrieren, Werkzeuge zu sammeln, die helfen, die täglichen Aufgaben der Unternehmen, für die ich arbeite, zu verbessern. Ich glaube, dass Social Media, Audience Development und Community professioneller gehandhabt werden müssen, als es derzeit in deutschen Rundfunkanstalten der Fall ist.
Außerdem interessiert mich besonders der Umgang der amerikanischen Medien mit gesellschaftlicher Vielfalt, die in Deutschland erst im Entstehen ist, da es sich zu seiner eigenen Vielfalt und der Tatsache bekennt, dass es ein Einwanderungsland ist. Ich bin zuversichtlich, dass die amerikanische Ideengeschichte mit solch wichtigen historischen Themen wie dem Melting Pot, der sich heute eher in das Konzept des Kaleidoskops verwandelt, für mein Heimatland, das sich gerade entschlossen hat, sich zu diesen Konzepten zu bekennen, äußerst hilfreich sein kann. Deshalb bin ich sehr daran interessiert, verschiedene Kanäle kennen zu lernen, die die Ansichten amerikanischer Minderheiten wie z.B. der jüdischen Gemeinden in den Großstädten vertreten…
Weit weg von den Lichtern der Großstädte interessieren mich auch Medien in eher peripheren Regionen: Radiosendungen oder Podcasts, die von amerikanischen Ureinwohnern betrieben werden, werfen ein Licht auf ein anderes Amerika als das, was in den deutschen Medien Tag für Tag wahrgenommen wird. Wir Journalisten sind immer auf der Suche nach versteckten Orten, die es zu entdecken gilt, nach unerzählten Geschichten, die es zu erzählen gilt. In Deutschland gibt es viel zu wenig über die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner, und ich möchte meinen Redakteuren am Ende des Programms solche Berichte liefern.
Gerade mit dieser Erfahrung, die irgendwie sehr amerikanisch anmutet, und ich hoffe, Sie verzeihen mir, dass ich das Klischee von „dream big, work hard“ nicht vermieden habe, denke ich, dass ich mich als möglicher Fellow für Ihr Programm qualifiziere. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr dabei sein kann.“
– Eine deutscher Journalistin aus Hamburg


04. Februar 2022

7 RIAS Austauschprogramme in 2022 geplant – 4 in USA, 3 in Deutschland

Das RIAS-Gebäude in Berlin, gesehen im Februar 2022. Es beherbergt heute das Deutschlandradio, ist aber auch seit 1992 Sitz der RIAS Berlin Kommission.

Mehr als 1.900 Journalisten aus den Vereinigten Staaten und Deutschland haben an den ein- bis dreiwöchigen Stipendien teilgenommen, seit das Austauschprogramm für Rundfunkjournalisten beider Länder vor 30 Jahren ins Leben gerufen wurde.

Die Programme wurden im Herbst 2021 nach einem zweijährigen Winterschlaf aufgrund von Covid-19 wieder aufgenommen – mit drei Programmen in Deutschland und den Vereinigten Staaten, an denen mehr als 50 Journalisten teilnahmen.

Die Stipendien der RIAS Berlin Kommission werden im Jahr 2022 mit insgesamt sieben Austauschprogrammen für rund 120 Journalisten wieder voll anlaufen. Vier Mal werden deutsche Rundfunkjournalisten in die USA reisen: im März für 13 Journalisten, Ende März/Anfang April für 15 Journalistenstudenten, Anfang Oktober für 15 Journalisten und Ende Oktober kurz vor den Midterm Wahlen für rund 32 Alumni und Freunde der RIAS.

Außerdem werden drei Stipendien für amerikanische Journalisten in Deutschland stattfinden: im Juni für 15 amerikanische Journalisten, Ende Juni/Anfang Juli für 15 amerikanische Journalismus Studenten und im September für 15 amerikanische Journalisten. Für das Jahr 2023 plant die RIAS Berlin Kommission vier Stipendien für Amerikaner in Deutschland und drei Stipendien für deutsche Journalisten in den USA.

Die RIAS Berlin Kommission plant außerdem, die Verleihung der RIAS Medienpreise 2022 am 2. Juni abzuhalten, sofern es die Rahmenbedingungen erlauben. Weitere Informationen finden Sie bald auf der Website.


19. January 2022

Einsendeschluss für RIAS-Medienpreis 2022 rückt näher 

Der 31. Januar als Einsendeschluss für den RIAS-Medienpreis 2022 rückt immer näher. Teilnahmeberechtigt sind Journalistinnen und Journalisten, die im Jahr 2021 in den USA oder Deutschland Radio-, Fernseh- oder digitale Beiträge mit transatlantischem Bezug gesendet oder veröffentlicht haben.  Für die besten Radio-, Fernseh- und Digitalbeiträge werden Preisgelder in Höhe von insgesamt bis zu 10.000 Euro vergeben. Darin enthalten ist ein mit 5.000 Euro dotierter Grand Prize für den herausragendsten Beitrag, der im Jahr 2021 ausgestrahlt wurde. RIAS-Alumni werden besonders ermutigt, ihre Arbeiten einzureichen, da es auch eine spezielle Fellow-Kategorie gibt.

RIAS Berlin Kommission – Preisverleihung am 12. Juni 2017 Special Jury TV Award for Topical Satire: Jan Böhmermann, Ralf Kabelka, Philipp Käßbohrer „Grab US by the pussy – Amerika ungewaschen“, ZDF neo

Zu den Gewinnern des Jahres 2021 gehörten Ingo Zamperoni und Birgit Wärnke vom ARD-Fernsehen für ihre Geschichte über Donald Trumps Wiederwahlkampagne, die scharfen politischen Spaltungen in den USA und die Familie seiner amerikanischen Frau sowie Ryan Delaney vom St. Louis Public Radio, der für eine Reihe von Geschichten darüber gewann, wie Deutschland seine Schulen während der ersten Phasen der Covid-19-Pandemie offen hielt.

Die Gewinner der verschiedenen Kategorien, darunter die beste Fernsehproduktion, die beste Radioproduktion und die beste Gemeinschaftsproduktion, werden am 2. Juni 2022 zu einer Gala in Berlin eingeladen.

Der RIAS Medienpreis soll dazu beitragen, die Vielfalt des transatlantischen Dialogs zu stärken und das Interesse an den deutsch-amerikanischen Beziehungen zu vertiefen. Die eingereichten Geschichten sollen über die alltägliche und routinemäßige Berichterstattung hinausgehen, Informationen aufbereiten, die gesellschaftliche Realität auf bemerkenswerte Weise beschreiben und den Dialog über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den transatlantischen Beziehungen fördern.

Die Beiträge sollten idealerweise eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen: thematisch herausstechen, auf kreative Weise neue Fragestellungen aufgreifen, die Vielfalt der gesellschaftlichen Realität kritisch beleuchten und deutlich machen, interessante Anregungen für die transatlantische Debatte enthalten, zum Nachdenken über Probleme und Lösungen anregen, Klischees über Deutsche und/oder Amerikaner hinterfragen, Trends im Alltag beschreiben, die von allgemeinem Interesse sind, in besonderer Weise zur gegenseitigen Neugier und zum Verständnis beitragen oder geeignet sein, demokratische und gesellschaftliche Werte zu stärken.

Die Beiträge müssen bis spätestens 31. Januar 2022 per E-Mail bei der RIAS Berlin Kommission eingehen. Alle eingereichten Arbeiten müssen die Hauptanstrengung der einreichenden Person(en) sein. Die RIAS Berlin Kommission behält sich das Recht vor, zusätzliche Kategorien wie z.B. einen „Preis der Jury“ für Auszeichnungen zu schaffen oder eine Auszeichnung in einer Kategorie abzulehnen, in der nur wenige oder qualitativ schlechte Beiträge eingehen.

RIAS Berlin Kommission – Preisverleihung am 12. Juni 2017

EINSENDESCHLUSS: 31. JANUAR 2022

Die Beiträge müssen enthalten:

– Ihren Namen, Titel, Geschäftsadresse, Telefon, E-Mail,

– Sendedatum(e) Ihrer Geschichte und deren Länge,

– Titel und eine kurze Beschreibung Ihrer Geschichte,

– eine kurze Beschreibung Ihrer Rolle in der Produktion der Geschichte.

– In jeder eingesandten Bewerbung muss klar vermerkt sein, für welche Kategorie die Bewerbung gilt.

Geben Sie die Kategorie für Ihren Eintrag deutlich an:
Kategorien sind:

1). Fernsehen 2) Radio
3) Digital (einschließlich Podcasts und online)
4) „RIAS-Fellow-Preis“ (bester TV-, Radio- oder digitaler Beitrag eines aktuellen RIAS- Teilnehmers oder eines RIAS-Fellow-Alumni) Es sind maximal zwei Einträge pro Person erlaubt. Ein Beitrag gilt als ein einziger Eintrag, wenn sich mehrere kürzere Stücke in Form oder Inhalt auf eine bestimmte Kategorie beziehen. Alle Beiträge müssen elektronisch per E-Mail eingereicht werden: – mit einer gültigen URL, die mindestens bis März 2022 aktiv ist und ohne geschützte Informationen (Passwort) von der RIAS-Jury eingesehen werden kann.

Alle Einsendungen gehen an: E-Mail: info@riasberlin.org

RIAS Berlin Kommission ist eine zwischenstaatliche Organisation zur Förderung der deutsch-amerikanischen Verständigung im Rundfunkwesen.


12. Januar 2022

Mehr RIAS-Alumni Spenden in 2021

Die privaten Spenden an die RIAS Berlin Kommission sind im Jahr 2021 stark angestiegen und beliefen sich insgesamt auf ungefähr 8.600 Euro. Die Beiträge kamen von mehr als 60 Alumni und Freunden der RIAS in Deutschland und den USA. Der Spendenanstieg fiel mit der Wiederaufnahme von drei RIAS-Austauschprogrammen im September/Oktober 2021 zusammen, an denen 56 Journalisten aus beiden Ländern teilnahmen. Im Jahr 2020 gab es wegen der Covid-19-Pandemie keine Programme.

RIAS Alumni Gruppe aus Deutschland beim Besuch einer Zeitung in Harlem, NYC im Oktober 2021

Die großzügigen Spenden im Jahr 2021 werden dazu beitragen, dass die Austauschprogramme im Jahr 2022 ausgeweitet werden können. Alle Spenden von Alumni und Freunden der RIAS werden direkt und vollständig für zusätzliche Plätze in den Austauschprogrammen für Journalisten zwischen den USA und Deutschland verwendet. Für 2022 sind sieben Programme geplant: zwei dreiwöchige Standardprogramme für deutsche Journalisten in die USA im März und Oktober, zwei zweiwöchige Standardprogramme für amerikanische Journalisten in Deutschland/Brüssel im Juni und September, ein dreiwöchiges Programm für deutsche Studenten in die USA im März/April, ein dreiwöchiges Programm für amerikanische Studenten in Deutschland im Juni/Juli und ein einwöchiges Alumni-Programm für 30 deutsche Alumni in Washington/Pennsylvania im Oktober.

RIAS Journalisten aus Deutschland in New York in Oktober 2021

Die Spenden im Jahr 2021 umfassten 6.650 Euro von 42 Alumni und Freunden der RIAS in Deutschland und 2.270 Dollar von 16 Alumni und Freunden der RIAS in den Vereinigten Staaten. Die Bandbreite der Einzelspenden im Jahr 2021 reichte von $50 bis $750 in den USA und 30 bis 800 Euro in Deutschland. Die RIAS Berlin Kommission bedankt sich herzlich bei allen Spendern! Großspender (200 Euro oder mehr) in 2021 waren: Kristian Wiegand, Mitri Sirin, Erik Kirschbaum, Dilek Üsük, Helge Fuhst, Ingo Zamperoni, Anja Heyde, Martin Richter, Anne Sieger, Daniel Prokraka, Andre Schünke, Vivienne Radermacher und Björn Heckmann. Und ein großer Dankeschön geht auch an alle, die mit größeren Beträgen (100 Euro oder mehr) gespendet haben: Susan Kalmbach Falkenstein, Iris Ollech, Maren Hellwege-Beck, Michail Paweletz, Kerstin Ruskowski, Gesine Dornblüth, Frauke Holzmeier, Ben Fajzullin, Andreas Mitzkus, Peter Twiehaus, Christian Walther, Vladimir Balzer, Steffi Clodius, Petra Gute, Michael Kolz, Andreas und Lydia Dimmling. Danke auch an die größeren Spenden ($200 oder mehr) in den USA: Michael Gargiulo, Karin Caifa, und Sarah Williams. Danke auch an diejenigen, die ebenfalls beträchtliche Spenden geleistet haben: Lane Luckie, Buzz Conover, Bonnie North, Bryan Weakland, Heather Dolce, Miranda Reed, Tracy Terry, Amy Lotz, Cain Butler und Stephanie Wolf.

Die in Hamburg, Berlin, Köln, Rhein-Main, Brüssel, New York, Washington und Los Angeles eingerichteten Alumni-Chapter tragen dazu bei, den Geist von RIAS am Leben zu halten und die Botschaft über Spenden zu verbreiten. Mit mehr als 1.900 Alumni im letzten Vierteljahrhundert hofft die RIAS Berlin Kommission auf eine weitere Zunahme des Spendenaufkommens.

Die jährliche Medienpreisverleihung der RIAS Berlin Kommission ist für den 2. Juni 2022 in Berlin geplant.  Am Abend des 3. Juni 2022 findet in Berlin eine Podiumsdiskussion mit anschließendem Alumni-Treffen statt. Alle Alumni sind herzlich eingeladen, an beiden Veranstaltungen teilzunehmen. In den Vereinigten Staaten sind Alumni-Treffen am 11. März in Washington, DC und am 18. März in New York City geplant. Außerdem wird es eine Reihe von Alumni-Veranstaltungen im Rahmen des RTDNA-Kongresses „Excellence in Journalism“ geben.


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